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Schenkung durch Notar vor Abgabe der Unterschrift der Verstorbenen


16.10.2007 21:11 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Guten Tag,mein Vater ist am 02.09.07 Verstorben und machte meine Mutter zur Alleinerbin.Kurz danach teilte mir meine Mutter mit das sie mir das Haus als Schenkung übereignen möchte damit es später keinen Streit gibt da sie wüsste das die anderen Kinder es nur wie sie sagte Verscherbeln wollen und meine Eltern wollten aber unbedingt das es in der Familie bleibt.Meine Schwester hat das auch von meiner Mutter so gesagt bekommen und Eingesehen und meinte auch sie wolle das Haus sowiso nicht weil es so blöde Treppen hätte.Nun machte meine Mutter einen Termin mit dem Notar und hat einen Schenkungs/Übertragungsvertrag fertig machen lassen komplett und hatten dann den Termin zum Unterschreiben.Der Termin war am 14.10.07 und meine Mutter ist in der Nacht zum 13.10.07 Verstorben ohne die Unterschrift geben zu können und ein Testament von meiner Mutter liegt nicht vor wir gingen ja davon aus das alles in Ordnung ist und Mama wider nach Hause kommt.Meine Schwester hat sich nun schon die ersten Sachen aus dem Haus geholt (Schmuckkasten,Bild usw.).Sie sagt zwar auch weiterhin das sie weiss ds ich das Haus ja bekommen habe aber sie will nun einen Anwalt nehmen und ich habe ja auch noch zwei Geschwister irgendwo und sie meinte sie wolle mal nachfragen was noch zu bekommen ist.Ich mache mir nun große Sorgen das Haus meiner Eltern verkaufen zu müssen und dem Wunsch meiner Eltern nicht nachkommen kann weil doch die andeen einen Pflichtteil fordern können und wie soll ich das bezahlen wenn das Haus 90.000 Euro Wert ist.Der Notar hat gesagt ich sollte in das Haus einziehen weil Mama das so wollte und wenn die Geschwister etwas erstreiten wollen sollte ich es darauf ankommen lassen.
16.10.2007 | 21:56

Antwort

von


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Sehr geehrter Ratsuchender,

vorab möchte ich Ihnen mein herzliches Beileid aussprechen zu diesem großen Verlust.

Leider habe ich hinsichtlich Ihrer Erbrechtssituation keine positiven Aussichten.

1.Sofern Ihre Mutter das Haus nicht notariell übertragen konnte, ist es auch leider nicht in Ihr Alleineigentum übergegangen, da die Schenkung noch nicht vollzogen wurde, §§ 518, 873ff, 925 BGB.
2.Nach Ihrer Schilderung gibt es kein Testament Ihrer Mutter. Das bedeutet, dass die gesetzliche Erbfolge eingreift. Sie und Ihre Geschwister sind zu gleichen Teilen erbberechtigt und bilden eine so genannte Erbengemeinschaft. Das bedeutet, dass auch das Haus zu gleichen Teilen an die Erben geht. Dabei ist der Wille Ihrer Eltern, dass das Haus nicht verkauft werden soll, nur beachtlich, sofern Sie sich mit Ihren Geschwistern über die Aufteilung und Auszahlung einigen können. Wenn eine Einigung nicht möglich ist, kann jeder Erbe auf eine Teilungsversteigerung klagen und damit den Verkauf des Hauses und die Aufteilung des Erlöses bestehen.
3.Als Erbe dürfen Sie das Haus in Besitz nehmen. Sofern kein Streit darüber besteht, wer das Haus bezieht, sollte das ohne weiteres möglich sein. Jedoch muss Ihnen bewußt sein, dass Sie möglicherweise das Haus nicht halten können, wenn Ihre Geschwister ihren Anteil geltend machen und Sie die Barmittel für die Auszahlung nicht aufbringen können.

Sollte Ihre Schwester oder Ihre Geschwister Ansprüche geltend machen, vertreten wir Sie gerne in dieser Angelegenheit.




Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen.
Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen selbstverständlich zur Verfügung.
Mit freundlichen Grüßen
Nina Heussen
Rechtsanwältin
Diep, Rösch & Collegen
Fürstenstraße 3
80333 München
Tel: (089) 89 33 73 11 / (089) 45 75 89 50

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Abschließend darf ich mir erlauben, noch auf Folgendes hinzuweisen:

Meine Auskunft bezieht sich nur auf die Informationen, die mir zur Verfügung stehen. Eine umfassende Sachverhaltsermittlung ist für eine verbindliche Einschätzung unerlässlich. Diese Leistung kann im Rahmen der Online-Beratung nicht erbracht werden.
Darüber hinaus können eine Reihe weiterer Tatsachen von Bedeutung sein, die zu einem anderen Ergebnis führen. Bestimmte Rechtsfragen wie z. B. die Frage der Verjährung oder von Rückgriffsansprüchen gegenüber Dritten etc., können mit dieser Auskunft nicht abschließend geklärt werden, da es hier auf die Details im Einzelfall ankommt. Ferner sind verbindliche Empfehlungen darüber, wie Sie Ihre Rechte durchsetzen können, nur im Rahmen einer Mandatserteilung möglich.


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