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Schenkung steuergünstig anlegen


| 29.12.2006 18:53 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht



Sehr geehrte Damen und Herren Anwälte,

meine Eltern wollen mir (35 Jahre, verheiratet, 2 Kinder) eine Schenkung von € 350.000,- zukommen lassen. Das Geld stammt aus dem Verkauf einer Immobilie, die meinen Eltern gemeinsam (50%/50%) gehörte.
Ich und meine Frau besitzen zusammen seit 6 Jahren eine Eigentumswohnung, die wir noch etwa 10 Jahre lang abzahlen, monatlich € 900 Euro.
Mit dem Geld meiner Eltern will ich nun ein Haus erwerben, wir haben aber noch kein geeignetes Objekt gefunden, und wir wissen natürlich auch noch nicht, wie lange es dauern wird.
Daraus ergeben sich nun 2 Fragen:
Soweit ich weiß, kann ich von meinen Eltern im Zeitraum von 10 Jahren € 205.000 steuerfrei geschenkt bekommen. Gilt dieser Betrag nun für jeden Elternteil, d.h., kann ich von meinem Vater € 205.000 und von meiner Mutter € 205.000, also insgesamt € 410.000 geschenkt bekommen? Falls nicht, sehen Sie eine Möglichkeit, die Schenkungssteuer zu vermeiden?

Meine zweite Frage betrifft die Kapitalertragssteuer: Ich weiss nicht, wann wir ein geeignetes Haus oder Grundstück finden. Gibt es eine Möglichkeit, den Betrag von € 350.000 anzulegen, so dass ich keine oder nur wenig Kapitalertragssteuer bezahlen muss?
Wie ist es beispielsweise, wenn ich eine Anlageform wähle, bei der der Kapitalertrag erst entsteht, wenn das Geld tatsächlich für den Hauskauf benutzt wird, beispielsweise ein Aktienfond. Könnte ich dann im Jahr des Kaufs die Schuldzinsen für die Wohnung gegenrechnen, die ja dann nicht mehr eigengenutzt wäre? Ich denke, solange wir in der Wohnung wohnen, kann man die Schuldzinsen nicht als Ausgaben geltend machen.
Im übrigen wäre mir eine Anlageform ohne Kursrisiko natürlich lieber, auch wenn die Rendite normalerweise kleiner ausfällt.

Vielen Dank im Voraus für Ihre Hilfe.
Eingrenzung vom Fragesteller
29.12.2006 | 19:01
Sehr geehrter Ratsuchender,

ich bedanke mich für Ihre Anfrage, die ich wie folgt nach Ihren Angaben beantworten möchte.

Grundsätzlich möchte ich dem Kollegen Recht geben, dass der Gegenstandswert in diesem Falle nicht gerade gering sein wird.
Jedoch wird bei einer derartigen Mailberatung die Schwelle zur Erstberatung nicht überschritten, so dass eine Erstberatungsgebühr von maximal netto EUR 190,00 entstehen dürfte.
Folglich werde ich Ihren Sachverhalt auf Ihren Einsatz bezogen behandeln.

Hinsichtlich der Erbschaft- und Schenkungsteuer trifft es zu, dass der Freibetrag von EUR 205.000,00 pro Elternteil alle zehn Jahre in Anspruch genommen werden kann.

Hinsichtlich einer etwaigen Kapitalertragsteuer wird sich bei Anfallen derer gestalterisch nicht viel machen lassen, außer Sie beeinflussen das so genannte Zufluss-/Abflussprinzip.
Hinsichtlich dessen sind wie bei den Einkünften aus Kapitalvermögen, diese zu versteuern, wenn die Erträge zufließen.
Die Höhe der Kapitalertragsteuer werden Sie wohl kaum beeinflussen können.

Hinsichtlich etwaiger Schuldzinsen sind diese – wie Sie treffend bemerken – nicht ertragsteuermindernd anzusetzen.
Dies verhielte sich anders bei einer Fremdvermietung, wobei Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung anfallen würde, dies Schuldzinsen somit zu Werbungskosten statt Kosten der Lebensführung würden.

Ich hoffe, Ihnen insbesondere auch bezogen auf Ihren Einsatz weitergeholfen zu haben.


Mit freundlichen Grüßen
Bernd Zahn
Rechtsanwalt
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"Vielen Dank für Ihren Rat. Gemessen an meinem Einsatz wurden meine Erwartungen, eine erste Orientierung zu erhalten, erfüllt. Ich wünsche Ihnen einen guten Rutsch ins neue Jahr und weiterhin gute Geschäfte. "