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Schenkung aus Ausland

| 30.08.2009 21:23 |
Preis: ***,00 € |

Generelle Themen


Beantwortet von

Rechtsanwalt Holger J. Haberbosch


Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin eine Ausländerin, welche seit 15 Jahren in Deutschland wohnt. Vor Kurzem wurde der Einbürgerungsantrag meines Mannes zugestimmt, und jetzt wollen wir eine Zukunft hier aufbauen.
Da wir in Deutschland bleiben, wollen mir meine Eltern, welche im Herkunftsland wohnen, eine Zuhause in Deutschland schenken. Das Elternhaus im Heimatland wird verkauft, und ich bekäme davon voraussichtlich 500 000 €.
Fragen:
1-Gilt dieser Freibetrag 400 000 € von jedem Elternteil auch für die Schenkungen aus dem Ausland?
2-Welche Dokumente/Nachweise sollte ich vorweisen, um die Geldsumme auf meinem Konto erklären zu können (falls das aus gesetzlichen Gründen nötig ist).
3- Sollte ein Schenkungsvertrag verfasst werden, wo sollten wir den Vertrag notariell beglaubigen lassen? In Heimatsland? Oder hier in Deutschland bei einer Besuchsreise von meinen Eltern?
4- Muss das Geld per Überweisung kommen, oder darf es in bar übergeben werden? Und in bar nach Deutschland bringen? Falls ja, benötige ich dafür wieder Nachweisen?(In meinem Herkunftsland gelten noch Devisenbeschränkungen, wonach man als Privatperson im Jahr nicht mehr als 10 000 Dollar nach Ausland überweisen!)
5- Würde die Summe auch für die Bemessung der Einkommenssteuersatzes herangezogen? Soll ich diese in meiner Einkommenssteuererklärung erwähnen?
Danke im Voraus

Sehr geehrte Fragestellerin,

ich möchte Ihre Fragen anhand des dargestellten Sachverhaltes und des ausgelobten Einsatzes wie folgt beantworten:

1. Der Freibetrag gilt auch für Schenkungen aus dem Ausland, da die Schenkung an sich, auf Grund der Tatsache, dass Sie als Inländer im Sinne des ErbStG gelten, als steuerpflichtig gilt.

2. Da Sie den Freibetrag geltend machen wollen, müssen Sie auch die Voraussetzungen des Freibetrages belegen können. Das heisst Sie sollten den Erhalt des Betrages, bspw durch Kontounterlagen belegen können und damit auch beweisen können, dass die Schenkung von Ihren Eltern erbracht wurde, möglicherweise wäre eine Abstammungsurkunde erforderlich.

3. Ein Schenkungsvertrag könnte sicherlich noch ein Beleg für die Herkunft des Geldes sein. Eine notarielle Beurkung benötigt es aber nicht. Eine Schenkung wird regelmäßig entweder durch notarielle Beurkundung wirksam, dies wird durch die Übergabe aber geheilt, so dass es einer Beurkundung hier nicht bedarf.

4. Einfacher wäre sicherlich die Überweisung. In Ihrem Herkunftsland ist es sicherlich noch schwieriger Bargeld ins Ausland zu verbringen als dies zu überweisen. In Deutschland besteht eine Anmeldepflicht für Beträge oberhalb von 10.000 € die in bar in das Land verbracht werden. Sollten Sie per Flugzeug einreisen, so müssen Sie vor dem Durchgang durch den Zoll per Formular den Geldbetrag anmelden und angeben woher das Geld stammt, wem es gehört und wohin die Reise geht. Hierzu empfielt es sich ebenfalls Nachweise über die Schenkung mitzuführen, beispielsweise den Schenkungsvertrag.

5. Für die Einkommenssteuer oder den Einkommenssteuersatz hat die Schenkung keinerlei Einfluss.

Bewertung des Fragestellers 01.09.2009 | 23:06

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