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Schenkung ohne das Finanzamt?!


06.02.2005 19:49 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Guten Tag,

jemand, der mit mir nicht verwandt ist, möchte mir im Rahmen einer Schenkung eine Eigentumswohnung übertragen. Nach Auskunft des Finanzamts würden hierbei rund 25.000,-- EUR an Schenkungssteuer anfallen (Steuerklasse III). Ebensfalls, so der betreffende Sachbearbeiter, verhält es sich bei bei der Übertragung eines unentgeltlichen Nißbrauchs- oder lebenslangen Wohnrechts.

Gibt es denn keine Möglichkeit, etwas geschenkt zu bekommen, ohne dass hierbei Herr Eichel derart schamlos zulangt? Zudem wäre ich als Student nachweislich in keinem der drei Fälle in der Lage, eine Steuerschuld von rund 25.000,-- EUR zu bezahlen.
Sehen Sie in diesem Falle irgend eine pfiffige Möglichkeit einer Eigentums- oder Rechtsübertragung mit deutlich weniger Steuern?

Wäre notfalls ein lebenslänglicher, unentgeltlicher und nicht aufkündbarer Mietvertrag denkbar oder fallen hier auch Steuern an?

Für Ihre Mühe danke ich Ihnen sehr, da mich diese Frage derzeit existenziell beschäftigt.

Sehr geehrter Ratsuchender,

ein "unentgeltlicher Mietvertrag" wäre nichts anderes als die Verschleierung der Schenkung, bzw. des Wohnrechtes. Diese Idee wird Ihnen daher nicht viel weiter helfen.

Ggfs. könnte hier ein Vermächnis im Rahmen einer Erbschaft Ihnen weiter helfen (auch das Verwandtschaftsverhältnis kommt es beim Erbrecht, wohl aber bei der Erbsteuer an), wobei Sie durch Ihre Anfrage beim Sachbearbeiter natürlich auch "schlafende Hunde" geweckt haben.

Daher gehe ich bei dem Sachverhalt, den Sie schildern, zunächst von einer Steuerlast aus, SOFERN nicht zunächst nur ein Miteigentumsanteil (dessen Höhe dann innerhalb des Feribetrages liegen müsste) übertragen wird und dann dann immer nach Ablauf der Zeiten für die einzelnen Freibeträge wiederholt wird.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 08.02.2005 | 18:29

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

zuerst danke für Ihre schnelle(n) Reaktion(en). Es wäre nett von Ihnen, wenn Sie mir bitte noch erklären, was Sie mit "Vermächnis im Rahmen einer Erbschaft" genau meinen (in der Tat bin ich Alleinerbe der mit mir nicht verwandten Person - von einem "Vermächtnis" steht aber meines Wissens nichts in dem von jener Person selbst geschriebenen Testament - wie müsste man dies nachholen???) und ob die Eigentumswohnung auch gegen meinen Willen durch den Eigentümer verkauft werden könnte, wenn ich im Rahmen des Schenkungsfreibetrags nur zu einem kleinen Bruchteil Miteigentümer werde (oder kann ich dann dort, egal was kommen mag, in Ruhe wohnen und studieren, da die Wohnung mit meinem Namen im Grundbuch wohl unverkäuflich wäre).

1000 Dank und einen herzlichen Gruß!

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 09.02.2005 | 08:23

Wenn Sie Alleinerbe werden sollen, brauchen Sie ein Vermächnis nicht.

Sofern Sie als Miteigentümer im Grundbuchblatt eingetragen sind, kann die Wohnung ohne Ihren Willen nicht verkauft werden. Die künftige Erblasserin könnte aber (z.B. nach Streit) die Aufhebung der Gemeinschaft einklagen und dann die Wohnung verkaufen - Sie würden dann aber am Erlös beteiligt werden.

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