Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkung nach Testamenterstellung

| 15.04.2014 19:34 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Zusammenfassung: Auch wenn ein Erblasser ein Testament hinterlassen hat kann er sein Vermögen zu Lebzeiten verschenken.

Meine Oma ist im Aug.2013 verstorben und hat 2003 ein Notarielles Testament gemacht in dem ihre Tochter, deren Sohn und ich je zu einem Drittel Erben. Jedoch im Feb. 2010 war meine Oma mit ihrer Tochter bei der Bank und hat das Vermögen ihrer Tochter geschenkt.
Die Tochter ist jedoch im Okt.2013 ebenfalls verstorben und das Vermögen daß meine Oma ihrer Tochter 2010 geschenkt hat würde jetzt alleine der Sohn Erben ?
Ist das Testament von 2003 dadurch wirklich unwirksam ?
Mfg....

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

1.
Entgegen Ihrer Annahme ist das Testament Ihrer Oma aus de Jahr 2003 nicht unwirkam.

Wenn Ihre Oma ihr Vermögen zu Lebzeiten verschenkt hat, wozu sie befugt war, ist allerdings kein an die eingesetzen Erben zu verteilender Nachlass mehr vorhanden.

2.
Nach § 2052 BGB könnte eine Ausgleichspflicht in Betracht kommen, wenn wenn die Oma bei der Schenkung eine Ausgleichung angeordnet hat.

Davon gehen ich nach Ihre Schilderung jedoch nicht aus.

Ich bedauere, Ihnen keine günstigerere Nachricht gebe zu können.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Nachfrage vom Fragesteller 16.04.2014 | 17:40

Erstmal danke für die Antwort, nur hat meine Oma die im Aug.2013 verstorben ist die Schenkung an ihre Tochter, die dann im okt.2013 verstorben ist, im Jahr 2010 nur vorgenommen um mir, ihrer Enkelin, eins auszuwischen und unterstelle ihr somit Böswilligkeit. Meine Mutter, also die 2. Tochter meiner Oma ist 1976 bereits verstorben und ich müsste doch eigentlich deren Pflichtteil erhalten ? Bezüglich dieser Schenkung habe ich von einer 10 Jahres Regelung gehört.
In wie weit trifft das zu ?
Mfg...

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 16.04.2014 | 19:09

Sehr geehrte Fragestellerin,

zu Ihrer Nachfrage nehme ich wie folgt Stellung:

1.
Auch wenn Ihre Oma die Schenkung nur gemacht hat, um Ihnen eins auszuwischen, ändert dies leider nichts an der Rechtslage. Auch ein notarielles Testament hindert den Erblasser nicht daran, sein Vermögen zu Lebzeiten aus Böswilligkeit zu verschenken und damit das Testament auszuhöhlen.

Anders ist dies nur nach Abschluss eines Erbvertrages (§§ 2274 ff. BGB). Hier bestimmt § 2287 Abs. 1 BGB:
"Hat der Erblasser in der Absicht, den Vertragserben zu beeinträchtigen, eine Schenkung gemacht, so kann der der Vertragserbe, nachdem ihm die Erbschaft angefallen ist, von dem Beschenkten die Herausgabe des Geschenks nach den Vorschriften über die Herausgabe einer ungerechtfertigten Bereicherung fordern."

2.
Ein Pflichtteils- und Pflichtteilserganzungsanspruch sind leider auch nicht gegeben.

a)
Zwar wären Sie hinsichtlich Ihrer Oma nach dem Tod Ihrer 1976 verstorbenen Mutter gesetzlich erbberechtigt gewesen.

In erster Linie wäre Ihre Mutter als gesetzliche Erbin erster Ordnung erbberechtigt gewesen (§ 1924 Abs. 1 BGB), wenn sie noch gelebt hätte.

An die Stelle eines zur Zeit des Erbfalls nicht mehr lebenden Abkömmlings treten die durch ihn mit dem Erblasser verwandten Abkömmlinge (§ 1934 Abs. 3 BGB).

Dies sind Sie als Enkelin.

b.
Pflichtteilsberechtigt ist ein Abkömmling nach § 2303 Abs. 1 BGB aber nur, wenn er durch Verfügung von Todes wegen VON DER ERBFOLGE AUSGESCHLOSSEN ist.

Daran fehlt es hier. DennSie sind durch das Testament Ihrer Oma nicht von der Erbfolge ausgeschlossen worden, sondern im Gegenteil als Miterbin zu 2/3 Anteil eingesetzt worden.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt Moosmann

Bewertung des Fragestellers 18.04.2014 | 04:44

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Sehr schnelle und kompetente Antwort und sehr freundlich.
Wirklich weiter zu empfehlen.
"
Stellungnahme vom Anwalt:
FRAGESTELLER 18.04.2014 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 69224 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Sehr nette kompetente Anwältin Rasche Antwort Jederzeit wieder und sehr zu empfehlen. Danke für Ihre Hilfe ...
FRAGESTELLER
4,4/5,0
Schnelle Rückmeldungen, ich hoffe, die Hinweise bestätigen sich in der Praxis. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Die Antwort war prägnant, mit Gesetzestexten bzw. Urteilen unterlegt und sehr verständlich. Uns wurde bei der Entscheidungsfindung über die weitere Vorgehensweise damit sehr geholfen. Vielen Dank! ...
FRAGESTELLER