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Schenkung Immobilie - Auswirkung auf Pflichtteil, Ausgleichung, Testament

29.01.2018 13:54 |
Preis: 25,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Ingo Bordasch


Sachverhalt:
Mutter M hat Tochter T zu Lebzeiten eine Immobilie geschenkt. Neben der Tochter T gibt es noch zwei Geschwister A und B. Der Ehemann ist verstorben. Im notariellen Übergabevertrag steht unter Erbrechtliches:

a) Die Schenkung ist ausdrücklich nicht auf das gesetzliche Pflichteilsrecht des Erwerbers am Nachlass des Veräußerers anzurechnen.
b) Die Schenkung ist unter gesetzlichen Erben nicht zur Ausgleichung zu bringen.

Fall1:
Mutter macht kein Testament. Müsste die Tochter T unter irgendwelchen Umständen etwas an die Geschwister (A, B) wegen dem geschenkten Haus zahlen? Oder ist das Haus damit für die Geschwister A und B weg, da im Notarvertrag steht nicht zur Ausgleichung zu bringen ?

Fall2:
Mutter macht Testament. T und A sollen jeweils zur Hälfte erben. B wird enterbt, ist aber pflichteilsberechtigt. Müsste T unter irgendwelchen Umständen etwas an die Geschwister wegen dem geschenkten Haus zahlen oder ist dieses außen vor ?
Wie kann das Erbe von B minimiert werden ?

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Sehr geehrter Fragesteller,

in Anbetracht Ihres Einsatzes beantworte ich Ihre Fragen in der gebotenen Kürze.

Fall1:
T muss unter unter Umständen an die anderen Geschwister zahlen. Zwar nicht im Rahmen einer Ausgleichs, jedoch dann, wenn die Schenkung weniger als 10 Jahre vor dem Erbfall erfolgte und die Geschwister weniger als den Pflichtteil des fiktiven Nachlasses erben.

Fall2:
Erfolgte die Schenkung weniger als 10 Jahre vor dem Erbfall erhöht sich der Pflichtteilsanspruch von B, den die Erben zu leisten haben. Hinsichtlich A: siehe oben Fall 1.

Das Erbe von B kann minimiert werden, indem die Mutter B nicht als Erbe einsetzt. Der Pflichtteilsanspruch kann nicht minimiert werden. Der Pflichtteilsanspruch ist der Wert der Hälfte des gesetzlichen Erbteils.


Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass diese Plattform eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern ausschließlich dazu dient, eine erste überschlägige Einschätzung Ihres Rechtsproblems auf Grundlage der von Ihnen übermittelten Informationen von einem Rechtsanwalt zu erhalten.

Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen, mit der Beantwortung Ihrer Anfrage, einen ersten rechtlichen Überblick verschafft zu haben.

Für Rückfragen nutzen Sie bitte die Möglichkeit der kostenlosen Nachfrage.
Für eine weiterführende Interessenvertretung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
Rechtsanwalt

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Nachfrage vom Fragesteller 29.01.2018 | 15:07

Sehr geehrter Herr Bordasch,
vielen herzlichen Dank für Ihre schnelle Antwort.
Leider verstehe ich "für Ihre die Geschwister weniger als den Pflichtteil des fiktiven Nachlasses erben" nicht.
Könnten Sie dies bitte näher erläutern ?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 29.01.2018 | 16:02

Sehr geehrter Fragesteller,

bei einer Schenkung innerhalb von 10 Jahren vor dem Erbfall wird zur Berechnung des Pflichteilsanspruchs ein fiktiver Nachlasswert gebildet aus dem sich die Höhe des Pflichtteils errechnet. Dieser fiktive Nachlasswert ergibt sich aus der Summe des realen Nachlasswertes und der Schenkungen, soweit diese angerechnet werden.

Ist der Wert des Erbes geringer als der Pflichtteil der sich aus dem fiktiven Nachlasswert errechnet, hat auch der Erbe Pflichteilsansprüche gegen die anderen Erben oder die Beschenkten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Bordasch
- Rechtsanwalt -


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