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Schenkung-anschaffungsnahe Aufwendungen oder sofortigerAbzug

| 18.10.2010 18:29 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


in unter 2 Stunden

Mittels Notarvertrag Schenkungsversprechen 1993:Übernahme einer Immobilie bei Tod.
Ausgleichszahlung (€ 120000.-) an Miterben, 6 Monate nach Übernahme. Wert der Immobilie laut Gutachten €217000.-.
Übernahme der Immobilie Anfang 2007.Bis Ende 2007 war die Wohnung vermietet.Kündigung. Die folgenden Renovierungsarbeiten wurden eingeleitet und bis Ende 2009 durchgeführt.Es wurde ein Gesamtbetrag von € 110000 für die Renovierung ausgegeben.
Frage: Ist der Aufwand von € 110000.- nun anschaffungsnaher Aufwand oder kann dieser Betrag sofort von der Steuer abgezogen werden.

Vielen Dank



18.10.2010 | 19:31

Antwort

von


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Tel: 030 577 057 75
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Sehr geehrter Fragesteller:

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ich möchte anhand des geschilderten Sachverhaltes im Rahmen einer Erstberatung wie folgt beantworten:

Nach § 6 Abs. 1 Nr. 1 a EStG sind Aufwendungen für Instandsetzungs- und Modernisierungsmaßnahmen dann als anschaffungsnahe Aufwendungen zu aktivieren, wenn sie (1) innerhalb von drei Jahren nach Anschaffung des Gebäudes getätigt werden und (2) ohne Umsatzsteuer 15% der Anschaffungskosten des Gebäudes übersteigen. Lediglich Aufwendungen für Erweiterungen iSv § 255 Abs. 2 S. 1 HGB und Erhaltungsaufwendungen, die üblicherweise jährlich anfallen (z. B. Schönheitsreparaturen, Wartungsarbeiten), werden nicht in die Berechnung der 15%-Grenze einbezogen. Grundsätzlich sind für die Ermittlung der 15%-Grenze alle Maßnahmen an einem Objekt, inklusive der Beseitigung versteckter Mängel (EStR 6.4 Abs. 1), innerhalb der 3-Jahresfrist zusammenzurechnen. Ob Herstellungskosten auch bei Unterschreiten der 15%-Grenze oder nach Ablauf der 3-Jahresfrist vorliegen, richtet sich nach den allgemeinen Regeln zur Abgrenzung von Herstellungskosten und Erhaltungsaufwand (Koss in Jahres- und Konzernabschluss nach Handels- und Steuerrecht, 13. Auflage 2010, Anschaffungsnahe Aufwendungen, Rn. 85k).

Ob anschaffungsnaher Herstellungsaufwand vorliegt, ist für die ersten drei Jahre nach Anschaffung des Gebäudes in der Regel nicht zu prüfen, wenn die Aufwendungen für Instandsetzung (Rechnungsbetrag ohne USt) in diesem Zeitraum insgesamt 15 % der Anschaffungskosten des Gebäudes nicht übersteigen.

Anschaffung bedeutet im steuerlichen Sinne Übergang von Besitz, Gefahr, Nutzungen und Lasten. Nach Sachverhalt erfolgte dies Anfang 2007. Daher erfolgten die Maßnahmen innerhalb der 3-Jahres-Frist.

R 6.4 EStH 2009, Abs. 1 S. 2 sieht jedoch vor, dass bei teilentgeltlichem Erwerb des Gebäudes anschaffungsnahe Herstellungskosten nur im Verhältnis zum entgeltlichen Teil des Erwerbsvorgangs gegeben sein können.

Dies bedeutet, dass es ein entgeltlicher Erwerb in Höhe von 55,30% vorliegt.

Die angegebenen Kosten sollten auf jeden Fall höher sein als der Grenzbetrag für anschaffungsnahe Aufwendungen in Höhe von 15%
des Gebäudepreises.

Bei den Renovierungskosten anteilig in Höhe von 60.830 € (55,30 % von 110.000 €) handelt es sich daher um nachträgliche Herstellungskosten. Der Rest der Kosten, die auf den unentgeltlich erworbenen Anteil entfallen, können sofort als Erhaltungsaufwendungen abgezogen werden.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwalt Ernesto Grueneberg, LL.M.
Fachanwalt für Migrationsrecht

Bewertung des Fragestellers 18.10.2010 | 20:08

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