Hilfe & Kontakt
Schnell einen Anwalt fragen:
 Antworten,  Anwaltsbewertungen
480.523
Registrierte
Nutzer
Anwalt? Hier lang

1
 
Frage Stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage Stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Scheinselbständigkeit


02.12.2013 00:40 |
Preis: ***,00 € |

Sozialversicherungsrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sven Kienhöfer



seit dem November 2007 bin ich bei Konzern X Deutschland GmbH als Freiberufler – IT Berater beschäftigt.
Zwischen 2007 – 2010 durch Vermitlung von Firma A, Firma B und Firma C.
Ab 2011 durch Firma D wurde ich bis jetzt (ende 2013) weiter für Konzern X Deutschland GmbH vermitelt.
Dann seit 2007 arbeite ich verschiedene Projekte für das gleiche Konzern X Deutschland GmbH, gleiche Abteilung, 8 Stunde pro Tag, mit Stundennachweise und stepele ich täglich.
Ist das Scheinselbständigkeit? Ist das Konzern X Deutschland GmbH schuldig für diese Situation? Konzern X war niemals direkt mein Auftragsgeber. Was soll ich machen?
Danke
Sehr geehrter Fragesteller,

vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund Ihrer Angaben gerne wie folgt beantworten möchte:

In der Tat spricht in Ihrem Fall viel für eine Scheinselbstständigkeit. Die Frage, ob Sie rechtlich als Scheinselbstständiger anzusehen sind, wird nicht durch Regelungen in Ihrem Arbeitsvertrag, sondern immer aufgrund objektiver Kriterien festgestellt. Per Definition liegt Scheinselbstständigkeit dann vor, wenn ein Erwerbstätiger formal als Selbstständiger auftritt, tatsächlich aber eine abhängig beschäftigte Person ist.

Dies trifft bei Ihnen zu. Dass Sie im Konzern X seit Jahren eine projektbezogene Tätigkeit ausführen, ändert an der vorgenommenen Einschätzung nichts. Ihre Tätigkeit für den Konzern war nicht von vorne herein zeitlich begrenzt und dauert außerdem schon wesentlich länger als 1 Jahr.

In Ihrem Fall ist der Arbeitgeber aus meiner Sicht verpflichtet, Sie unverzüglich anzumelden. Sie sollten dies in Ihrem eigenen Interesse auch einfordern. Es dürfte auch noch eine Möglichkeit darstellen, vorab bei der Clearingstelle der Deutschen Rentenversicherung ihren sozialversicherungsrechtlichen Status überprüfen und festlegen zu lassen.

Bei Vorliegen einer offensichtlichen Scheinselbständigkeit sind Sie dann vom Konzern X in den Status eines Arbeitnehmers zu bringen, d.h. bei einer Krankenkasse anzumelden, die Sozialversicherungsbeiträge zu bezahlen und die Steuer abzuführen.

Unter Umständen sind die Versicherungsbeiträge nachzuzahlen, was auch ausdrücklich die Anteile eines Arbeitnehmers betrifft. Steuerlich haften sowohl der Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer für die Nachzahlungen.

Zusätzlich würde ich Ihnen parallel zum Verfahren vor der Clearingstelle empfehlen, einen Rechtsanwalt direkt mit der Wahrnehmung Ihrer Interessen zu beauftragen, damit dieser die anfallende Korrespondenz übernehmen kann.

Ich hoffe, diese Ausführungen haben Ihnen bei Ihrem rechtlichen Problem weitergeholfen. Für eine weitere Beratung stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwaltskanzlei
Sven Kienhöfer

Rechbergstr. 22
73550 Waldstetten
Telefon: 07171/8709925
Fax: 07171/8709926
E-Mail: info@rechtsanwalt-kienhoefer.de
Web: www.rechtsanwalt-kienhoefer.de
Web: www.ruecktritt.autokauf.de


FRAGESTELLER 30.12.1899 /5.0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 60176 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Kompetent und verständlich besten Dank ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Besten Dank!!! ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen herzlichen Dank für die ausführliche Beantwortung meiner Frage! ...
FRAGESTELLER