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Schenkung an gemeinnützliche Einrichtung (für Haustiere)

| 11.05.2017 11:48 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Guten Tag, wir dass sind meine Frau und haben uns gedacht unser Einfamilienhaus (eine Doppelhaus Hälfte) nach unserem Tod an eine gemeinnützige Stiftung zu übergeben. Wir haben 3 Erwachsene Kinder, wovon sich jedoch zu 2 seit seit Jahren kein Kontakt mehr besteht.
Wie verhält es sich mit dem Plichtteil, wir wollen festlegen, dass vom Verkaufs-
erlös desselben, durch die Stiftung eine einmalige Zahlung vom 40 - 50 % nur an unsere Tochter gezahlt wird.
Wäre dies möglich ?
Danke, mit freundlichen Grüßen Klaus-Dieter Schulz
11.05.2017 | 13:37

Antwort

von


(30)
Basselweg 92
22527 Hamburg
Tel: +49 40 54 75 38 12
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Vorab: Ihre Planung können Sie problemlos umsetzen.

Auch wenn Sie zu 2 Ihrer 3 Kinder seit Jahren keinen Kontakt mehr haben, so steht diesen Kindern dennoch ein Pflichtteilsanspruch zu (§2303 BGB).

Der Pflichtteilsanspruch ist ein Geldanspruch in Höhe der Hälfte des gesetzlichen Erbteils (§ 2303 Abs. 1 BGB) und beträgt demnach vorliegend 16,67% für jedes Ihrer erwachsenen Kinder, die Sie von der Erbfolge ausschließen wollen. Zusammengerechnet ergeben sich damit rund 34% des Nachlasswertes, über die nicht frei verfügt werden kann.

Zur Umsetzung Ihres Vorhabens empfehle ich Ihnen Folgendes:

Schließen Sie mit der gemeinnützige Stiftung einen Erbvertrag und setzen Sie darin die Stiftung als Alleinerbin ein (§ 2274 ff. BGB). Zugleich beschweren Sie die Stiftung in diesem Erbvertrag mit einem Vermächtnis (§ 2147 ff. BGB) zugunsten Ihrer Tochter in Höhe von 40 - 50% des Verkaufserlöses der Doppelhaushälfte bzw. in Höhe eines von Ihnen festgelegten Geldbetrages.

Dies hat rechtlich zur Folge, dass die Stiftung schuldrechtlich verpflichtet wird, den entsprechenden Erlös / Geldbetrag an Ihre Tochter zu zahlen. Zugleich ist die Stiftung als Alleinerbin verpflichtet, die Pflichtteilsansprüche Ihrer weiteren Kinder zu erfüllen.

Der Erbvertrag muss zwar notariell beurkundet werden - dieser erspart aber später die Notwendigkeit eines Erbscheins, dessen Kosten nicht zu unterschätzen sind.

Zugleich haben Sie bei Abschluss des Erbvertrages die Möglichkeit Ihre derzeit ggf. bereits bestehenden Nachfolgeregelungen (Berliner Testament) zu integrieren und zu aktualisieren. Zudem können Sie in diesem Vertrag - je nach Vertrauensverhältnis zu den für die Stiftung handelnden Personen - auch noch Testamentsvollstreckung anordnen.

Erbschaftsteuerliche Folgen sind vorllegend zu vernachlässigen, denn die gemeinnützige Stfitung erbt nach § 13 Abs. 1 Nr. 16 b Erbschaftsteuergesetz (ErbStG) ohnehin erbschaftsteuerfrei.

Die Ewerbe der Kinder als Pflichtteilsberechtigte bzw. Vermächtnisnehmerin sind zwar grundsätzlich nach § 3 Abs. 1 Nr. 1 ErbStG erbschaftsteuerpflichtig, jedoch sollten die hohen Freibeträge in Höhe von jeweils 400.000,- Euro die Steuerbelastung deutlich minimieren bzw. ganz vermeiden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Korthals
Rechtsanwalt


Rechtsanwalt Christian Korthals, Diplom-Finanzwirt (FH)

Nachfrage vom Fragesteller 13.05.2017 | 10:34

Guten Morgen, wir bedanken uns für die Rückanwort, insbesondere der Hinweis auf die 16% war sehr hilfreich. Nun noch kurz; falls es mit der Stiftung nicht klappen sollte und statt dessen ein Kind eingesetzt wird,würden dann die Prozentuale Aufteilung auch so aussehen ? Ich meine ob dieses Kind als Alein-erbe dann jeweils 16% an die anderen beiden zahlen muss ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.05.2017 | 11:23

Sehr geehrter Fragesteller,

so ist es - die Erbquote und damit auch die Pflichtteilsquote bestimmt sich hier allein nach der Anzahl der Abkömmlinge und ist damit in der vorliegenden Konstellation fix.

Setzen Sie also eines Ihrer 3 Kinder anstelle der Stiftung als Alleinerbe ein, müsste dieses Kind die Pflichtteilsansprüche seiner Geschwister in Höhe von jeweils 16% des Nachlasses erfüllen.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Korthals
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 13.05.2017 | 13:15

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"Die Beantwortung war sehr präzis, genau diese Anwort betraf unsere Frage und beantwortete dass was wir gesucht haben.
Dankeschön"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 13.05.2017
5/5,0

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