Willkommen beim Original und Testsieger.
Online seit 2004, mit über 140.000 Fragen & Antworten. 
00.000
Bewertungen
0,0/5,0
Günstige Rechtsberatung für alle.
Anwalt? Mitmachen
1
 
Frage stellen
an unsere erfahrenen Anwälte.
Jetzt auch vertraulich
Frage stellen
einem erfahrenen Anwalt
Jetzt auch vertraulich
2
 
Preis festlegen
Sie bestimmen, wieviel Ihnen die Antwort wert ist.
Preis festlegen
Sie bestimmen die Höhe selbst
3
Antwort in 1 Stunde
Sie erhalten eine rechtssichere
Antwort vom Anwalt.
Antwort in 1 Stunde
Rechtssicher vom Anwalt
Jetzt eine Frage stellen

Scheidung oder Ehevertrag

20.08.2011 17:36 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Ich lebe von meiner Frau seit ca. 6 Jahren getrennt. Allerdings sind wir noch verheiratet. Die Kinder sind im Alter von 22 und 25 Jahren. Beide werden wg. des Studiums noch von mir unterstützt. Den Unterhaltsanspruch haben wir in Eigenregie geregelt. Meine Frau erhält ca 1000 € mtl vom mir. Langfristig möchte ich Rechtssicherheit erhalten – gerade in finanzieller Sicht. Macht es an Sinn, einen Ehevertrag zu schließen, wenn hierin ein Unterhaltsanspruch und ein Versorgungsausgleich festgelegt wird? Oder kann es trotz Ehevertrags mit entsprechender Gütertrennung dennoch Ansprüche geben, die vertraglich nicht geregelt sind. Gibt es eine Berechnungsgrundlage für die Länge und Höhe der Unterhaltszahlung nach Schließung eines Ehevertrags mit Gütertrennung, der eine ähnliche Regelung enthält, wie es die Unterhaltsregelung nach einer Scheidung vorsieht?
Macht dieses Konstrukt überhaupt Sinn oder sollte man in jedem Fall besser eine Scheidung vorsehen?



-- Einsatz geändert am 20.08.2011 17:43:29

Sehr geehrter Fragesteller,

gerne beantworte ich Ihre Frage.

Es ist grundsätzlich sinnvoll, die Folgen von Trennung und einer eventuellen Scheidung in einer notariellen Trennung- und Scheidungsfolgenvereinbarung zu regeln. Bei einer solchen Regelung ist es möglich alle Punkte abschließend und einvernehmlich zu regeln, so dass beide Seiten Rechtssicherheit erhalten.

Rechtlich sind die Grundlagen immer gleich. Auf Trennungsunterhalt kann Ihre Frau nicht wirksam verzichten. Es macht daher Sinn, eine notarielle Vereinbarung zu treffen und dann die Scheidung zu beantragen. In einer solchen Vereinbarung können auch Regelungen zum Versorgungsausgleich getroffen werden, wobei ein kompletter Ausscgluss nicht in allen Fällen zulässig, gerade bei sog. "Hausfrauenehen". Wenn Sie weiter getrennt leben und keine Regelung treffen, dann haben Sie das Problem, dass alle Rentenanwartschaften, die Sie während der Trennungsjahre erwerben, auch mit in den Versorgungsausgleich fallen, wenn doch Ihre Frau irgendwann die Scheidung beantragt. Ähnliches gilt auch für den Zugewinnausgleich. Ihre Idee jetzt in einer Urkunde Gütertrennung zu vereinbaren und den Zugewinnausgleich zum Zeitpunkt der Beurkundung durchzuführen, ist also sehr sinnvoll.



Wie gesagt, sollte man die Vereinbarung notariell treffen und dann die Scheidung einreiche, weil ansonsten der Trennungsunterhalt weiter läuft. Für den nachehelichen Unterhalt sollte man versuchen eine abschließende Regelung zu finden, etwa in Form einer Unterhaltsabfindung oder einer Kombination aus Beschränkung und Befristung.

Eine Scheidung an sich ersetzt nicht die notarielle Vereinbarung, weil das Gericht auf die Punkte Zugewinn oder Unterhalt ohne Antrag einer Seite nicht eingeht.

Das Beste ist also, sich über alle finanziellen Folgen zu einigen und eine notarielle Vereinbarung zu treffen. Hier kann man alle Punkte verbindlich und abschließend regeln. Dan wäre der Weg frei, für eine einfache Scheidung, bei der man dann ggf. nur noch den Versorgungsausgleich in der vereinbarten Form mit regeln müsste.

In der Urkunde kann also festgelegt werden, welcher Unterhalt wie lange zu zahlen ist und wie hoch die Ansprüche auf Zugewinn sind. Beim Versorgungsausgleich kann man etwa vereinbaren, dass bestimmte Anrechte nicht ausgeglichen werden sollen.

Der Notar wird beide Seiten beraten, wie eine gute Regelung aussehen soll. Es ist aber sinnvoll, wenn Sie einen Entwurf anwaltlich prüfen lassen.



FRAGESTELLER 30.12.1899 /5,0
Durchschnittliche Anwaltsbewertungen:
4,6 von 5 Sternen
(basierend auf 68779 Bewertungen)
Aktuelle Bewertungen
5,0/5,0
Vielen Dank, endlich habe ich Klarheit. ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Vielen Dank :-) ...
FRAGESTELLER
5,0/5,0
Der Anwalt hat die Frage schnell und korrekt beantwortet. ...
FRAGESTELLER