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Schenkung? Verkaufen oder doch lieber vererben?

11.01.2010 20:24 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Dr. Danjel-Philippe Newerla


Hallo zusammen,

Meine Eltern (51) wollen mir ihr Haus (Baujahr 1922) mit Grundstück überschreiben, welches sie aber nicht bewohnen und auch nicht nutzen. Meine Freundin (23), mein kleiner Sohn (1), meine Großeltern (80), und ich (29) wohnen in diesen Zweifamilienhaus. Wir haben das Haus auf unsere Kosten saniert und modernisiert (neues Dach, neue Fenster, neue Heizung usw.).

Jetzt zur Frage, wie sollen sie mir das Haus am kostengünstigsten für beide Seiten überschreiben?
Schenkung? Oder doch lieber für einen symbolischen Wert verkaufen?
Aber da liegt wieder eine Teilschenkung vor. Oder Schenkung in Staffeln? Man müsste aber berücksichtigen das wir selber schon viel Geld in dieses Haus gesteckt haben. Ich weiß nicht ob irgendwelche Steuern gezahlt werden müssten.

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank zunächst für Ihre Anfrage!

Nachfolgend möchte ich gerne unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes sowie Ihrer Sachverhaltsschilderung zu Ihren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

In Ihrem Fall wäre es voraussichtlich das Beste, wenn Ihre Eltern Ihnen das Haus vollständig unentgeltlich schenken und auch so im Grundbuch überschreiben.

Es kommen nämlich zwei Steuerformen bei Ihnen in Betracht. Zum einen die Erbschaftsteuer und zum anderen die so genannte Grunderwerbsteuer.

Die Grunderwerbsteuer fällt immer dann an, wenn ein Erwerb, also der Kaufeiner Immobilie vorliegt. Die Schenkung eines Grundstücks an einen Ehegatten oder an die eigenen Kinder ist jedoch grundsätzlich von der Grunderwerbsteuer befreit, sodass Sie sich diesbezüglich keine Sorgen zu machen brauchen.

Der andere vorliegend relevante Punkt ist die Schenkungsteuer. Aber auch hierfür vorbrauchen Sie bei einer Schenkung seitens Ihrer Eltern grundsätzlich keine „ Angst“ zu haben.

So haben Sie nämlich als Kind einen Steuerfreibetrag in Höhe von 400.000.- €. Diesen Steuerfreibetrag können Sie grundsätzlich alle 10 Jahre geltend machen. Sofern das Grundstück weniger als 400.000.- € wert ist (es kommt insoweit auf den Verkehrswert an) kann die Schenkung in einem Stück erfolgen. Sollte das Grundstück mehr als 400.000.- € wert sein, so wäre zu überlegen, ob zunächst ein Teil des Grundstücks übertragen wird und nach Ablauf von 10 Jahren der andere Teil.

Auf diese Frage kommt es war im Endeffekt nicht mehr an, der Vollständigkeit halber möchte ich aber dennoch kurz darauf antworten. Sofern Sie lediglich einen symbolischen Kaufpreis an Ihre Eltern bezahlen, handelt es sich um eine so genannte gemischte Schenkung, sodass im Endeffekt zu mindesten auf den unentgeltlichen Teil Schenkungsrecht anwendbar wäre, sodass ich dann ebenfalls die Frage nach der Schenkungsteuer stellen würde.


Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung ermöglicht zu haben und wünsche Ihnen viel Erfolg und alles Gute!


Ich möchte Sie gerne noch abschließend auf Folgendes hinweisen:

Die von mir erteilte rechtliche Auskunft basiert ausschließlich auf den von Ihnen zur Verfügung gestellten Sachverhaltsangaben. Bei meiner Antwort handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes, die eine vollumfängliche Begutachtung des Sachverhalts nicht ersetzen kann. So kann nämlich durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen eine völlig andere rechtliche Beurteilung die Folge sein.

Ich hoffe, dass Ihnen meine Ausführungen geholfen haben. Sie können mich natürlich gerne im Rahmen der Nachfrageoption auf diesem Portal oder über meine E-Mail-Adresse mit mir Verbindung aufnehmen.


Ich wünsche Ihnen noch einen angenehmen Montagabend und einen guten Wochenstart!


Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/3088316


Nachfrage vom Fragesteller 11.01.2010 | 21:20

Das Haus hat einen geringeren Wert als 400 Tausend Euro.
Wenn ich Sie richtig verstehe fallen in meinen Fall dann nur Kosten für den Notar und für das Katasteramt an? Und im Falle einer Schenkung für mich und meine Eltern keine Steuern und sonstige Gebühren?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 12.01.2010 | 00:11

Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Nachfrage, die ich Ihnen sher gerne wie folgt beantworten möchte:

Sofern Ihre Eltern Ihnen das Hausgrundstück schenken, fallen außer den Notargebühren und den Gebühren für das Katasteramt/Grundbuchamt grundsätzlich keine weiteren Kosten, insbesondere keine Schenkungs- oder Grunderwerbssteuer an.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zu Ihrer Zufriedenheit beantwortet zu haben und wünsche Ihnen noch einen angenehmen Tag und alles Gute!

Mit freundlichem Gruß

Dipl.-Jur. Danjel-Philippe Newerla, Rechtsanwalt

Heilsbergerstr. 16
27580 Bremerhaven
kanzlei.newerla@web.de
Tel. 0471/3088132
Fax: 0471/3088316

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