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Scheidung von meiner erkrankten Ehefrau verhindern


| 14.06.2017 12:54 |
Preis: 48,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Andreas Schwartmann



Am 10.Mai war ich 50 Jahre verheiratet. Meine Frau hat sich für mich überraschend ohne Vorwarnung von mir getrennt und bewohnt jetzt eine eigene Wohnung. Meine Einschätzung ist, dass sie an einem Kaufrausch Syndrom erkrankt ist. Monat für Monat hat sie mehr als 1000,00 € nur für sich ausgegeben. Die Bitte um Führung eines Haushaltbuches wurde immer wieder abgewehrt. Ich kann sie nicht zwingen, zu einem Psychiater zu gehen, damit sie dort beraten und behandelt wird. Unser gemeinsamer Sohn ist ebenfalls psychisch erkrankt und lebt größtenteils auf den Kanarischen Inseln.
Meine Frau will sich scheiden lassen, während ich gegen eine Scheidung bin.
Einen ersten Meditations-Termin haben wir gemeinsam war genommen, weitere Termine hat sie jedes Mal abgelehnt. Interessanterweise hat die Fachfrau der ersten Meditation mich darnach angesprochen und berichtet, meine Frau sei sehr sehr egoistisch.
Frage: kann die psychische Erkrankung eine Scheidung verhindern? Und kann / muss der Richter eine Untersuchung meiner Frau anordnen, so ich einen Antrag stelle?

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Aus Ihrer Anfrage geht leider nicht hervor, wann sich Ihre Frau von Ihnen getrennt hat. Sollte dies erst nach dem 10. Mai passiert sein, kann die Scheidung jetzt noch gar nicht beantragt werden. Denn dafür müssen Sie zunächst ein Jahr getrennt leben. Sollte der Scheidungsantrag vor Ablauf des Trennungsjahres bei Gericht gestellt werden, wird das Gericht ihn zurückweisen.

Nach Ablauf des Trennungsjahrs ist eine einvernehmliche Scheidung möglich, wenn beide Ehepartner dies wünschen, andernfalls können Sie das Scheitern der Ehe bestreiten und das Gericht müsste darüber dann Beweis erheben. Dann wird selbstverständlich auch geprüft werden, ob Ihre Frau überhaupt noch geschäftsfähig ist und einen Scheidungsantrag stellen darf, wenn Sie dies bestreiten und Anhaltspunkte für eine psychische Erkrankung darlegen.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihre Frau wegen psychische Erkrankung nicht mehr weiß, was sie tut, können Sie - unabhängig von einem Scheidungsantrag - einen Antrag auf Anordnung der Betreuung stellen und anregen, dass die Geschäftsfähigkeit Ihrer Frau überprüft wird.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Bewertung des Fragestellers 16.06.2017 | 14:16


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FRAGESTELLER 16.06.2017 4,8/5.0
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