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Schenkung / Darlehen an Dritte

| 01.07.2014 18:51 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von


20:27
Meine Oma hat mir 1 Jahr vor ihrem Tod eine Summe von 5.000,00 EUR für den Kauf eines Autos geliehen.

Da es kein Testament gibt, erben meine Mutter und ihr Bruder zu gleichen Teilen eine Summe von 8.000,00 EUR.

Es existieren kein Darlehnsvertrag und auch keine Vereinbarung über einen Zeitraum der Rückzahlung, lediglich der Überweisungsnachweis über die Summe und ein handschriftlicher Nachweis über bereits getilgte Zahlungen mit dem Vermerk "erlassen" bei der letzten Rate.

500,00 EUR wurden abgezahlt, der Rest wurde mir in einer mündlichen Vereinbarung mit meiner Oma erlassen und geschenkt. Diese Schenkung wurde von meinem Onkel angezweifelt und anteilig der Betrag von 2.250,00 EUR vom Erbteil meiner Mutter abgezogen.

Ist er im Fall eines Darlehns, aber auch bei einer Schenkung, dazu berechtigt?

Besten Dank im Voraus!
01.07.2014 | 19:37

Antwort

von


(2106)
Schwarzer Bär 4
30449 Hannover
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Sehr geehrte Fragestellerin,

wurde der Pflichtteilsanspruch dadurch gemindert, dass die Erblasserin noch zu Lebzeiten Vermögenswerte an Sie verschenkte, so haben die Pflichtteilsberechtigten gemäß § 2325 BGB einen sogenannten Pflichtteilsergänzungsanspruch.

Dies kann dann in Bezug auf die erlassenen
€ 4.500,00 als Schenkung auch gewertet werden, allerdings wohl nur in Höhe von 90% der Summe (€ 4.050,00), wenn zwischen der Schenkung und dem Tod der Oma bereits ein volles Jahr vergangen war (§ 2325 Absatz 3 BGB). Wenn nicht, verbleibt es bei den € 4.500,00.

Die Berechnung erfolgt, indem zunächst der tatsächliche Nachlass genommen wird (€ 8.000,00) und daraus die Pflichtteile berechnet werden (je € 2.000,00, da es hier auf den Pflichtteil ankommt und dieser die Hälfte des gesetzlichen Erbteils beträgt).

Sodann wird der fiktive Nachlass unter Zurechnung der Schenkung genommen (€ 13.000,00) und ebenfalls entsprechend geteilt (je € 3.250,00).

Dieser Betrag müsste allerdings über dem tatsächlichen Erbe von € 4.000,00 liegen, um einen Ausgleichsanspruch Ihnen gegenüber entstehen zu lassen, da dieser nur dann begründet ist, wenn das dem Erben Hinterlassene hinter der Hälfte des um die Schenkung erhöhten Wertes des gesetzlichen Erbteils zurückbleibt.

Eine solcher Abzug ist daher rechtswidrig, einerseits aufgrund der Berechnung und andererseits wäre Ihre Mutter auch gar nicht der Anspruchsgegner, sondern Sie selbst (§ 2329 BGB).

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall Hilfe brauchen sollten, stehe ich Ihnen selbstverständlich jederzeit zur Verfügung, da meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt


Nachfrage vom Fragesteller 01.07.2014 | 20:16

Vielen Dank für Ihre aufschlussreiche Antwort.

Da es sich aus Sicht meines Onkels jedoch um ein Darlehen handelt und er es entsprechend nicht als Schenkung ansieht, wäre es wichtig zu wissen, welche Auswirkungen ein Darlehen auf den Sachverhalt hätte.

Ich danke Ihnen vorab für die Beantwortung meiner Nachfrage.

Freundliche Grüße

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.07.2014 | 20:27

Sehr geehrte Fragestellerin,

wenn es sich um ein Darlehens gehandelt hätte, dann hätte Ihr Onkel zusammen mit Ihrer Mutter einen Rückzahlungsanspruch in Höhe der Darlehenssumme (€ 4.500,00), allerdings erst nach Darlehenskündigung mit einer Frist von 3 Monaten (§ 489 BGB).

Auf keinen Fall hat er das Recht, diese Summe von Ihrer Mutter zu fordern oder einzubehalten.

Bei weiteren Fragen oder wenn Sie bei diesem Fall weitere rechtliche Hilfe brauchen sollten, schreiben Sie mich bitte direkt per E-Mail an, da diese Plattform nur eine einmalige Nachfrage erlaubt, ich Ihnen aber auch weiterhin bei kostenfreien Nachfragen zur Verfügung stehen möchte und meine Kanzlei auch auf bundesweite Mandate ausgerichtet ist.

Mit freundlichen Grüßen

Hoffmeyer, LL.M.
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 01.07.2014 | 19:48

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