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Schenkung - plötzlich Darlehen

31.08.2020 14:58 |
Preis: ***,00 € |

Vertragsrecht


Beantwortet von


16:51

Hallo,
ein Freund hat mir mehrere Hundert Euro über einen Zeitraum von 1 Jahr gegeben. Mal aus dem Bankautomaten gezogen, mal überwiesen und einmal hat er die Rechnung für einen 360-Euro-teuren Schrank übernommen. Es war nie klar, ob er das Geld wieder zurück haben will. Ich meinte ich gebe es ihm zurück, und er meinte mal ja ja und dann wiederum "brauchst Du nicht".
Dann habe ich die Beziehung mit ihm beendet. Und jetzt fordert er die jeweiligen Zahlungen - sogar die Zahlung für den Schrank - zurück und sagt, es seien Darlehen.
Er hat mich mittlerweile verklagt. Wer muss was beweisen? Reicht es, wenn ich bestreite, dass es sich um Darlehen handelt?
Es gab mal eine Whatsapp-Nachricht, in der ich ihm geschrieben habe, dass ich ihm gerne die Summen zurückgebe und er die von mir noch bekommen wird. Kann er sich darauf stützen, dass es deswegen "Darlehen" waren? Er hatte auf diese Nachricht nie (!) schriftlich reagiert, sondern mich dann angerufen und gesagt, ich müsse es nicht. Das kann ich natürlich leider nicht nachweisen. Aber kann ich darauf hinweisen, dass er von sich aus nie über eine Rückforderung gesprochen hat?

Danke für die Unterstützung, bin verzweifelt.

31.08.2020 | 15:43

Antwort

von


(2420)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrte Ratsuchende,

die Hingabe eines Darlehens muss der frühere Freund beweisen.

Nach Ihrer Darstellung ist aber schon unklar, ob es tatsächlich eine Schenkung war. Die Nachricht spricht gegen eine Schenkung, wenn Sie die Rückzahlung einräumen. Auch wenn Sie darauf keine Antwort erhalten haben,kann es gegen Sie verwendet werden.

Ohne die Klageschrift zu kennen, kann natürlich eine eingehende Einschätzung nicht erfolgen.

Mit freundlchen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle


Rückfrage vom Fragesteller 31.08.2020 | 16:44

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

mit Ihrer Nachricht haben Sie mir nicht wirklich weitergeholfen. Könnten Sie bitte ausführen, weshalb es unklar ist, ob es eine Schenkung war?
Und ist meine Nachricht nicht einer Interpretation zugänglich? Ich räume ja keine Rückzahlung ein, weil diese gefordert ist. Sondern weil ich emotional nett sein wollte. Damit bestätige ich doch kein Darlehen, oder=

Ich hoffe, dass Sie mir weiterhelfen können.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 31.08.2020 | 16:51

Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie haben gefragt, wer was beweisen muss. Gerne nochmals:

die Klägerseite muss beweisen, dass die Geldhingabe als Darlehen erfolgt ist (OLG Hamm, Urteil vom 24.01.2012, Az.: I-7 U 59/11 ).

Einen allgemeinen Rechtssatz, dass Geldhingabe immer ein Darlehen oder eine Schenkung ist, gibt es nicht.

Allerdings können dem Kläger Beweiserleichterungen zugutekommen.

Und da spielt dann die Nachricht, dass Sie zurückzahlen wollen, eine wichtige Rolle.

Wenn Sie emotional nur nett sein wollten, müssen Sie das vielleicht dem Richter erklären. Fakt ist aber, dass Sie wohl so etwas geschreiben haben.

Und zurückzahlen tut man geschenktes Geld in der Regel eher weniger.

Wie der Richter das dann wertet, ist nach § 287 ZPO eine Frage der freien richterlichen Beweiswürdigung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle

ANTWORT VON

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