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Schenkung auf Grund einer Verfügung von Todes wegen

07.01.2014 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.


Zusammenfassung: Schenkungssteuer bei Schenkung auf den Todesfall

Guten Tag,
eine Patentante (nicht verwandt), Mexikanerin, verstarb Ende 2012. Als Gesellschafterin eines Investmentunternehmens auf den Cayman Islands, verfügte Sie im Falle Ihres Todes einen Geldbetrag aus diesem Investment an mich (nicht testamentarisch, sondern im Rahmen der Investmentgesellschaft). Ende 2013 überwies mir die Investmentgesellschaft nun das Geld auf mein Bankkonto.
Da ich dies nun zur Anzeige beim Finanzamt bringen muss, ergeben sich für mich folgende Fragen:
1. Welcher Zeitpunkt ist für die Schenkung festzustellen? Der Todestag der Tante (zu diesem Zeitpunkt wusste ich von der Schenkung noch nichts) oder der Tag der Übertragung an mich?
2. Ich erhielt die Vermögenswerte von dem Investmentunternehmen auf Grund einer Verfügung von Todes wegen, die die Gesellschafterin aus Mexiko der Gesellschaft erteilt hat. Somit gehe ich davon aus, dass ich bei den Angaben zum Schenker, auch dieses Unternehmen und nicht die Privatperson angeben muss. Richtig?
3. Für die Anzeige würde ich das Formblatt http://www.finanzamt.bayern.de/Informationen/Formulare/Weitere_Themen_A_bis_Z/Erbschaft-_und_Schenkungsteuer/Anzeige_einer_Schenkung.pdf verwenden oder sollte ich es besser formlos machen? Wenn ja, welche Angaben sollte ich dem Finanzamt mitteilen?
4. Bei welchem Finanzamt muss ich die Schenkung anzeigen? Da ich nicht davon ausgehen kann, dass die Schenkung schon einem deutschen Finanzamt gemeldet wurde und es somit vermutlich noch kein zuständiges Finanzamt gibt, würde ich es meinem Finanzamt melden. Ist das in Ordnung?

Mit Dank und Gruß

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


zu 1.

Die Frist beträgt "drei Monate nach erlangter Kenntnis von dem Anfall" (§ 30 Abs. 1 ErbStG)

zu 2.

Dies ist nicht zu beurteilen, ohne die Unterlagen einzusehen. Ich gehe aber davon aus, es sollte sich um eine Schenkung auf den Todesfall handeln. Dann sollte die Tante die Schenkerin sein.

zu 3. Sie können durchaus das Formular verwenden.

zu 4. Nach § 35 Abs. 2 S. 2 ErbStG sollten Sie beim für Ihren Wohnsitzbereich zuständigen Erschaftssteuerfinanzamt die Anzeige erstatten.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Abogado LL.M. Ernesto Grueneberg

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