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Schenkung Haus- Auszahlung Geschwister


20.03.2007 10:42 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Karlheinz Roth



Meine Mutter besitzt ein schuldenfreies Haus, das sie meinem Bruder überschreiben will.
Der Wert des Hauses wurde noch nicht geschätzt.
Wir sind drei Geschwister, mein Bruder soll es erhalten.
Wie errechnet sich dann der Betrag, den mein Bruder an mich und meine Schwester auszahlen muss? Gibt es dafür festgelegte Regelungen???

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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich auf der Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben wie folgt beantworte.
Durch Weglassen oder Hinzufügen weiterer Sachverhaltsangaben Ihrerseits kann die rechtliche Beurteilung anders ausfallen, so dass die Beratung innerhalb dieses Forums lediglich eine erste rechtliche Orientierung in der Sache darstellt und keinesfalls den Gang zu einem Kollegen vor Ort ersetzen kann.

Dies vorausgeschickt wird das Folgende ausgeführt:

Ich gehe davon aus, dass eine letztwillige Verfügung Ihrer Mutter, aus der sich die Alleinerbschaft Ihres Bruders ergibt, nicht vorliegt.

In diesem Fall sind - vorausgesetzt, es sind keine weiteren Erben vorhanden - Sie und Ihre Geschwister jeweils zu gleichen Teilen erbberechtigt.
Allerdings ist der Erbfall noch nicht eingetreten.

Wenn Ihre Mutter im Wege der vorweggenommenen Erbfolge das Grundstück Ihrem Bruder überträgt und er gleichzeitig zu Abfindungszahlungen an die beiden anderen Geschwister verpflichtet werden soll, können Sie mit Abfindungsleistungen rechnen.

Für den Fall, dass die Übertragung des Grundstücks im Wege der unentgeltlichen Zuwendung (Schenkung) erfolgt, wäre der Nachlass durch die lebzeitige Schenkung verringert und die durch das Pflichtteilsrecht garantierte Mindestbeteiligung am Nachlass Ihrer Mutter erheblich gemindert.
Dies wird durch einen Pflichtteilergänzungsanspruch nach § 2325 BGB ausgeglichen.
Dabei werden die Geschenke der letzten 10 Jahre dem beim Erbfall vorhandenen Nachlass hinzugerechnet und aus dem so erhöhten Wert die jeweiligen Pflichtteile errechnet. Wenn sich eine Differenz zum Pflichtteilsbetrag ergibt, hätte der Pflichtteilsberechtigte Anspruch auf Ergänzung.

Die Schenkung bleibt allerdings unberücksichtigt, wenn zur Zeit des Erbfalls 10 Jahre seit der Leistung des verschenkten Gegenstands verstrichen sind.

Hat Ihre Mutter die Absicht, dass alle drei Kinder zu gleichen Teilen berücksichtigt werden sollen, wäre es sinnvoll, dass Ihr Bruder im Übergabevertrag zu angemessenen Ausgleichs- bzw. Abfindungszahlungen verpflichtet wird.
Um angemessene Abfindungszahlungen ganz konkret benennen zu können, müsste zuvor ein Verkehrswertgutachten in Auftrag gegeben werden.

Nach Bestimmung des Verkehrswertes könnten dann im Übergabevertrag die Abfindungszahlungen festgelegt werden. Dies setzt allerdings das Einverständnis Ihrer Mutter voraus.

Ich hoffe, dass ich Ihnen in der Sache weiterhelfen konnte.
Für eine kostenlose Rückfrage stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung. Sollten Sie eine darüber hinausgehende Vertretung in Erwägung ziehen, empfehle ich Ihnen eine Kontaktaufnahme über die unten mitgeteilte E-Mail-Adresse. Einstweilen verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

Hamburg 2006
info@kanzlei-roth.de

Nachfrage vom Fragesteller 20.03.2007 | 12:36

Wenn man von dem Sachverhalt ausgeht, dass ein Übergabevertrag an meinen Bruder zustande kommt und er sich zur Abfindung von mir und meiner Schwester verpflichtet, wie setzt man dann die Höhe der Abfindung fest? Vielleicht anhand eines einfachen Rechenbeispiels bei einem Wert des Hauses von zB. 100000 Euro und zwei abzufindenden Geschwistern?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.03.2007 | 13:15

Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihren Nachtrag.

Bei einem Wert von EUR 100.000,00 wäre jeweils 1/3 als angemessene Abfindungszahlung (EUR 33.333,33) an die beiden verbliebenen Geschwister zu zahlen.


Mit freundlichen Grüßen
K. Roth
- Rechtsanwalt -

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