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Scheidung zweier Deutscher ,Ehemann Wohnsitz USA


| 20.06.2006 14:26 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sabine Reeder



Sehr geehrte Damen und Herren,

leider ist es mir finanzell nicht möglich viel mehr als 25 € zubezahlen, da selbst die schon ein Lücke in meinem Budget hinterlassen.

ich bin seit 10 Jahren mit meinem Mann zusammen und seit Sommer 1999 sind wir verheiratet. Die Eheschliessung fand in Deutschland statt. Bis 2001 lebten wir (beide deutsche Staatsbürger) in Deutschland und sind dann aus beruflichen Gründen(Innerbetriebliche Versetzung des Ehemanns)in die USA gezogen.

Ich habe mich im Mai 2005 von meinem Mann getrennt und bin ersteinmal nach Deutschland zurück gezogen. Er blieb in den USA und wird die nächsten Jahre, wenn nicht sogar für immer dort bleiben. Die Versöhnungsversuche sind durch die große Entfernung gescheitert, weshalb wir uns nun scheiden lassen wollen.

Wir haben keine Kinder und besitzen keine Immobilien.
Allerdings befindet sich unser gesamtes Hab und Gut entweder in den USA oder teilweise eingelagert bei seinem Bruder in Deutschland. Ich habe letztes Jahr nur einige Sachen mitgenommen.
Den Umzug nach Amerika hat damals die Firma bezahlt bei der er arbeitet, es wurde auch vereinbart das die Firma für den eventuellen Rücktransport der Wohnungseinrichtung und Co. aufkommt.
Als wir in die USA zogen durfte ich bis 2004 aus Visatechnischen Gründen nicht arbeiten. In der Zeit von 2001-2005 habe ich im Gegensatz zu meinem Mann auch nichts in die deutsche Rentenversicherung eingezahlt. Seine Firma hat den Mindest Rentenbetrag für Ihn weiterhin in Deutschland bezahlt. Dummerweise laufen alle Versicherungen über seinen Namen.Ich war leider so naiv, Ihm zu zustimmen, als er meinte es wäre Geldverschwendung für mich extra welche abzuschliessen.Und die fehlende Renteneinzahlung in Deutschland wollten wir nachträglich aufzahlen, wenn wir wieder in Deutschland sind.
Dies alles ist nun natürlich hinfällig.Und es sind SEINE Versicherungen und SEINE Rentenbeträge und SEINE Aktien(obwohl die, hoffe ich, noch auf beide Namen stehen).

Nun meine Fragen:

Wie wird denn diese Scheidung abgewickelt, wenn er in den USA lebt und ich in Deutschland?

Wer muss die Scheidungskosten übernehmen?

Ich könnte nie den Rücktransport meiner Sachen und des mir zustehenden Hausrates nach Deutschland bezahlen und alles neu kaufen übersteigt meine finanzellen Mittel.
Kann man meinem Mann die Kosten auflegen? Wir sind ja wegen Ihm in die USA und es war abgemacht nach 3 Jahren wieder nach Deutschland zuziehen.

Wie sieht es mit den mir fehlenden Rentenbeträgen aus?
Steht mir ein Ausgleich zu?

Ich bekomme seit unserer Trennung keinerlei Unterstützung von meinem Mann, steht mir jetzt und nach der Scheidung Unterhalt zu?

Ich arbeite zwar wie gesagt Vollzeit, muss aber jeden Pfennig 2-mal umdrehen. Ich musste alle nötigen Versicherungen neu abschliessen, ganz besonders für die Rente, brauchte ein Auto, eine Unterkunft(bei meiner Schwester)und habe erstmal geborgte Möbel von Familie und Freunden.Eine eigene Wohnung kann ich mir nicht leisten, aber ewig bei meiner Schwester wohnen geht auch nicht. Mein Mann verdient überdurchschnittlich gut in den USA und auch vorher schon in der Schweiz. Er hat alle Versicherungen u. Aktien behalten die wir seit Jahren haben sowie unseren komplette Hausrat und das Auto.

Ich hoffe Sie könne mir weiterhelfen.
Ich danke Ihnen für Ihre Hilfe und Antwort.
Mit freundlichem Gruß







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Sehr geehrte Ratsuchende,

vielen Dank für Ihre Fragen, die ich gemäß Ihren Angaben und unter Berücksichtigung Ihres Einsatzes wie folgt beantworten möchte:


1.) Nach Art. 17 EGBGB unterliegt die Scheidung dem Recht, welches im Zeitpunkt des Eintritts der Rechtshängigkeit des Scheidungsantrags maßgebend ist. Die Scheidung unterliegt in Ihrem Fall dem letzten gemeinsamen Heimatrecht. Das ist vorliegend das deutschte Recht. Die Ehe würde demnach nach deutschem Recht geschieden werden.

2.) Scheidungskosten: Am günstigsten wäre eine einvernehmliche Scheidung mit nur einem Anwalt. Dies setzt aber voraus, dass man sich auch über die Scheidungsfolgen einig ist.

Ansonsten können bei geringen Einkünften sowohl der Antragsteller(in) als auch d. Antragsgegner(in) Prozesskostenhilfe beantragen. Wird Prozesskostenhilfe gewährt, müssen keine Gerichtskosten gezahlt werden; in den allermeisten Fällen (Gegenstandswert ab 4.000 Euro) sind auch die Anwaltsgebühren niedriger. Je nachdem, wie hoch bzw. niedrig das Einkommen ist, kann man die Anwaltskosten entweder in Raten zahlen, oder ist völlig davon befreit.

Wenn ein Ehegatte nun einen Scheidungsantrag stellt, dann hat derjenige Ehegatte, der vom anderen Ehegatten Unterhalt verlangen kann, einen Anspruch auf Prozesskostenvorschuss. Der unterhaltspflichtige Ehegatte muss dem unterhaltsberechtigten Ehegatten dessen Gerichts- und Anwaltskosten vorschießen.

3.) Rücktransport der Sachen: Sie haben einen Anspruch auf Herausgabe Ihrer Sachen gegen Ihren Mann aus § 985 BGB. Leider bestimmt sich der Herausgabeort nach dem Wohnsitz des Schuldners, also nach dem Wohnort Ihres Mannes, so dass es nicht möglich sein wird, von Ihm die Kosten der Rücksendung zu verlangen.


4.) Der Versorgungsausgleich ist regelmäßig mit der Ehescheidung durchzuführen, es sei denn, die Ehegatten haben ihn in einem Ehevertrag ausdrücklich ausgeschlossen Durch richterlichen Beschluss erhält derjenige Ehegatte, der während der Ehe geringere Rentenanwartschaften eingezahlt hat, die Hälfte der Differenz zwischen seinen und den erworbenen Anwartschaften des anderen.


5.) In Betracht kommt ein Aufstockungsunterhalt nach § 1573 BGB, der aber sicherlich zeitlich begrenzt werden wird.


Ich hoffe, ich konnte Ihnen soweit weiterhelfen. Sie haben auch die Möglichkeit, Beratungshilfe zu beantragen. Mit einem Beratungshilfeschein können Sie sich für 10 € Selbstbeteiligung anwaltlich hinsichtlich Ihrer Scheidung beraten lassen.



Mit freundlichen Grüßen

Sabine Reeder
Rechtsanwältin


Meine Antwort umfasst nur die Informationen, die mir zur Verfügung gestellt wurden. Für eine verbindliche Bewertung ist eine umfassende Sachverhaltsermittlung vonnöten, die im Rahmen einer Online-Beratung nicht möglich ist.
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