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Scheidungsverfahren/Vaterschaftsanerkennung mit polnischer Staatsangehörigen


20.02.2006 15:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Sehr geehrte Damen und Herren,

folgender Sachverhalt macht mir und meiner Freundin zur Zeit ein wenig Sorgen.

Meine Freundin ist polnische Staatsangehörige und lebt seit Anfang 1998 ununterbrochen in Deutschland.
Sie hat Ende 1998 einen deutsche Mann geheiratet.
Die Ehe wurde in Deutschland geschlossen.

Diese Ehe wurde in 01/2003 rechtskräftig geschieden.

Nun möchten wir im Oktober 2006 (nicht zuletzt dadurch, dass wir Nachwuchs erwarten) heiraten.
Das Standesamt in unserem Heimatort teilte uns mit, dass wir als Unterlagen u. a. eine Anerkennung der Scheidung durch die polnischen Behörden benötigen.
Nachdem wir in Polen vorstellig geworden sind, teilt man uns dort mit, dass meine Freundin in einem erneuten Gerichtsverfahren in Polen geschieden werden muss, eine einfache Anerkennung des deutschen Scheidungsurteils nicht möglich ist.
Angeblich, da die Scheidung bereits in 2003 vollzogen wurde (also vor Eintritt Polens in die EU).

Dieses ist für uns nicht nachvollziehbar und es stellt sich die Frage, ob dem wirklich entspricht.

Und wenn dem so ist, was ist dann mit unserem Nachwuchs. Bekommt dieser automatisch die polnische Staatsangehörikeit und der ehemalige Ehegatte ist (zumindest vor dem Gesetz) der Vater und ich muß die Vaterschaft anfechten?

Können Sie uns hier irgendwie weiterhelfen?
Wäre sehr nett, wenn Sie zu diesem Sachverhalt Stellung nehmen könnten.
Vielen Dank.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

vielen Dank für Ihre Anfrage.

Ihre Freundin benötigt einen Nachweis der polnischen Behörden, dass von dort einer Eheschließung keinerlei Bedenken entgegenstehen. Bedenken könnten sich aus der früheren Ehe Ihrer Freundin ergeben, deren Scheidung in Polen bislang offensichtlich nicht anerkannt ist. Die Art und Weise, wie diese Anerkennung erreicht werden kann, richtet sich allin nach polnischem Recht. Verlangt das polnische Recht hierfür ein aufwendiges Verfahren, dann müssen Sie dies leider betreiben. Sie können zuvor noch einmal beim Standesamt vorsprechen und die Schwierigkeiten bei der Erlangung der Anerkennung schildern. Möglicherweise sieht das Standesamt dann von dem Erfordernis der Beibringung dieser Anerkennung ab.

Was Ihr Kind anbetrifft, kann ich Sie beruhigen. Es gilt auch nach dem Gesetz nicht als Kind des geschiedenen Ehemannes Ihrer Freundin, da es erst nach Beendigung der Ehe entstanden ist. Damit es juristisch als Ihr Kind gilt, müssen Sie die Vaterschaft anerkennen. Dies können Sie beim Standesamt oder Jugendamt erledigen. Erkennen Sie die Vaterschaft an, führt dies zudem dazu, dass das Kind mit der Geburt - neben der Staatsangehörigkeit seiner Mutter - auch Ihre Staatsangehörigkeit erwerben wird.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen weiterhelfen. Für eine Nachfrage stehe ich Ihnen gern zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Nachfrage vom Fragesteller 21.02.2006 | 20:52

Sehr geehrte Frau Laurentius,

vielen Dank für Ihre schnelle Antwort.

Eine Nachfrage zu dem Kind hätte ich noch.
Dieses würde so auch gelten, auch wenn die polnischen Behörden die Scheidung noch nicht anerkannt haben, das Verfahren aber in Polen am Laufen ist?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 22.02.2006 | 10:15

Was das Kind anbetrifft, ist allein das deutsche Recht einschlägig. Da Ihre Freundin nach deutschem Recht rechtskräftig geschieden ist, gilt daher das Kind weder als Kind des geschiedenen Ehemannes Ihrer Freundin noch hat die frühere Ehe Ihrer Freundin insoweit irgendwelche anderen Auswirkungen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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