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Schenkung Reihenhaus und danach Erbe

| 12.03.2020 14:00 |
Preis: 52,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Schenkung und Erbschaft innerhalb von 10 Jahren

Dez. 2015 wurde mir von meinem alleinstehenden Vater (Witwer) ein Reihenhaus (Wfl 95qm) mit Garage im Wert von ca. 450000 Eur mit notarieller Beurkundung geschenkt. Im Grundbuch waren keine finanziellen Lasten eingetragen. Der Vater hat sich alleiniges Wohnrecht auf Lebenszeit für die ganze Anlage (Haus+Garage) eintragen lassen. Mein Bruder hat beim Notar den Verzicht auf seinen Pflichtanteil an der Immobilie erklärt, da er vermögend ist. Im Okt.2017 ist mein Vater unerwartet verstorben und hat noch ein Sparbuch von ca. 400000 Eur hinterlassen, das ich mit meinem Bruder schon geteilt habe.
Ich bin dann nach dem Tod des Vaters selbst in das Reihenhaus eingezogen aber erst nach einigen Monaten, da ich zu dieser Zeit lebensbedrohlich erkrankt war.
Wie ist der gesamte Vorgang steuerlich zu bewerten? Muss ich für die Immobilie erstmal Schenkungssteuer bezahlen trotz Wohnrecht des Vaters und anschließendem Selbstbezug nach dem Tod des Vaters, da der Kinderfreibetrag von 400000 Euro überschritten ist?
Wird nach dem Tod des Vaters der Wert der Immobilie noch voll auf das gesamte Erbe für die Erbschaftssteuer mitgerechnet, oder gibt es da Abschläge für Wohnrecht und den zeitlichen Abstand (ca. 2 Jahre) zur Schenkung?
12.03.2020 | 18:26

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Frage darf ich Ihnen antworten wie folgt.
Nach dem Tod des Vaters werden gem. § 14 ErbStG alle Erwerbe, sei es aufgrund Schenkung, oder von Todes wegen, zusammen gerechnet und auf dieser Grundlage wird dann die Erbschaftssteuer ermittelt. Schenkungen, die älter als 10 Jahre sind, werden gar nicht mehr berücksichtigt, aber eine Abschmelzung o. ä. wegen der 2 Jahre zurück liegenden Zuwendung findet nicht statt.
Bei dem Hausgrundstück wird allerdings der Nießbrauch des Vaters berücksichtigt, indem der übliche Mietwert mit der statistischen Lebenserwartung multipliziert wird. Die statistische Lebenserwartung für einen Mann liegt derzeit bei 80 Jahren, wenn also der Vater 70 Jahre alt war, als er das Hausgrundstück übertrug, und der monatliche Mietwert liegt bei 1000 EUR, können Sie 120.000,-- EUR von dem Immobilienwert absetzen.
Dass Sie nach dem Tod des Vaters selbst in die Immobilie eingezogen sind, bringt keine Erleichterung, da die Steuerbefreiung nach § 13 Nr. 4c nur bei Erwerb durch Erbfall eingreift, nicht hingegen bei der Schenkung.
Ganz ohne Erbschaftssteuer werden Sie also bei meinem Rechenmodell nicht davon kommen.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Auskunft behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 13.03.2020 | 12:22

Vielen Dank für die ausführliche Stellungnahme.
Folgende Dinge sind mir noch unklar:
Muss ich die Zahlenwerte für die Berechnung des Wohnrechts in der Schenkungsteuererklärung beibringen
(also fiktive Mieteinnahmen, statistische Lebenserwartung, Kapitalwert) oder wird das vom Finanzamt eigenständig berechnet?
Die Schenkung der Immobile wird ja auf das Erbe angerechnet, da sie weniger als 10 Jahre zurück liegt.
Wird dazu der volle Verkehrswert der Immobile angenommen oder nur der Wert der Schenkung (also verringert um den Betrag des Wohnrechts) ? Man könnte ja argumentieren, daß nach dem Tode des Schenkers, die Immobilie nicht mehr mit dem Wohnrecht belastet ist.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 13.03.2020 | 12:38

Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Rückfrage darf ich Ihnen mitteilen, dass es immer lohnt, günstige Zahlenwerke in der Steuerererklärung anzugeben, damit sie der Beamte hoffentlich einfach so übernimmt. Sie müssen das aber nicht, das Finanzamt hat Rechtsgrundlagen, anhand deren es rechnet.
Die Schenkung wird mit dem Wert der Schenkung- also vemindert um das Wohnrecht - eingestellt, denn Sie haben sie ja zum Zeitpunkt der Schenkung erworben und nicht geerbt.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Ergänzung behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 13.03.2020 | 13:01

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