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Schenkung und Erbfall


10.01.2005 15:43 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Mein Mann und 2 Geschwister sind Erben ihrer zuletzt verstorbenen
Mutter. Die Eltern hatten ein Berliner Testament.
Jetzt kommt ein Bruder und berhauptet, sein Vater hätte ihm ein Wertpapier versprochen, bei dem er der alleinig Begünstigte wäre. Autf dem Papier steht nur der Name seiner verstorbenen Eltern. Angeblich hätte er dazu ein Schriftstück.
Die Frage lautet, wird diese Angelegenheit von der Erbmasse
abgezogen oder erhält er mehr als seine Geschwister?

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal dürfte es sehr fraglich sein, ob der Bruder tatsächlich dieses Wertpapier erhält. Ist, so wie Sie das Problem darstellen, er nicht gesondert genannt, gehört dieses Papier mit zur Gesamt-Erbmasse und dessen Wert wird dann gleichmäßig (also durch drei)geteilt.

Ich kann Ihnen also nur raten, sich das Schriftstück zeigen zu lassen, da es mehrere Möglichkeiten gibt:


Sollte es hier wider Erwarten tatsächlich so sein, dass der Bruder gesondert bedacht sein sollte, könnte man daran dencken, dieses als Schenkung zu betrachten.

Gemäß § 2325 BGB sind aber Schenkungen, die der Erblasser innerhalb der letzten 10 Jahre vor dem Tod vorgenommen hat, dem Nachlass zuzurechnen (und müsste dann wieder anteilig berücksichtigt werden).



Eine andere Alternative ist, dass hier ein sogen. Vorausvermächnis (§ 2150 BGB) dergestallt getroffen worden ist, dass hier tatsächlich dem Bruder ein gesonderter Vermögensvorteil zugedacht werden sollte.

Sollte dieses in der angeblich bestehenden Urkunde verfügt worden sein, würde dann dieses Wertpapier tatsächlich von der Erbmasse abgezogen werden müssen und NICHT auf den Erbanteil des Bruders angerechnet.


Sie sehen also, dass der Wortlaut des Papieres hier sehr wichtig ist. Lassen Sie sich dieses zeigen und überprüfen Sie es bitte dann ganz genau.

Ohne Vorlage des Schriftstückes rate ich Ihnen (aber abhängig vor der Relation Wert:Ärger, der dann sicherlich folgt), ein solches Vorausvermächnis nicht zu akzeptieren.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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