Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkung rückgängig machen.

| 07.06.2010 23:21 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Marcus Schröter, MBA


Folgendes Problem liegt vor.
Ich habe von meinem Bruder cor ca 6 Monaten eine Überweisung bekommen in Höhe von 125 tsd Euro da er das Geld nicht auf seinem Konto behalten konnte.
Von diesem Geld habe ich über 60 tsd Euro für eine Geschäftsidee verwendet (in Absprache mit meinem Bruder), sodass noch knapp die hälfte übrig geblieben ist.
Jetzt haben wir Angst das das Finanzamt die Überweisung als Schenkung sieht und wir die 125 tsd Euro voll versteuern müssen.

Meine Fragen dazu.

Ist die Überweisung auf mein Konto eine Schenkung?

Wenn ja, wie können wir die Schenkung rückgängig machen um nicht 21 tsd Euro an Steuern zu zahlen?

Besteht die Möglichkeit die übrig gebliebene Hälfte zurück an meinen Bruder zu überweisen, sodass nur 60 tsd zu versteuern wären?

Oder muss die ganze Summe wieder zurück fliessen an meinen Bruder um die Schenkung aufzulösen.

Was passiert wenn wir den Betrag nicht melden beim Finanzamt und sie bekommen es dennoch raus?

Hoffe Sie können uns helfen, da es doch um sehr viel Geld geht.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf Grundlage Ihrer Angaben wie folgt beantworte:

1. Die zu zahlende Steuer beträgt unter Berücksichtigung des Freibetrages in der Tat TEUR 21. Zunächst empfehle ich hinsichtlich der Zahlung von TEUR 60 eine schriftliche Vereinbarung mit Ihrem Bruder zu treffen, die die mündliche Absprache festhält.

Darin sollte dann geregelt sein, dass von der Überweisung in Höhe von TEUR 125, mindestens TEUR 60 für die Geschäftsidee Ihres Bruders zu verwenden war, was dann auch erfolgt ist. Dieser Vereinbarung sollte Sie entsprechende Belege beifügen, die die Ausgaben für Ihren Brider belegen.

2. Insoweit bleiben noch TEUR 65, die Ihr Bruder Ihnen ohne eine bestimmte Zweckbestimmung überwiesen hat. Hier besteht die Möglichkeit, dass Sie den Betrag wieder zurück überweisen, so dass allenfalls eine Leihe oder ein zinsloses Darlehen, aber keine Schenkung in betracht kommt.

3. Oder Sie vereinbaren ein Darlehen, wonach Ihnen Ihr Bruder den Geldbetrag für eine bestimmte Laufzeit als Darlehen überlässt. Allerdings wären die Zinseinnahmen bei Ihrem Bruder zu versteuern.

4. Sollten die vorgenannten Varianten nicht zutreffen, würde vieles auf eine Schenkung hinweisen, so dass Sie dies in der Einkommenssteuererklärung anzugeben haben. Der Steuersatz würde hier EUR 6.750,- betragen. Sollte Sie dies nicht angeben, liegt eine Steuerhinterziehung vor.

Ich hoffe ich konnte Ihnen einen ersten hilfreichen Überblick verschaffen.

Mit besten Grüßen

Rückfrage vom Fragesteller 08.06.2010 | 10:01

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Hätte da noch eine Frage.
Irgendwie hat das Finanzamt von dieser Transaktion "Wind" bekommen sodas wir jetzt in Zugzwang geraten.
Zum einem gibt es keinerlei Quittungen für die Geschäftsidee zum anderen gibt es auch keinerlei Vereinbarungen.
Wenn wir Vereinbarungen vor der Überweisung datieren würden, würde dies uns vor der Steuerzahlung schützen?
Wie glaubwürdig ist es für das Finanzamt wenn ein "Darlehen" zur Hälfte zurück überwiesen wird vorallem in der kürze der Zeit (6 Monate) ohne das diese was vermuten könnten.
Bei wem liegt die Beweispflicht?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 08.06.2010 | 20:47

Sehr geehrter Ratsuchender,

möglicherweise ist das Finanzamt über eine gesetzliche Meldung der Bank an die BaFin auf Sie aufmerksam geworden.

Sie sollten Ihre mündliche Vereinbarung auf jeden Fall schriftlich Fixierung. Zu einer Rückdatierung kann ich Ihnen nicht raten, vielmehr verweisen Sie in der Vereinbarung auf die mündliche vereinbarung, die dann vor den getätigen Überweisungen liegen kann.

Hinsichtlich der Rücküberweisung muss ein Darlehensvertrag keine zweckbindung enthalten, so dass Sie die Darlehensforderung auch wieder zurücküberweisen können.

Aus meiner Sicht ist dann Seitens des Finanzamtes, da es die tatsächlichen Gegebenheiten entspricht, nichts unglaubwürdig.

Die Beweispflicht liegt zwar beim Finanzamt, jedoch sind Sie zur Mitwirkung entsprechend verpflichtet, was auch die Vorlage entsprechender Unterlagen umfasst. Ansonsten droht eine Schätzung.

Ich hoffe ich konnte Ihnen weiterhelfen und stehe bei einer weitergehenden Beratung gerne zur Verfügung.

Mit besten Grüßen

Bewertung des Fragestellers 10.06.2010 | 11:26

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Hat mir gut weiter geholfen"