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Scheidung nach deutschem Recht

| 03.08.2009 22:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Mein Lebensgefährte, mit dem ich seit 14 Jahren in Deutschland lebe, ist Guatemalteke und in Guatemala seit 30 Jahren verheiratet.

Wir haben eine gemeinsame Tochter 7 Jahre alt und er möchte seit vielen Jahren die Scheidung erhält sie aber nicht.
In Guatemala wird nur einvernehmlich geschieden oder bei schweren Verfehlungen. Seine Frau stimmt nicht zu, also keine Scheidung möglich (sie hat keine Verfehlung begangen).

Bald wird er deutscher Staatsbürger sein und könnte die Scheidung nach deutschem Recht verlangen, wenn er nachweisen kann, dass er die Scheidung in seinem Land nach dort herrschender Rechtslage nicht erhält.

1. Was muss man beibringen, um diesen Nachweis zu führen, dass die Scheidung in Guatemala nicht durchsetzbar ist?
2. Ist die Scheidung dann international gültig oder nur in Deutschland/Eurpa??
3. Brauchen wir einen Anwalt, der spanisch kann oder wird alles ohne weitere Kontakte nach Guatemala in Deutschland entschieden?

Sehr geehrte Fragestellerin,

hiermit nehme ich zu den von Ihnen aufgeworfenen Fragen unter Berücksichtigung des dargestellten Sachverhaltes wie folgt Stellung:

zu 1) Nach Art. 17 EGBGB unterliegt die Scheidung dem deutschen Recht, wenn die Ehe nach ausländischem Recht nicht geschieden werden kann. So reicht als Nachweis eine Erklärung der Ehegattin Ihres Lebensgefährten, dass diese nicht geschieden werden will. Nach Art. 6 EGBGB ist im Übrigen ausländisches Recht dann nicht anzuwenden, wenn dies mit dem deutschen Recht offensichtlich unvereinbar wäre. Dies ist hier der Fall, so dass kein wie oben genannter Nachweis erforderlich wäre.

Zu 2) Ja, die Scheidung ist dann international gültig. Das schließt aber nicht aus, dass eine ausländische Behörde zur Durchführung bestimmter Registrierungen etc., eine übersetzte Version des Scheidungsurteils fordert.

Zu 3) Grundsätzlich ist für die Scheidung die Anwesenheit beider Ehegatten erforderlich. Ist dies nicht möglich oder zumutbar, weil sich beispielsweise ein Ehegatte im Ausland aufhält, kann eine Anhörung im Rahmen eines Rechtshilfeverfahrens erfolgen. Dies wird dann vom Gericht angeordnet. Grundsätzlich müssen auch die Schriftstücke, wie beispielsweise der Scheidungsantrag dem anderen Ehegatten zugestellt werden. Dies kann das Verfahren erheblich verzögern. Hier kann ein Postzustellungsbevollmächtiger in Deutschland benannt werden, um das Verfahren zu beschleunigen.

Abschließend möchte ich Sie noch auf Folgendes hinweisen: Bei der vorliegenden Antwort, welche ausschließlich auf Ihren Angaben basiert, handelt es sich lediglich um eine erste rechtliche Einschätzung des Sachverhaltes. Diese kann eine umfassende Begutachtung nicht ersetzen. Durch Hinzufügen oder Weglassen relevanter Informationen kann die rechtliche Beurteilung völlig anders ausfallen.

Ich hoffe Ihnen einen ersten Einblick in die Rechtslage verschafft haben zu können und verbleibe
mit freundlichen Grüßen


Astrid Hein
Rechtsanwältin

Rechtsanwältin Astrid Hein
Ludwig – Thoma – Straße 47
85232 Unterbachern
Tel.: 0 81 31/33 39 36 1
Fax: 0 81 31/2 71 51 84
Mobil: 0171/84 18 0 21
E – Mail: rahein@ra-hein.de

Bewertung des Fragestellers 04.08.2009 | 14:35

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