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Schenkung an Stiefkind?

| 14.03.2014 09:32 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Zusammenfassung:

Schenkung an Stiefkind

Wenn ich meine Freundin jetzt heirate, wird dann ihr bereits 45 jähriger leiblicher Sohn mein
Stiefkind?.. (er hat eine eigene Familie) und hat er dann einen Freibetrag von €400.000 wenn ich ihm ein Jahr nach der Heirat eine meiner Immobilien schenke?
Wie alt darf ein Mensch sein, um steuerlich als ein Stiefkind anerkannt zu werden?
Vielen Dank für eine qualifizierte Auskunft!

Christian M.

Sehr geehrter Herr M.,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:

Die Bezeichnung „Stiefkind" ist volkstümlich, aber kein Rechtsbegriff. Das Recht erfasst die Beziehung zwischen einem Kind und mit dem mit ihm nicht verwandten Ehegatten seiner Mutter oder seines Vaters als Schwägerschaft, § 1590 BGB . Die Schwägerschaft im Allgemeinen äußert nur geringe rechtliche Wirkungen(z.B.Aussageverweigerungsrecht).

Der Begriff "Stiefkind" wird nicht im Bürgerlichen Gesetzbuch (BGB), sondern nur in einigen Steuergesetzen verwendet, ohne dass diese ihn näher erläutern. Stiefkinder im Sinne des Steuerrechts sind nur Kinder des Ehegatten, die keine eigenen des Schenkers/Erblassers sind, d.h. klarstellenderweise, dass Kinder innerhalb eheähnlicher Lebensgemeinschaften keine Stiefkinder sind.

Wenn Sie ihre Freundin heiraten, wird also deren Sohn ihr Stiefkind, egal welches Alter er hat. Auch bei Stiefkindadoptionen als auch für normale Adoptionen wird ein Höchstalter nicht vom BGB vorgegeben.

Sie können ihrem Stiefsohn somit eine Immobilie schenken, die der Schenkungssteuer unterliegt. Die Schenkungssteuer ist dabei eine Ergänzung zur Erbschaftssteuer. Durch diese enge Verknüpfung soll sichergestellt werden, dass eine Umgehung der Erbschaftssteuer verhindert wird.

Aufgrund der Konnexität gelten die Freibeträge der Erbschaftssteuer entsprechend. Das bedeutet konkret, dass solange die Freibeträge nicht überschritten werden, keine Steuer für die Schenkung entrichtet werden muss. Stiefkinder werden Kindern erbschaftssteuerrechtlich gleichgestellt, siehe § 15 ErbStG . Sie werden daher unter Berücksichtigung der gleichen Freibeträge und Steuersätze wie leibliche Kinder besteuert.

Selbst wenn Sie sich wieder scheiden lassen würden, würde die Stiefkindeigenschaft nicht wieder entfallen. Nach der Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (Urteil vom 19.04.89 AZ: II R 27/86 ) bleibt man im Fall der Beendigung der Ehe des leiblichen Elternteils durch Tod oder Scheidung weiterhin im Verhältnis zu dessen Ehegatten ein Stiefkind, denn, so der BFH, sei der Fortbestand der Ehe für die Beziehungen, welche der Gesetzgeber als begünstigenswert ansieht, nicht abhängig.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 14.03.2014 | 12:26

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