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Schenkung Bauplatz mit Nießbrauch: Steuerpflichtig? 10-Jahres-Frist? Bebaubarkeit?

| 25.01.2019 23:38 |
Preis: 100,00 € |

Hauskauf, Immobilien, Grundstücke


Beantwortet von


Zusammenfassung: Schenkung mit Nießbrauchsvorbehalt: Steuern und Pflichtteilsrecht

Ich (Vater) erwäge meinen Bauplatz (Wert ca. 100.000 €) mit Nießbrauch an mein Kind zu verschenken.
Möchte mir den Nießbrauch einräumen, da ich vielleicht noch darauf ein Haus bauen möchte
(Hintergrund Kind: Ausnutzung der Freibeträge alle 10 Jahre, Vater: Bebaubarkeit absichern).

3 Fragen:

1. Hat mein Kind durch den Nießbrauch steuerliche Nachteile, wenn (a) der Bauplatz bis zu meinem Ableben unbebaut bleibt bzw. wenn (b) darauf noch ein Haus gebaut wird solange der Nießbrauch besteht
(Idealerweise soll die Schenkung trotz Nießbrauch komplett steuerfrei erfolgen - für mich und mein Kind).

2. Beginnt die 10-Jahres-Frist für die Schenkung auch mit dem Nießbrauch bei (a) Sicht auf den Pflichtteilsanspruch bzw. bei (b) Bei der Berücksichtigung von Freibeträgen
(Idealerweise hat mein Kind nach 10 Jahren ab jetzt auch mit der jetzt nießbrauch-behafteten Schenkung wieder den kompletten Freibetrag verfügbar).

3. Besteht durch den Nießbrauch uneingeschränktes Bebauungs- und Bezugsrecht im Falle einer Bebauung durch den Vater? Muss das Kind einer Bebauung zustimmen (Idealerweise verhält es sich hierbei so, wie wenn das Grundstück noch dem Vater gehören würde).

Danke vorab.

Einsatz editiert am 26.01.2019 10:25:04
27.01.2019 | 16:45

Antwort

von


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Sehr geehrter Fragesteller,
auf Ihre Fragen darf ich Ihnen antworten wie folgt.
1. Das Kind hat durch den Nießbrauch definitiv keine steuerlichen Nachteile, wenn es nicht zur Bebauung kommt. Wenn es zur Bebauung kommt, können sich steuerliche Nachteile ergeben, wenn dadurch der Wert des Grundstücks über den Freibetrag für Kinder, der bei 400.000,-- EUR liegt, erhöht wird. Auch der Wertzuwachs durch Bebauung ist eine Zuwendung, wenn sich das Kind an den Baukosten nicht beteiligt.

2. Die 10 - Jahresfrist beginnt mit Blick auf einen Pflichtteilsanspruch erst, wenn der Nießbrauch gelöscht wird. Denn durch den Nießbrauch behalten Sie sich letztlich das wirtschaftliche Verfügungsrecht über das Grundstück vor. Nach der Rechtsprechung des BGH beginnt dann die 10 - Jahresfrist für den Pflichtteilsanspruch nicht zu laufen, wenn durch die Gestaltung der Schenkung die wirtschaftliche Situation nicht verändert wird.
In Hinblick auf die Freibeträge für die Schenkung ist der Nießbrauch unschädlich, es sei denn, dessen Nutzung führt zu einer Wertsteigerung für das Grundstück, s. o.

3. Sie können den Nießbrauch so gestalten, dass Ihnen das uneingeschränkte Verfügungsrecht über die Nutzung des Grundstücks verbleibt. Der Nießbrauch sollte dann mit diesem Inhalt auch in das Grundbuch eingetragen werden und es ist Sache des Notars, eine unzweideutige Formulierung zu finden, die Ihren Vorstellungen über die gewünschte Rechtsalge entspricht.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit diesen Auskünften behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin


Nachfrage vom Fragesteller 31.01.2019 | 23:45

Sehr geehrte Frau Brümmer,
besten Dank für Ihre Antworten.
Ich habe soweit fast alles verstanden und daher nur noch eine (1) Nachfrage.
Wenn ich den Bauplatz OHNE Nießbrauch an mein Kind verschenke...
und ich dann nach 9 Jahren bzw. 11 Jahren ein Haus darauf baue
(das Kind beteiligt sich nicht an den Baukosten)
ist dies dann auch eine Zuwendung die berücksichtigt wird
(d.h. in die Berechnung Freibeträge einfließt)?
Oder sind das halt "normale Ausgaben des Vaters"
die beim Kind unberücksichtigt bleiben
(d.h. KEINE Schenkung an das Kind sind).
Vielen herzlichen Dank.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 01.02.2019 | 13:20

Sehr geehrter Fragesteller,
wenn Sie auf das Grundstück Ihres Sohnes ein Haus bauen, ist das eine Schenkung, die in die Berechnung der Freibeträge mit einfließt, Denn das Haus steht dann im Eigentum des Sohnes, der dieses als Grundstückseigentümer erwirbt und der Wert des Grundstücks wird hierdurch erhöht.
Ich hoffe, ich konnte Ihnen mit dieser Ergänzung behilflich sein.
Mit freundlichen Grüßen
Andrea Brümmer
Rechtsanwältin

Bewertung des Fragestellers 02.02.2019 | 14:39

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