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Scheidung/Unterhalt an Mann


| 03.05.2007 13:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Hallo,

Ich bin seit dem 01.11.06 getrennt lebend von meinem Mann. Wir haben 2 Kinder (10 Jahre Und 8 Jahre), die bei mir leben.
Ich arbeite zur Zeit 6 Std/Tägl und verdiene ca. 1440,-€ netto. Mein Nochmann hat ca. 1350,-€ netto und muß noch für ein 3. Kind Uh bezahlen(z.Z 80,-€ wird aber gerade neu berechnet). Ich bekomme von ihm 200,-€ UH für die Kinder. Ich bezahle die Raten für das Auto und für den Kredit weiter(ca. 320,-€)
Nun meine Fragen:

Ich beabsichtige demnächst den ganzen Tag arbeiten zu gehen. Ich würde dann ca. 1940,-€ netto verdienen.
Inwieweit würde sich das auf den UH auswirken und müßte ich wohlmöglich noch an ihn Unterhalt bezahlen?

Kann er mir dann im Bezug auf die Kinder etwas anhaben.( wegen der Beaufsichtigung)Meine Eltern kümmern sich dann um die beiden.

Ab wann kann ich eigentlich die Scheidung einreichen und würde mir bei meinem Einkommen Prozeßkostenhilfe zu stehen?

Was ist wenn er sich nicht scheiden lassen will? Wie lange kann es sich dann hinziehen?

Für eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

LG

Nickie

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Sehr geehrte Ratsuchende,

zunächst einmal möchte ich Sie beruhigen. Bei den genannten Beträgen und der Tatsache, dass Sie neben Ihrer Erwerbstätigkeit noch die Kinder betreuen und auch noch ehebedingte Schulden tilgen, kommt ein Unterhaltsanspruch Ihres getrenntlebenden Mannes nicht in Betracht.

Sollte Ihr Mann aber dennoch Unterhaltsansprüche geltend machen, wenden Sie sich bitte an einen Kollegen vor Ort.

Die Scheidung können Sie nach Ablauf des Trennungsjahres einreichen. In Anbetracht der Tatsache, dass Scheidungsverfahren wegen des durchzuführenden Versorgungsausgleiches einige Zeit in Anspruch nehmen, kann der Antrag auch durchaus schon einen Monat vor Ablauf des Trennungsjahres eingereicht werden.

Unter Berücksichtigung der Kinderbetreuung und der Schulden, steht Ihnen, unter Umständen mit einer Ratenzahlungsanordnung, Prozeßkostenhilfe zu. Ob eine Ratenzahlungsanordnung in Betracht kommt, hängt von möglichem weiteren Vermögen und den sonstigen Kosten ab.

Wenn er mit einer Scheidung nicht einverstanden ist, kann die Ehe nach drei Jahren Getrenntleben geschieden werden.

Grundsätzlich kann er wegen Ihrer Berufstätigkeit keine Schritte einleiten. Zum einen kann er Ihnen die Berufstätigkeit nicht untersagen. Allenfalls könnte er der Auffassung sein, das Wohl der Kinder sei dadurch beeinträchtigt und könnte beantragen, dass Ihm das Aufenthaltsbestimmungsrecht übertragen wird. Das würde bedeuten, dass er die Kinder zu sich nehmen könnte.

Das ist aber nur dann der Fall, wenn er nachweisen kann, dass das Kindeswohl beeinträchtigt ist. Sind die Kinder versorgt und gut durch die Großeltern betreut und liegen keine weiteren Anhaltspunkte vor, wird er damit nicht durchdringen.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

Nachfrage vom Fragesteller 03.05.2007 | 15:01

Vielen Dank für Ihre Antwort.

Mein Noch-Mann arbeitet zur Zeit in Früh-und Spätschicht.

Was würde passieren, wenn er seine Arbeit kündigt/gekündigt wird? In Hinblick auf Unterhalt für ihn und Aufenthaltsbestimmungsrecht für die Kinder.

Gruß

nickie

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 03.05.2007 | 15:12

Sehr geehrte Ratsuchende,

das Aufenthaltsbestimmungsrecht richtet sich nicht danach, wer weniger arbeitet.

Es richtet sich einzig und allein nach dem Kindeswohl. Er müsste also schon darlegen, dass es dem Wohl der Kinder entspricht, dass diese bei ihm leben. Dafür muss er einiges darlegen; insbesondere auch, warum diese besser bei ihm, als bei Ihnen aufgehoben sind. Allein die Tatsache, dass diese nebenbei von den Großeltern betreut werden, reicht dafür nicht.

Hinsichtlich des Untrhaltsanspruches darf er nicht ohne weiteres kündigen. Er ist grundsätzlich verpflichtet für seinen eigenen Unterhalt Sorge zu tragen. Wird er gekündigt, muss er Ihnen nachweisen, dass er sich um neue Arbeit bemüht. Kann er dieses nicht, wird er so behandelt, als wenn er über Einkünfte verfügen würde.

Darüberhinaus ist unter Berücksichtigung der bei Ihnen lebenden Kinder und der Schuldentilgung wegen des Ihnen gegenüber Ihrem Mann zustehenden Selbstbehaltes kein Raum mehr für einen Unterhaltsanspruch.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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