Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Schenkung Grundstück und weiterer Übertrag

| 03.05.2017 21:16 |
Preis: ***,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann


Zusammenfassung: Es liegt keine Ketten-Schenkung vor, wenn die Schwiegereltern ein Grundstück zuerst ihrer Tochter schenken und diese dann die Hälfte davon ihrem Ehemann schenkt. Es gelten dafür die jeweiligen Freibeträge von 400.000 bzw. 500.000 EUR für die Berechnung etwaiger Schenkungssteuer.

Vorhaben: bedingungslose Schenkung Grundstück Eltern an Tochter (Ehefrau) anschliessend gemeinsamer Bau der Eheleute. Daher gemeinsamer Grundbucheintrag angestrebt.Ist eine weitere Übertragung des Grundstücks zur Hälfte an den Ehemann am gleichen Tag des Übertrags Eltern auf Tochter mit steuerlichen Risiken verbunden oder kann auf das BFH-Urteil von 2010 vertraut werden? Und bleibt die Schenkung beim Zugewinn aussen vor?

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Wenn Sie Ihrer Tochter das Grundstück schenken, fällt Schenkungssteuer nur an, wenn der Freibetrag von 400.000 EUR überschritten wird. Es wird also auf den Wert des Grundstückes ankommen.

Eine hälftige Schenkung an den Ehemann durch seine Schwiegereltern hätte unweigerlich den Anfall von Schenkungssteuer zur Folge, denn dort liegt der Freibetrag nur bei 20.000 EUR.

Anders sieht es aus, wenn die Tochter ihrem Ehemann unmittelbar nach Übertragung des Grundstückes eine Hälfte schenkt.

Dies hat der Bundesfinanzhof am 18.07.2013 entschieden (nicht 2010). Denn wenn die Tochter nicht zur Weiterschenkung verpflichtet ist und die Eltern die Weitergabe des Miteigentumsanteils am Grundstück nicht veranlasst haben, handelt es sich nicht um eine sog. „Kettenschenkung", sondern es liegen dann zwei separate Schenkungen vor, für die die jeweiligen Freibeträge gelten (Urteil des BFH, Aktenzeichen II R 37/11). Unter Eheleuten beträgt der Freibetrag aber 500.000 EUR.

Bei einem Zugewinnausgleich bei Scheitern der Ehe bleiben die Schenkungen nicht außen vor, sondern erhöhen jeweils das Anfangsvermögen, sofern kein Rückforderungsanspruch besteht. Der Wertzuwachs während der Ehezeit wäre also als Zugewinn auszugleichen.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers 05.05.2017 | 09:35

Hat Ihnen der Anwalt weitergeholfen?

Wie verständlich war der Anwalt?

Wie ausführlich war die Arbeit?

Wie freundlich war der Anwalt?

Empfehlen Sie diesen Anwalt weiter?

"Die Antwort war präzise und hilfreich. Vielen Dank."
FRAGESTELLER 05.05.2017 5/5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 70509 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kurze, knackige Antwort - vielen Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Herr Wilking hat meine Frage zu 100% beantwortet und auch die Rückfrage noch bearbeitet. Was ich vor allem toll fand, dass dies alles innerhalb von zwei Stunden passierte und jetzt kommt es: An einem Sonntag! Herr Wilking, vielen ... ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Super Anwalt, jederzeit wieder! ...
FRAGESTELLER