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Scheidung und Haus

10.08.2008 15:47 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Im Zuge des folgenen Sachverhaltes bitte ich um Beantwortung folgender Fragestellungen:

1) Schätzung Streitwertes
2) Wird das Haus bei der Scheidung in irgendeiner Form berücksichtigt?
3) Wie hoch werden die voraussichtlichen Scheidungskosten sein?
4) Ich würde die Scheidung gern innerhalb der nächsten 12 Moante umsetzen, welche Vorraussetzungen wären dafür notwendig?

Sachverhalt:

Im Sommer 1999 habe ich meine Frau geheiratet. Bei der Eheschließung wurde Zugewinngemeinschaft beschlossen. 2001 haben wir gemeinsam ein Haus gebaut, an dem jeder zur Hälfte Eigentümer ist. Im Januar 2004 haben wir uns getrennt und auch getrennte Wohnungen bezogen. Meine Frau zog aus, ich bin im Haus wohnen geblieben. Die Kosten für die Immobilie habe ich ab diesem Zeitraum allein getragen. Die Immobilie hat einen Verkehrswert von ca. € 350.000.- Diese Regelung wurde einvernehmlich getroffen.

Meine Frau und ich sind beide berufstätig verdienen jeweils
€ 1.900.- netto. Unseren gemeinsamen Haushalt haben wir bereits zur Trennung aufgeteilt, so dass in diesem Punkt keine gegenseitigen Ansprüche mehr bestehen.

Im August 2007 haben wir uns notariell auch über die Immobilie einigen können. Gegen Zahlung von € 15.000.- hat meine Frau die Verbindlichkeiten und Ihren 50% Anteil an der Immobilie an meine neue Lebenspartnerin verkauft.

Weiter haben meine Frau und ich Ende August 2007 eine notarielle Scheidungsfolgevereinbarung unterzeichnet. Hierbei wurden die folgenen Punkte festgehalten:

- Vereinbarung des Güterstandes der Gütertrennung
- Gegenseitiger Verzicht auf Ansprüche auf Zugewinnausgleich
- Verzicht auf gegenseitigen Versorgungsausgleich
- Verzicht auf nachehelichen Unterhalt

Ich würde nun gern die Scheidung auch vollziehen, möchte aber auf alle Fälle vermeiden, dass die Immobilie in irgendeiner Form mit in die Scheidungsangelegenheiten gezogen wird (Streitwert o.ä.).

Da sowohl meine Frau als auch ich gern die Scheidung so schnell und einfach wie möglich vollziehen möchten, wäre ich für jeden Tipp dankbar. Sehen Sie noch Stolpersteine, auf die man achten müsste?

Für Ihre Unterstützung bedanke ich mich im Voraus!


Sehr geehrter Fragesteller,

ich beantworte Ihre Frage unter Berücksichtigung Ihrer Angaben und Ihres Einsatzes zusammenfassend wie folgt:

Durch die notarielle Scheidungsfolgevereinbarung ist im Grunde ja schon alles geklärt. Da sowohl Sie als auch Ihre Frau Einkommen in gleicher Höhe haben, dürfte der Vereinbarung auch keine Sittenwidrigkeit etc. entgegenstehen, sodass die notarielle Vereinbarung auch wirksam ist.

Da im Grunde alle sonst üblichen Streifragen (Zugewinn, Versorgungsausgleich, Unterhalt, etc.) bereits geklärt sind, wird das Scheidungverfahren vermutlich schnell, günstig und unproblematisch ablaufen können. Das Haus spielt im Scheidungsverfahren keine Rolle mehr.

Dies vorausgeschickt, kann ich Ihre Fragen im einzelnen wie folgt beantworten:

zu 1: Der Streitwert beträgt ein Quartalsgehalt der Eheleute. Das heißt in Ihrem Fall: 1900,- Euro x 2 Personen x 3 Monate --> 11400. Der Streitwert für die Berechnung der Anwaltskosten und der Gerichtskosten beträgt daher 11400,- Euro

zu 2: Nein, das Haus spielt keine Rolle, da im Scheidungsverfahren ja keine Entscheidung diesbezüglich mehr getroffen werden muss.

zu 3: Bei einem anzusetzenden Streitwert von 11.400,- Euro betragen die Anwaltskosten für jeden Anwalt ca. 1600,- Euro (Verfahrensgebühr, Terminsgebühr, Auslagen und MwSt). Dazu kommen Gerichtsgebühren in Höhe von ca. 450,- Euro.

zu 4: Voraussetzung für eine Scheidung ist, dass die Eheleute seit mindestens einem Jahr getrennt leben. Weiter muss vor dem Ausspruch einer Scheidung die Frage des Versorgungsausgleichs geklärt sein. Dies ist bei Ihnen ja der Fall.

Das bedeutet, wenn Sie nunmehr die Scheidung einreichen, kann diese durch Urteil erklärt werden, sobald das Gericht einen Termin ansetzt. Es dürfte keine Problem sein, dies in den nächsten Monaten abzuwickeln.



Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste Orientierung geben.

Gerne stehe ich Ihnen für eine Nachfrage zur Verfügung. Darüber hinaus stehe ich Ihnen auch gerne für ein Mandat in dieser Sache zur Verfügung.


Mit freundlichen Grüßen


Stefan Aust
Rechtsanwalt


Carl-Spaeter-Str. 76
56070 Koblenz
Tel.: 0261 / 18501
Fax.: 0261 / 32134
mail: info@kanzlei-aust.com


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