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Scheidung nach deutschen Recht oder Hongkong

19.04.2016 16:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Sascha Steidel


Hallo

Wir sind seit nicht ganz drei Jahre verheiratet. Die Eheschließung war in Hongkong.
Meine Frau ist chinesische Staatsbürgerin und hat zur Zeit einen deutschen
Aufenthaltstitel, weil sie mit mir verheiratet ist. Ich bin deutscher Staatsbürger.
Meine Frau will sich jetzt scheiden lassen. Geht das in Deutschland oder nur in Hongkong?
Wenn wir uns in D scheiden lassen greift dann das deutsche Unterhaltsrecht?
Gibt es eine Hausnummer was ich für drei Jahre Ehe zu bezahlen hätte?

Das wären meine wichtigsten Fragen. Wenn dt. Unterhaltsrecht greifen würde dann benötige ich
jetzt einen Anwalt in München. Und wer will kann mir für die 50 Euro noch ein paar
Tipps geben was ich nun sofort tun soll um mich zu schützen.

Vielen Dank

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:

Nach der sogenannten Rom-III Verordnung ist deutsches Recht anwendbar, wenn der "gewöhnliche Aufenthalt" der Eheleute in Deutschland liegt. Nach Ihrer Schilderung ( Aufenthaltstitel für Ihre Ehefrau ) gehe ich davon aus, dass Sie zumindest überwiegend in Deutschland gelebt haben. Damit wäre deutsches Recht anwendbar auch wenn die Eheschließung in Hongkong erfolgte.

Die deutsche Gerichte sind wiederum nach der sog. Brüssel IIa- Verordnung zuständig. nach Art.3 bestimmt sich die Zuständigkeit wiederum nach dem gewöhnlichen Aufenthalt der Eheleute in der Ehezeit.

Die Scheidung kann daher am Ort Ihres Wohnsitzes eingereicht werden.

Zum Unterhalt lässt sich mangels näherer Angaben nicht detailliert Stellung nehmen. Sind aus Ihrer Ehe Kinder hervorgegangen, so ergibt sich ein Unterhaltsanspruch wegen Kindesbetreuung aus 1570 BGB. Anderenfalls kommt wohl ausschließlich ein Aufstockungsunterhalt nach 1573 BGB in Betracht. Eine grobe Richtschnur für die Unterhaltsdauer wäre die Hälfte der Ehezeit. Dies ist aber wie gesagt sehr oberflächlich. Es kommt im Unterhaltsrecht stets auf die Umstände des Einzelfalls an. Insbesondere wäre zu prüfen, ob Ihre Ehefrau überhaupt einen sog. ehebedingten Nachteil erlitten hat. Dies wäre etwa der Fall, wenn Sie Ihren Beruf für die Ehe aufgegeben oder zurückgestellt hätte.

Weitere allgemeine Ratschläge bei Trennung von Eheleute entnehmen Sie bitte dem Ratgeber meiner Webseite unter "Service".

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 20.04.2016 | 15:16

Hallo

Herzlichen Dank für Ihre Antwort.
Unser gewöhnlicher Aufenthaltsort ist Deutschland und wir haben keine Kinder.
Somit kommt wohl ausschließlich ein Aufstockungsunterhalt nach 1573 BGB in Betracht.Wenn wir die grobe Richtschnur mit der Hälfte der Ehejahre weiter verfolgen und ich Sie richtig verstanden habe müsste ich für meine Ehefrau nach der Scheidung 18 Monate Unterhalt bezahlen. (sofern meine Ehefrau einen ehebedingten Nachteil erlitten hat)
Wie wird die Höhe des Aufstockungsunterhalt berechnet?

Vielen Dank im voraus

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 20.04.2016 | 15:42

Der Unterhalt richtet sich nach den ehelichen Lebensverhältnisses. Das bedeutet, es werden die beiderseitigen Netto- Einkommen zusammengerechnet. Die hälfte davon entspricht dem Bedarf des Ehegatten. Sodann kann die Differenz der Einkommen gebildet werden und von der Differenz steht dem Ehegatten ein Unterhalt von 3/7 zu. ( Dies ist eine vereinfachte Darstellung )

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