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Schenkung einer Wohnung - Wertsteigerung der Immobile - Ausgleichsplflicht Bruder

| 24.09.2015 21:33 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von


in unter 2 Stunden
Hallo,

ich habe 2013 von meinem Vater eine Wohnung geschenkt bekommen,
diese wurde ebenfalls im Jahr 2013 im nicht renovierten und nicht sanierten Zustand
von einem Gutachter auf 150.000€ - 180.000€ geschätzt. Ich habe die Wohnung anschließend auf eigene kosten für ca. 50.000€ renoviert / saniert.

Zu dem damaligen Zeitpunkt war mein Bruder noch Student und benötige / wollte noch keinen Ausgleich für die Wohnung die ich geschenkt bekommen habe.
Da die Immobilenpreise in den letzten 2 Jahren enorm gestiegen sind (Stuttgart), stellen wir uns die Frage welche Summe ihm jetzt zusteht.

Wenn man nach den gestiegenen Preisen für Immobilien nach Quatratmetern geht müsste die Wohnung jetzt ca. 225.000€ Wert haben.

Steht ihm dann jetzt die Summe von 225.000€ Euro zu da er seinen Ausgleich genau jetzt möchte?

Oder gilt hier der damals geschätzte Wert der Immobile von 150.000€ - 180.000€
In diesem Falle wäre wahrscheinlich eine Einigung auf die Mitte (165.000€) sinnvoll?

Danke
24.09.2015 | 22:15

Antwort

von


(81)
Bleidenstraße 2
60311 Frankfurt
Tel: 069-348742380
Web: http://kanzlei-franz.com
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Frage möchte ich wie folgt beantworten:


Aufgrund Ihrer Schilderung gehe ich davon aus, dass Ihr Vater seit der Schenkung nicht verstorben ist, sodass kein erbrechtlicher Fall vorliegt. Daher gilt das allgemeine Prinzip, dass Eltern mit Ihrem Vermögen verfahren können, wie sie es möchten. Die schenkungsweise Übertragung einer Immobilie zugunsten eines Kindes löst also keineswegs gesetzliche Ausgleichsansprüche der anderen Geschwister aus.

Solange Ihr Vater am Leben ist, könnte Ihr Bruder einen Ausgleichsanspruch allenfalls durch eine ausdrückliche vertragliche Regelung haben. Falls im Schenkungsvertrag beispielsweise vereinbart war, dass Ihrem Bruder ein finanzieller Ausgleich gewährt werden solle, so wäre dies verbindlich. Im Zweifel würde sich der Ausgleich dabei nach dem Zeitpunkt des Eigentumsübergangs bemessen (2013). Zweckmäßig wäre es dabei in der Tat, als Bemessungsgrundlage auf den Mittelwert von 165.000,00 EUR abzustellen.

Sofern ein Ausgleichsanspruch dagegen nicht vertraglich vereinbart wurde, steht eine Ausgleichszahlung in Ihrem freien Ermessen. Sollten Sie aus familiären Gründen zu einem Ausgleich bereit sein, so wäre es ebenfalls ratsam, auf den Wert zum Zeitpunkt der Schenkung abzustellen. Immerhin hätte Ihr Bruder seinen „Ausgleichsanspruch" bereits zu diesem Zeitpunkt geltend machen können.


Ich hoffe sehr, Ihnen mit meiner Antwort geholfen zu haben. Bei Unklarheiten stehe ich für eine Nachfrage gerne zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen
Christian D. Franz, Rechtsanwalt


Bewertung des Fragestellers 26.09.2015 | 10:32

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