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Schenkung, Auszahlung Geschwister

30. Januar 2022 17:07 |
Preis: 50,00 € |

Erbrecht


Meine Mutter möchte das Haus im Rahmen einer Schenkung an mich übertragen. Dabei soll ein Wohnrecht bis zum Tode weiterhin bestehen.
Mein Bruder soll eine Ausgleichszahlung erhalten.

Zahlen und Fakten:
Verkehrswert. 340.000 €
Geburtsjahr der Mutter: 1959

Ich habe diese Frage hier schon einmal gestellt. Dabei wurde folgender Betrag ausgerechnet:

Die Schenkung wird vermindert durch das Wohnrecht, dieses bestimmt sich nach der ortsüblichen Miete und dem Alter, so wie einer Abzinsung. Bei einer ortsüblichen Kaltmiete von 400,00 € und einer Abzinsung von 1% beträgt das Wohnrecht ca. 90.000,00 €, dieser Betrag wird vom Wert des Hauses abgesetzt und es ergibt sich einen Wert von 250.000,00 € und dem Bruder würde dann als Pflichtteilsergänzungsanspruch ¼, somit 62.500,00 € zustehen.


Ich habe bereits Kontakt zu hiesigen Notar aufgenommen. Dieser legt folgende Berechnung zu Grunde.

Verkehrswert der Immobilie gemäß Gutachten: 340.000,00 €

abzüglich des Werts des Wohnungsrechts
Jahreswert des Wohnungsrechts nach Ihren Angaben:12 Monate x 400,00 €/ Monat = 4.800,00 €
Kapitalwert des Wohnungsrechts
(Lebenserwartung einer 62jährigen Frau: 23,56 Jahre, entspricht einem Kapitalwert von) x 13,390

Wert des Wohnungsrechts: - 64.272,00 €

Unentgeltlicher Teil: 275.728,00 €

Wenn Sie beide „gleichgestellt" werden sollen, müsste sich die Herauszahlung dementsprechend auf einen Betrag in Höhe von (275.728,00 € : 2 =) 137.864,00 € belaufen.


Aufgrund dieser Berechnung bin ich nun verunsichert. Was muss ich meinem Burder auszahlen? 1/4 oder 1/2 des unentgeltlichen Teils?

Sehr geehrter Fragesteller,



Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen wie folgt beantworten:


Zunächst einmal: Sie müssen Ihrem Bruder zum jetzigen Zeitpunkt nichts auszahlen, wenn Ihre Mutter Ihnen die Immobilie ohne eine entsprechende Verpflichtung überträgt. Ihre Mutter kann ihr Vermögen nach Belieben verschenken und muss mehrere Kinder nicht gleichmäßig bedenken.

Erst im Todesfall Ihrer Mutter kann es zu einem Ausgleich kommen: Wenn zwischen Schenkung und Tod weniger als zehn Jahre vergangen sind, kann Ihr Bruder unter Umständen einen Pflichtteilsergänzungsanspruch aufgrund der Schenkung geltend machen. Hier geht es dann nur um ein Viertel des übertragenen Vermögenswertes. Mit jedem Jahr, das zwischen Schenkung und Tod vergeht, schmilzt das Gesetz den Wert der Schenkung um 10 % ab.

Nur wenn Ihre Mutter sich den Wohnvorteil an mindestens der halben Wohnfläche vorbehält (aufgrund der geringen Miete gehe ich nicht davon aus), beginnt die Frist nicht zu laufen.

Wenn Ihre Mutter also nur einen kleineren Teil der Immobilie bewohnt und noch zehn Jahre nach der Übertragung lebt, erhält Ihr Bruder gar nichts. Im Hinblick auf das Alter Ihrer Mutter ist diese Möglichkeit alles andere als unwahrscheinlich.

Wenn es aber der Wunsch Ihrer Mutter ist, beide Kinder gleich zu behandeln, ist die hälftige Auszahlung nach Abzug des Wohnrechts die richtige Berechnung.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.


Mit freundlichen Grüßen aus Wunstorf


Anja Holzapfel
-Rechtsanwältin-

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