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Schenkung an KG - Freibeträge und Informationspflichten

27.08.2020 10:47 |
Preis: 100,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


13:07

Hallo,

mein Sohn und ich sind Inhaber einer vermögensverwaltenden KG. Mein volljähriger Sohn als Kommanditist ich als Komplementär.

Kapitalseitig sind wir mit jeweils 50% beteiligt.

Die Gewinnverteilung ist aber nach internen Gesellschaftervertrag wg der unterschiedlichen Verantwortlichkeiten (ich hafte voll mit privatem Vermögen und habe auch die Geschäftsführung) so ausgestaltet, dass 80% des Gewinns/Verlust bei mir anfällt und nur 20% bei meinem Sohn.

Mein Vater will nun der KG eine Schenkung von 400.000 Eur zukommen lassen.

Dazu folgende Fragen:
1. Wie verteilt sich die Schenkung hinsichtlich der Freibeträge (400.000 Eur bei mir 200.000 Eur bei meinem Sohn)? Richtet sich das nach den Kapitalverteilung oder nach der internen Gewinnverteilung lt. Gesellschaftervertrag?
2. Kann ich als Geschäftsführer die Schenkung annehmen oder ist dazu ein Gesellschafterbeschluss notwendig?
3. Muss ich den Schenker über die Regelungen der Gewinnverteilung des Gesellschaftervertrages informieren?

Viele Grüsse

27.08.2020 | 11:45

Antwort

von


(195)
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Sehr geehrter Fragesteller,

gerne möchte ich Ihre Frage auf der Grundlage Ihrer Angaben im Rahmen dieser Erstberatung wie folgt beantworten:

Die Kommanditgesellschaft selbst ist kein Steuersubjekt im Sinne des Erbschafts- und Schenkungssteuerrechts.

Das bedeutet, dass die jeweiligen Gesellschafter Zuwendungsempfänger der Schenkung sind. Soweit im Rahmen der Schenkung
keine Vereinbarung getroffen wird, wird das schenkweise übertragene Vermögen in der Bilanz der Gesellschaft auf einem gesamdhänderisch gebundenen Kapitalkonto erfasst. Daraus folgt, dass beide Gesellschafter gemäß ihrer Kapitalkonten, d.h. in Ihrem Fall 50/50 als Zuwendungsempfänger zu behandeln sind. Sowohl Ihrem Sohn, als auch Ihnen, sind jeweils 200 T€ EUR der Schenkung zuzurechnen.

Wenn andere Quoten gewünscht sind, müsste der Schenker festlegen, dass die Schenkbeträge auf gesellschafterbezogene Kapitalkonten zu buchen sind. So kann erreicht werden.

Sie als Komplementär vertreten die Gesellschaft. Dementsprechend sind Sie berechtigt die Schenkung anzunehmen. Dennoch empfehle ich einen Beschluss der Gesellschaft inkl. des Kommanditisten herbeizuführen.

Die interne Gewinnverteilung müssen Sie dem Schenker nicht mitteilen.
Für Rückfragen stehe ich Ihnen selbstverständlich gerne zur Verfügung

Herzliche Grüße



Michael B. Krämer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 27.08.2020 | 12:51

Hallo Herr Krämer,

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Ein Satz ist unvollständig:

"So kann erreicht werden."

Könnten Sie dies bitte noch ergänzen was im Fall der konkreten Weisung des Schenkers dann hinsichtlich Freibeträge erreicht werden kann.

Vielen Dank

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 27.08.2020 | 13:07

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne ergänze ich meine Ausführungen. Ich stehe Ihnen aber auch noch weiter per E-Mail (m.kraemer@mbk-office.de) für Rückfragen zur Verfügung. So kann erreicht werden, dass auch nur die vom Schenker festgelegten Quoten an die jeweiligen Gesellschafter als Schenkung zu qualifizieren sind.

Herzliche Grüße
Michael Krämer

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