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Schenken ins Ausland

14.11.2016 14:46 |
Preis: ***,00 € |

Erbrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Anja Merkel, LL.M.


Zusammenfassung: Für Sie ist Erbschaftssteuer in Deutschland angefallen, weil Ihr Vater, welcher Sie beerbt hat, deutscher Staatsangehöriger gewesen ist und seinen letzten dauerhaften Wohnsitz in Deutschland hatte, vgl. § 2 Abs.1 Nr. 1a ErbStG. Sie als Tochter können einen Freibetrag von 400.000 Euro geltend machen,

Ich bin deutsche Staatsbürgerin und seit 20 Jahren im Ausland (EU-Land) wohnhaft. Mein Mann ist Staatsangehöriger dieses EU-Lands, also kein Deutscher.

Nun habe ich nach dem Tod meines Vaters (Deutscher, der in Deutschland wohnhaft war) eine größere Summe Geld geerbt. Eine Schenkungssteuer wie in Deutschland gibt es in dem EU-Land , in dem ich lebe, nicht.

Wenn ich die Hälfte meines geerbten Vermögens meinem Ehemann schenke, was gilt dann in Bezug auf Schenkungssteuer und Freibeträge. Für mich als Schenker gilt ja wohl ein Freibetrag von 500.000:- Euro. Aber was gilt für den Beschenkten, wenn dieser nicht deutscher Staatsbürger ist und nicht in Deutschland seinen dauerhaften Aufenthalt hat?

Mit freundlichen Grüßen

M.A.

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Sehr geehrte Ratsuchende,

ich beantworte Ihr Anliegen aufgrund Ihrer Angaben folgendermaßen:


Aber was gilt für den Beschenkten, wenn dieser nicht deutscher Staatsbürger ist und nicht in Deutschland seinen dauerhaften Aufenthalt hat?

Dann gelten die Gesetze des Staates, dessen der Beschenkte angehört, bzw. wo er dauerhaft wohnt.

Für Sie ist Erbschaftssteuer in Deutschland angefallen, weil Ihr Vater, welcher Sie beerbt hat, deutscher Staatsangehöriger gewesen ist und seinen letzten dauerhaften Wohnsitz in Deutschland hatte, vgl. § 2 Abs.1 Nr. 1a ErbStG. Sie als Tochter können einen Freibetrag von 400.000 Euro geltend machen, vgl. § 16 Abs.1 Nr.2 ErbStG.

Wenn Sie dann von Ihrem besteuerten Erbvermögen Ihrem Mann einen Teilbetrag schenken, so wäre dieser Vorgang nach deutschem Recht zu versteuern, wenn Schenker oder Beschenkter deutscher Staatsangehöriger ist, bzw. den dauerhaften Aufenthalt in Deutschland unterhält. Für Sie als deutsche Staatsangehörige wäre die Schenkung vor dem deutschen Fiskus relevant, wenn Sie sich nicht länger als fünf Jahre dauernd im Ausland aufgehalten haben, ohne im Inland einen Wohnsitz zu haben. Da Sie schreiben, dass Sie seit 20 jahren im Ausland leben, wäre der Schenkungsvorgang nicht nach deutschen Recht zu besteuern.



Ich möchte Sie darauf hinweisen, dass dieses Forum eine ausführliche und persönliche Rechtsberatung nicht ersetzen kann, sondern vor allem dafür gedacht ist, eine erste rechtliche Einschätzung zu ermöglichen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen könnte die rechtliche Beurteilung Ihres Anliegens anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen eine erste rechtliche Orientierung gegeben zu haben.

Beste Grüße

Anja Merkel, LL.M.
Rechtsanwältin

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