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Schenkung an Sohn in USA

| 09.04.2017 16:51 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Wir würden gerne unseren Sohn beim Erwerb einer Eigentumswohnung in New York City mit einem Betrag von 200 000 Euro unterstützen. Dieser Betrag soll ihm gemeinschaftlich von beiden Eltern geschenkt werden. Das Geld befindet sich in Deutschland in unserem Privatvermögen und wir beabsichtigen es ihm zu überweisen.

Zu uns: wir sind ein deutsches Ehepaar und haben unseren Wohnsitz auch in Deutschland. Unser nun 30-jähriger Sohn (einziges Kind) ist ebenfalls Deutscher, lebt und arbeitet nun seit mehr als drei Jahren ständig in den USA. Vorher lebte er zwecks Studium in Großbritannien und anderen europäischen Ländern aber auch einige Monate in USA. Er hat seinen Wohnsitz in Deutschland im Januar 2011 aufgegeben

Die erste Schenkung erhielt er von uns vor über 20 Jahren.

Worauf ist bei dieser Schenkung insbesondere in steuerrechtlicher Hinsicht zu achten und was ist ggf. wo zu melden?
10.04.2017 | 10:39

Antwort

von


(83)
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Die rechtliche Grundlage für Schenkungen ist §516BGB.
„Eine Zuwendung, durch die jemand aus seinem Vermögen einen anderen bereichert, ist Schenkung, wenn beide Teile darüber einig sind, dass die Zuwendung unentgeltlich erfolgt."

Bedarf die Schenkung einer eindeutigen Willenserklärung, müssen gemäß § 518 BGB zudem Formvorschriften gewahrt werden. Das gilt insbesondere bei Immobilien.

Geldschenkungen an sich müssen nicht notariell beurkundet werden.
An und für sich würde ich solche eine Summe allerdings immer irgendwie vertraglich fixieren.

zum Steuerlichen:

Die Schenkungssteuer richtet sich zunächst danach, in welchem Beziehungsgrad Schenkender und Beschenkter zueinander stehen. Außerdem gilt sie ab einer Gewissen Schenkungsgröße.

◾Steuerklasse I: Ehegatten, Kinder, Stiefkinder, Enkel – sowie im Todesfall, nicht aber bei Schenkungen: Eltern und Großeltern
◾Steuerklasse II: Eltern, Großeltern, Geschwistern, Nichten, Neffen, Stiefeltern, Schwiegereltern und -kinder sowie geschiedene Ehegatten
◾Steuerklasse III: alle übrigen Schenkenden inklusive eingetragener Lebenspartner

In Ihrem Fall also gilt Steuerklasse I.

Nun sind aber jeweils Freibeträge(Höchstbeträge bis zu denen eine Schenkung steuerfrei bleibt) in den verschiedenen Kategorien zu berücksichtigen.

Momentane Freibeträge:
◾500.000 Euro: Ehegatten und eingetragene Lebenspartner
◾400.000 Euro: Kinder und Stiefkinder sowie Kinder verstorbener Kinder und Stiefkinder
◾200.000 Euro: Enkel
◾20.000 Euro: Geschwister, Stief- und Schwiegereltern, Nichten, Neffen, geschiedene Ehegatten und alle anderen Personen

Diese Freibeträge gelten bei einer Schenkung alle 10 Jahre.
Das bedeutet, dass in Ihrem Fall der steuerfreie Betrag bei 400.000,00 EUR liegt und da Sie eine Summe von 200.000,00 EUR zu schenken beabsichtigen, diese Summe nicht versteuert werden muss.

Zur ergänzenden Information: Im Normalfall versteuert der Beschenkte die Schenkung. Es kann aber auch auf Wunsch der Schenkende die anfallende Steuerzahlung übernehmen. Bei der Schenkung ist es dabei egal wo der Schenkende seinen Wohnsitz hat.
Auch wenn die Schenkung wie hier unter den persönlichen Freibeträgen liegt, sollte sie durch Schenker und Beschenkten beim zuständigen Finanzamt angezeigt werden. Die Anzeige sollte gemäß § 30 ErbStG innerhalb von drei Monaten nach erlangter Kenntnis von dem Vermögensfall beim für Erbschaftssteuer zuständigen Finanzamt am jeweiligen Wohnort eingehen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Sohn viel Erfolg und alles Gute.
Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen


Rechtsanwältin Vicky Neubert, Dipl.-Jur.

Nachfrage vom Fragesteller 10.04.2017 | 20:08

Sehr geehrte Frau Neubert,

herzlichen Dank für Ihre Ausführungen.

Gerne mache ich von der Möglichkeit der Nachfrage Gebrauch.
Sie schreiben:

"Bei der Schenkung ist es dabei egal wo der Schenkende seinen Wohnsitz hat."

Trifft das auch auf den zu Beschenkenden zu?
Wie ausgeführt lebt unser Sohn ja in den USA. Gilt auch in seinem Fall der in Ihren Aufführungen genannte Freibetrag?

Vielen Dank und freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 11.04.2017 | 09:22

Sehr geehrter Fragesteller,

Genau, das haben Sie richtig verstanden, es ist gleich, wo der Beschenkte seinen Wohnsitz hat, denn in den USA zahlt der Schenkende die Steuern.

Wenn Sie sich nicht auf eine Fernberatung verlassen möchten, was gerade aus Haftungsrechtlicher Sicht völlig nachvollziehbar ist, dann empfehle ich Ihnen gerade in Anbetracht der Summe, einen CPA einzuschalten. Ein CPA ist ein Certified Public Accountant und der US-amerikanische Berufstitel für US-amerikanische Wirtschaftsprüfer. Diesen einzuschalten hat den Vorteil für Sie, dass falls etwas schief gehen sollte, Sie diesen direkt in die Haftung nehmen können. Eventuell macht Sie das sicherer.

Mit freundlichen Grüßen

Vicky Neubert
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 11.04.2017 | 18:59

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"Frau Neubert hat die betroffenen Punkte unter Nennung der Paragraphen klar aufgezeigt und die Antworten auf unsere Frage wie auch auf unsere Nachfrage eindeutig und prägnant formuliert.

Ganz herzlichen Dank!"
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BEWERTUNG VOM FRAGESTELLER 11.04.2017
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