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Scheidungsfolgevereinbarung Anwaltgebühr.


| 19.12.2012 16:48 |
Preis: ***,00 € |

Anwaltsrecht, Gebührenrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Daniel Hesterberg



Sehr geehrter Herr Anwalt ,sehr geehrte Frau Anwältin,Guten Tag
Folgende Situation:Ich und mein Mann hatten vor uns einvernehmlich scheiden zu lassen.Ich habe ein Anwalt aufgesucht und ihm das mitgeteilt,dazu die Vermögenverhältnise.Ebenfalls unsere Absicht eine notarielle Scheidungsfolgenvereinbarung aufsetzten zu lassen,betreff: Versorgungsausgleichausschluß seinerseits (Selbständig ,hat in 10 Jahre Ehe nichts einbezahlt,hat eine Lebensversicherung),in Gegenzug verzichte ich auf Zugewinnausgleich.Gleichzeitig hab ich ganz gezielt nach Anwaltkosten.Mir wurden die Scheidungskosten gehannt,ca.2000 Euro.
Er sagte mir ,er würde die Scheidungsfolgenvereinbarung beim Notar beantragen und den Entwurf überprüfen.Keine Rede über hohe Anwaltsgebühren wegen Mitwirkung ,geschweige denn anteilig von dem Geschäft-(Streitwert) in der notarielle Vertrag.Zugewinnausgleichverzicht,wechsel in Gütertrennung und Erb-und -Pflichtteilverzicht wurde auch eingegeben.(haben wir gar nicht verlangt).Ebenfalls steht da daß ich die Anwaltkosten übernehmen werde.
Ich erwähne noch daß wir seit 5 Jahren offiziell getrennt sind,jeder hat seine eigene Wohnung und keine Ansprüche an den Anderen.
Allerdings ist seiner Wohnung ausbezahlt und meine noch voll belastet.Die Wohnungen sind Je etwa 40.000 Euro wert.
Hab inzwischen mitgekriegt daß die Anwaltgebühren sehr hoch sind und bei meine Nachfrage hat er das auch zugegeben daß durchaus paar Tausende drin seien.(nur Beratung und Scheidungsfolgevereinbarung dem Notar in Antrag geben.Dafür will der Notar aber anständigeweise nur ca.500 E,obwohl er die Arbeit macht ).Inzwischen will sich mein mann auch nicht mehr scheidenlassen und weigert sich irgendetwas zu unterschreiben. Er hat dem Vertragsentwurf auch nicht zugestimmt.
Nun,die Frage :
Was für Anwaltkosten kommen auf mich zu wenn ich jetzt das unterbreche und alles wiederrufe? Muß ich denn die volle Anwaltsgebühr dafür zahlen ,oder kann ich doch mit paar Hundert Euro (Beratungsgebühr & Co) davonkommen ? Was kann ich denn tun?.
Oder kann der Anwalt trotzdem nach Streitwert voll abrechnen obwohl dem Entwurf wurde nicht zugestimmt ,kam nicht zustande und ich meine Scheidungsabsichten wiederrufen werde. (ca.50.000 Euro sein Wohnungswert,meine 40.000 Euro Schulden für meine Wohnung ,und meine Renteanwartschaften ca.10 Jahre mit ca.1500 Euro Nettogehalt ).Können Sie mir sagen wie hoch seine Rechnung sein darf wenn ich jetzt alles unterbreche?
Dazu bin ich Alleinerziehend und bekomme kein Kindsunterhalt von dem Kindsvater (nicht mein Ehemann ).Ich habe extra um eine Kostengünstige Scheidung gebeten und jetzt das.

Ich danke Ihnen vielmals für Ihre Hilfe.


Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Der Kollege kann die bereits entstandenen Gebühren abrechnen:

- für die (Erst-)beratung;

- für die Entwurfserstellung und dessen vorausgehende Begutachtung;

Eine Geschäftsgebühr entsteht für das Betreiben des Geschäfts einschließlich der Information und für die Mitwirkung bei der Gestaltung eines Vertrages.

Dessen Höhe richtet sich nach dem Streitwert.

Die Erst- und weitere Beratung geht in der Geschäftsgebühr voll auf.

Durch eine jederzeit möglich Kündigung können Sie aber nicht die Geschäftsgebühr rückgängig machen, da der Vertrag schon als Entwurf vorliegt.

Gegebenenfalls wäre Haftungsansprüche wegen mangelnder Beratung zur Gebührenhöhe denkbar, was aber besonders anhand aller Einzelfallumstände geprüft werden müsste - vielen Dank für Ihr Verständnis.

Eine Einigungsgebühr kann nur dann verlangt werden, wenn der Vertrag doch noch zustande kommen sollten.

Die können Sie sich ersparen.

Besprechen Sie die Sache mit dem Kollegen, ob die Mittelgebühr von 1,3 als Faktor für die Geschäftsgebühr auf 1,0 reduzieren kann, zumal Sie sich vorbehalten können, eine eventuelle Falschberatung zu prüfen, was ich im sagen würde.

Ich sehe da aber nur geringe Erfolgssichten, da der Entwurf fertig ist.

Verlangen Sie eine sofortige Berechnung lassen Sie diese hier z. B. auf diesem Portal prüfen.

Die Höhe der Rechnung kann ich mangels genauer Berechnungsgrundlagen nur schätzen, aber bei einem Streitwert von 100.000,- € betragen die Anwaltskosten mindestens 2.118,44 Euro.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Daniel Hesterberg, Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 19.12.2012 | 19:36

Vielen Dank,das war gut erklärt.Frage dazu :
Der Notar sagt,es ist nur ein Entwurf wo Änderungen noch möglich sind. Streit-(Geschäftswert )stet noch nicht fest.Beabsichtige daswegen die Gütertrennung und Erb-und Pflichtteilverzicht eben raus zu lassen .Würde nur
-Ausschluß der Versorgungsausgleichs
-Verzicht auf nachehelichen Unterhalt ...beurkunden lassen.
-Dazu eine Erklärung über nicht bestehen der Zugewinnansprüchen.

So wäre uns genauso gut gedient und würde den Streitwert mächtig senken ,da keine Wohnungen und sonstiges dabei.Mein Mann wäre auch damit einverstanden.
Was meinen Sie dazu,könnte das funktionieren? Die Anwaltsgebühre wären wesentlich niedriger,da er behauptet hat noch nichts vom Endpreis zu wissen weil Vertrag noch nicht endgültig.
Hoffe es lässt sich machen.
Ich bedanke mich in voraus für Ihre Antwort.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.12.2012 | 22:43

Sehr geehrte(r) Fragesteller(in),

in Ordnung, entscheidend ist der Streitwert, der für den Anwaltsentwurf maßgeblich war.

Aber Sie könnten ihn noch in der Tat senken, wenn Sie mithilfe des Anwalts den Inhalt anpassen.

Ich hoffe, Ihnen damit gedient zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Daniel Hesterberg
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 19.12.2012 | 19:10


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