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Schenkung einer Haushälfte

| 07.06.2017 11:59 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Stefan Pieperjohanns


Zusammenfassung: Die (Teil-)Schenkung einer Immobilie begünstigt den Empfänger und es fällt gegebenenfalls Schenkungssteuer an. Die Finazierungslasten der Immobilie werden nicht mit geschenkt. Nur die grundbuchliche Haftung bleibt unverändert.

2014 habe ich ein 2 geschossiges Wohnhaus mit Grundstück für 48.000 € erworben. Die Finanzierung wurde über ein Bankvorausdarlehen und einem damit verbundenen Bausparvertrag bei Schwäbisch Hall durchgeführt. Diese Finanzierung ist im Grundbuch gesichert.

Ich wohne in der Wohnung im OG, meine Partnerin im EG. Beide sind wir Rentner und wir haben uns Gedanken gemacht, dass meine Partnerin die Hälfte des Anwesens als Schenkung erwirbt, allerdings die Verpflichtung an Schwäbisch Hall werde ich weiterhin tragen.

Ziel dieses Vorhabens ist, dass die notwendigen Modernisierungs-maßnahmen – Dämmung, Kellerabdichtung etc. offiziell gemeinsam getragen werden sollen und auch eine Bezuschussung zu erhalten. Allerdings im Grundbuch verbleibt nach wie vor Schwäbisch Hall an 1. Stelle und 2 gleichberechtigte Eigentümer werden eingetragen.

Ich bitte um Beratung welche Möglichkeiten bestehen unseren Wunsch zu verwirklichen.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die von Ihnen gewünschte Beteiligung Ihrer Partnerin an der Immobilie ist relativ einfach zu gestalten. Die Schenkung einer Immobilie oder eines Miteigentumsanteils ist ein formpflichtiger Vertrag. Sie müssten also die Schenkung vor einem Notar erklären, damit Ihre Partnerin Miteigentümerin zu 1/2 wird.

Unabhängig von der Schenkung ist die Frage, wer für die Lasten (Schwäbisch Hall) persönlich haftet. Wenn nur Sie den Finanzierungsvertrag unterzeichnet haben, so bleibt es dabei. Ihre Partnerin wird durch die Schenkung nicht plötzlich gegenüber der Schwäbisch Hall verpflichtet. Allerdings haftet das Grundstück als Sicherheit in vollem Umfang und nicht nur Ihr Anteil. Sollten Sie also irgendwann nicht mehr zahlen können und die Immobilie versteigert werden, so trifft das auch Ihre Partnerin. Sie können versuchen, bei der Schwäbisch Hall eine Begrenzung der Grundschuld "nur lastend auf" Ihrem 1/2-Anteil zu erreichen, aber dem muss die Schwäbisch Hall nicht zustimmen.

Wenn Ihre Partnerin dem zustimmt, kann man im Schenkungsvertrag festlegen, dass die Schenkung nur mit der Verpflichtung auch Ihrer Partnerin zum Beitrag zur Sanierung/Unterhaltung der Immobilie gelten soll.

Problematisch an einer Schenkung sind allerdings die erheblichen Steuerlasten. Wenn ich Sie richtig verstanden habe, dann sind Sie nicht verheitratet. Dann besteht ein Freibetrag von 20.000 € für Ihre Partnerin. Der darüberhinausgehende Betrag ist mit 30% zu versteuern. Daneben entstehen noch Grunderwerbssteuer und es sind die Notarkosten zu begleichen.

Rein rechtlich ist die Schenkung wie gesagt nicht kompliziert. Für eine Vereinbarung einer Gegenleistung sollten Sie sich von einem Notar Ihrer Wahl beraten lassen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Rechtsanwalt

Pieperjohanns

Bewertung des Fragestellers 07.06.2017 | 13:57

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Stellungnahme vom Anwalt:
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