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Scheidung zwischen Deutschem und Marokkanerin


07.07.2005 14:14 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



1990 wurde in Marokko nach islamischem Recht eine Ehe zwischen einem Deutschen und einer Marokkanerin geschlossen. Der letzte Wohnort war Tunesien. Die Marokkanerin ging zurück nach marokko, der Deutsche lebt wieder in Deutschland. Die beiden Ehepartner sind seit Juli 2000 getrennt. Der Aufenthaltsort der marokkanerin ist leider unbekannt. Die Ehe soll jedoch geschieden werden. Wie funktioniert diese Scheidung, wenn der Deutsche auf keinen Fall wieder nach Marokko bzw. Tunesien einreisen möchte.

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Sehr geehrter Ratsuchender,

zuständig ist das Familiengericht in Deutschland, da einer der Ehegatten Deutscher ist § 606a ZPO.

Der Scheidungsantrag ist also hier beim Familiengericht zu stellen. Der Scheidungsantrag muss aber der Gegenseite zugestellt werden.

Deren Anschrift sollte, wenn möglich mit Hilfe der Behörden in Marokko ausfindig gemacht werden.Suchen Sie einen Rechtsanwalt vor Ort auf, damit dieser zunächst versucht, die Anschrift mittels Behörden herauszubekommen.

Ist die Anschrift bekannt, kann der Scheidungsantrag eingereicht werden. Das Verfahren wird voraussichtlich länger dauern, da der Antrag der Ehefrau zugestellt werden muss. Das Gericht wird sich dabei ebenfalls wieder Behördenhilfe bedienen müssen, was in der Regel mehrere Monat in Anspruch nimmt.

Einer Reise nach Marokko oder Tunesien bedarf es daher nicht.

Ich hoffe, Ihnen geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle


Nachfrage vom Fragesteller 07.07.2005 | 18:01

Sehr geehrte Frau True-Bohle,

zunächst vielen Dank für Ihre Antwort.

Was ist aber zu tun, wenn die Person, der der Antrag zugestellt werden soll, absolut unauffindbar ist?

mfg

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 07.07.2005 | 19:02

Sehr geehrter Ratsuchender,

wenn dieses der Fall ist und Sie dieses nachweisen können, ggf mit Hilfe der Botschaft, kann der Scheidungsantrag im Wege der sogenannten ÖFFENTLICHEN ZUSTELLUNG ersatzweise zugestellt werden.

Dieses muss mit dem Scheidungsantrag und den Nachweisen dann entsprechend beim Familiengericht beantragt werden. Der Scheidungsantrag wird dann in der Tat beim Amtsgericht ausgehangen und gilt dann nach Fristablauf als zugestellt.

Deshalb gibt es also keine weiteren Probleme. Der Kollege vor Ort, der Sie im Verfahren betreut wird Ihnen da weiter helfen können. Ansonsten besteht auch die Möglichkeit, dass wir es von hier aus machen, da wir bei allen Amts- und Landgerichten zugelassen sind.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle

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