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Scheidung und Kredit

24.03.2009 09:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


10:31
Hallo,
im Rahmen meiner Scheidung habe ich folgende Frage.
mein Noch-Eheman hat ein Darlehen bei seiner Hausbank. Wir wollten nach seiner Heirat ein gemeinsames Konto haben, haben dann aber sein bestehendes Konto genommen, für das ich Kontovollmacht erhalten habe. Für das Darlehen haftet er also alleine. Vor 2 Jahren haben wir ein Kreditkarten Konto, welches über meinen Namen lief ausgeglichen, indem wir den bestehenden Kredit bei seiner Bank aufgestockt haben ( wie gesagt, der Darelehensvertrag läuft alleine auf seinen Namen ). Das Geld welches über das Kreditkartenkonto ausgegeben wurde, wurde für Dinge wie benzin etc. ausgegeben, außerdem wurden dort Barabhebungen vorgenommen, es ist also auf keinen Fall so, dass ich das Geld für mich ausgegeben habe. Mein Noch-Eheman hat all die Ehejahre immerdeutlich weniger verdient und war auch 1 Jahr lang arbeitslos und konnte somit unsere Unkosten nicht voll mit decken.
Die Frage ist nun, muss ich einen Teil des Kredits mit abzahlen obwohl ich nicht mit im Darlehensvertrag stehe und somit auch nicht hafte?
24.03.2009 | 10:04

Antwort

von


(406)
HInter der Twiete 28
22851 Norderstedt
Tel: 040-41186796
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Sehr geehrte Ratsuchende!

Vielen Dank für Ihre Anfrage, die ich aufgrund ihrer Angaben wie folgt beantworten möchte.

Grds. haftet Ihr Noch-Ehemann gegenüber der Bank als alleiniger Darlehensnehmer für die Rückzahlung bzw. Zahlung der Raten.
Da Sie das Darlehen nicht unterschrieben haben, kann die Bank Sie hier auch nicht als Gesamtschuldnerin neben Ihrem Mann in die Verantwortung/ Mithaftung nehmen.

Sofern Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, reduziert dieses Darlehen bzw. der aufgestockte Teil des Darlehens auf Seiten Ihres Mannes jedoch den Zugewinn.
In diesem Rahmen wäre es also durchaus denkbar, dass Sie Ihrem Mann durch einen möglichen Zugewinnausgleich zur Zahlung verpflichtet sind.


Rechtsanwältin Wibke Türk

Nachfrage vom Fragesteller 24.03.2009 | 10:15


Vielen Dank für die schnelle Antwort. Können Sie mir den nachfolgenden Absatz noch einmal näher erläutern, da ich dort nicht richtig im Thema bin.

Sofern Sie im Güterstand der Zugewinngemeinschaft leben, reduziert dieses Darlehen bzw. der aufgestockte Teil des Darlehens auf Seiten Ihres Mannes jedoch den Zugewinn.
In diesem Rahmen wäre es also durchaus denkbar, dass Sie Ihrem Mann durch einen möglichen Zugewinnausgleich zur Zahlung verpflichtet sind.

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 24.03.2009 | 10:31

Sehr geehrte Ratsuchende!
Gerne erläutere ich Ihnen die fragliche Passage.

Im Rahmen der Zugewinngemeinschaft ( gesetzlicher Güterstand in der Ehe) findet eine Differenzberechnung statt. Damit soll derjenige Teil, dessen Vermögen innerhalb der Ehe weniger stark angewachsen ist, am Vermögenszuwachs des anderen Ehepartners beteiligt werden.

Zunächst einmal wird daher das Anfangsvermögen beider Partner ermittelt, d.h. der positive oder negative Vermögenswert, der in die Ehe eingebracht wurde.
Dann wird das Endvermögen ermittelt, also der positive oder negative Vermögenswert eines jeden Ehepartners am Tag des Zugangs des Scheidungsantrages beim Antragsgegner.

Zahlt Ihr Mann als alleiniger Darlehensnehmer das Darlehen, so wird dies bei Ermittlung seines Endvermögens vermögensmindernd behandelt.

Insofern kann es sein, dass Sie am Stichtag ein höheres Endvermögen besitzen.

Zwischen beiden Anfangs - und Endvermögen wird die Differenz (Zugewinn)berechnet.
Derjenige Partner mit dem höheren Zugewinn ist dem anderen Partner zum hälftigen Ausgleich der Differenz zwischen beiden Zugewinnen verpflichtet.

ANTWORT VON

(406)

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