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Scheidung vor Ablauf des Trennungsjahres


| 19.01.2007 10:21 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



Guten Tag,

ich bin 53 Jahre alt, nicht berufstätig.
Mein Mann, wir sind seit 1995 verheiratet, ist Anfang September ausgezogen,hat aber seinen Hauptwohnsitz noch hier, seine Wohnung hat er als Zweitwohnsitz angemeldet.
Er hat nach wie vor Stkl. III.
Er zahlt seitdem den mir zustehenden Trennungsunterhalt, den wir selbst errechnet haben.Netto minus Bonus für den Erwerbstätigen minus unser beider PKV, von dem Rest erhalte ich 3/7tel.

Der Zugewinnausgleich wurde notariell durchgeführt und ist erledigt.

Nun möchte er wieder heiraten und hat mich gebeten, der Scheidung zuzustimmen und den Trennungszeitpunkt vorzuverlegen.
Außerdem möchte er die Scheidung mit möglichst nur einem Anwalt durchziehen.
Wenn ich dem zustimme, welche Auswirkungen hat das für mich?

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Sehr geehrter Herr, sehr geehrte Dame,

auf Grundlage der geschilderten Details erlaube ich mir, Ihre Frage wie nachfolgend summarisch zu beantworten. Bitte beachten Sie, dass bedingungsgemäß eine Erstberatung geboten wird, die eine genaue und abschließende weiterführende Beratung nicht ersetzt!

Zunächst weise ich darauf hin, dass ein Abzug der Kosten Ihrer privaten Krankenversicherung vom unterhaltsrechtlichen Bedarf unzulässig ist. Weiterhin hoffe ich, dass sie auch ihren Anteil an der besseren Steuerklasse ihres Mannes haben. Ich kann Ihnen nur dringend anraten, selbst auch einen Anwalt einzuschalten, da andernfalls zu befürchten ist, dass sie strukturell unterlegen sind. Vor dem Hintergrund etwaiger Unterhaltsansprüche sehe ich das mit großer Besorgnis. Außerdem sollten Sie beachten, dass ein Rechtsanwalt, auch wenn er gegebenenfalls vorgibt, sie beide zu beraten, stets parteiisch ist und die Interessen seines Auftraggebers im Auge hat. Eine Doppelvertretung von Ehegatten und Beachtung beider Interessen dem Anwalt aber berufsrechtlich untersagt.

Wenn Sie den Trennungstag vorverlegen, geben sie vor Gericht eine unwahre Erklärung ab. Ich möchte Ihnen dazu nicht raten. Eine Strafbarkeit nach § 153 Strafgesetzbuch jedenfalls scheidet aber aus. Zu beachten ist aber, dass sie unter anderem steuerstrafrechtlich belangt werden können, wenn sie für den betreffenden Zeitraum gemeinsam veranlagt worden sind beziehungsweise auch entsprechend behauptet haben, noch zusammenzuleben. Eine gemeinsame Veranlagung ist lediglich noch im Jahr der Trennung zulässig.

Außerdem ist natürlich zu beachten, dass sie bei früherer Durchführung der Scheidung den Anspruch auf Trennungsunterhalt verlieren. Es ist aber nicht unbedingt gesagt, dass sie einen Anspruch auf nachehelichen Unterhalt haben. Vor dem Hintergrund wäre ich äußerst vorsichtig, ohne weitere eigene anwaltliche Beratung einer früheren Scheidung so zuzustimmen

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Für eine weitere Vertretung schreiben Sie mich bitte ausschließlich über die untenstehende email an, ich rufe dann gerne zurück!

Hochachtungsvoll

Rechtsanwalt Hinrichs

rahinrichs@gmx.de

Nachfrage vom Fragesteller 19.01.2007 | 11:17

zunächst einmal vielen Dank für die schnelle Antwort.
Dazu noch eine Frage.
Ich bin mir der Problematik bewußt, möchte aber keinen Scheidungskrieg.
Mein Mann hat mir aber gestern gesagt, dass er weiterhin Unterhalt zahlen will.
Wenn es mir nun gelingt, eine Scheidungsfolgevereinbarung verfassen zu lassen, mit der ich leben kann.
Ist das dann im Falle einer Scheidung bindend oder kann ein Richter anders verfügen?
MfG

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 19.01.2007 | 16:48

Sehr geehrte Dame,

Ich bedanke mich für Ihre Nachfrage, die ich gerne beantworten möchte.

Ich kann verstehen, dass sie keinen Rosenkrieg wünschen. Allerdings gebe ich zu bedenken, dass es sie durchaus misstrauisch stimmen sollte, dass ein Burgfrieden voraussetzen soll, dass sie keinen eigenen Anwalt einschalten. Vielleicht überdenken Sie diese Lage beziehungsweise machen wenigstens eine anwaltliche Erstberatung (ohne dies dem jetzigen Partner mitzuteilen) nach der Besprechung mit seinem Anwalt.

Wenn Sie eine anwaltliche Scheidungsfolgenvereinbarung haben, ist diese grundsätzlich bindend. Allerdings gibt es einige Bereich, die bei Abfassung einer notariellen Beurkundung bedürfen. Ich kann nur dringend anraten, eine entsprechende Vereinbarungen entwerfen zu lassen. Aber auch hierbei gilt, dass nur ein Anwalt auch nur die Ausgewogenheit für eine Partei gewährleisten kann.

Ich hoffe, dass nunmehr alle Unklarheiten beseitigt sind und verbleibe

Mit freundlichen Grüßen

Bewertung des Fragestellers |


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