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Schenkung der Eltern im Zugewinnausgleich

26.06.2010 11:25 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich habe 1976 geheiratet. 1980 wurde unser erstes Kind geboren und 1983 wurden Zwillinge geboren. 1983 haben meine Eltern meinem Mann und mir ein Grundstück geschenkt um uns für einen Hausbau zu unterstützen. Die Schenkung wurde ins Grundbuch je zur Hälfte für meinen Mann und für mich, eingetragen mit dem Vermerk, dass der Grundstückspreis bei meinem Erbe abgezogen werden soll. Dies ist bei der Verteilung des Erbes dann auch geschehen. Im Vertrag wurde auch der gesetzliche Güterstand bestätigt.
2008 sind wir geschieden worden. Da das Haus erst kürzlich verkauft wurde muss der Zugewinnausgleich jetzt errechnet werden.
Meine Fragen:
Wie wird die Schenkung beim Zugewinnausgleich eingerechnet ?
Ist der damalige Grundstückspreis maßgebend oder der heutige?
Nach welcher Rechtssprechung wird verfahren im Hinblick darauf, dass sich die Rechtssprechung meines Wissens nach 2009 geändert hat?


Sehr geehrter Fragesteller:

gerne beantworte ich Ihre Frage ich auf Grund des dargelegten Sachverhalts wie folgt:

Frage 1:
Die Schenkung bzw. der damalige Wert wird dem Anfangsvermögen hinzugerechnet, der heutige Wert fällt in das Endvermögen. Unter Berücksichtigung des Inflationsausgleichs fällt damit in den Zugewinnausgleich nur der tatsächliche Wertzuwachs des Grundstücks.

Frage 2:
Entsprechend Antwort 1 sin beide Preise/Werte maßgeblich, der damalige Wert für das Anfangsvermögen, der heutige für das Endvermögen.

Frage 3:
Hinsichtlich dieser Ausführungen zur Grundstücksbewertung hat sich für Ihren Fall durch die Reform zum 1.9.2009 keine Änderung ergeben.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen einen ersten Überblick über die bestehende Rechtslage geben und Ihnen damit weiterhelfen.

Mit freundlichem Gruß

Michael J. Zürn
Rechtsanwalt

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