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Scheidung mit modifziertem Güterstand, Erlös Wohnungsverkauf

17.09.2019 11:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


13:30

Sehr geehrte Damen und Herren,

wir befinden uns mit meiner Noch-Frau in Trennung. Vor 2 Jahren habe ich eine GmbH mit einem Partner gegründet und in diesem Zuge einen Ehevertrag mit modifiziertem Güterstand vereinbart. Dieser schliesst Ansprüche ggü. der Firma aus und hält ein Anfangsvermögen von 200.000 bei mir und 35.000 Euro bei ihr fest. Weiterhin wurden keine Vereinbarungen bzgl. Unterhalt o.ä. getroffen und dann notariell beurkundet.

Der Sachverhalt/das Problem: vor 5 Jahren wurde eine Wohnung gekauft ( Eigentum und Darlehen je 50/50) welche eine Restschuld von 320.000 Euro hat. Der Wert der Wohnung beläuft sich auf ca. 600.000 Euro.

Nun zu den Fragen:

1 a )Sie will nicht verkaufen. Wenn ich, nach dem Trennungsjahr, eine Aufhebung der Gemeinschaft bei Gericht im Zuge der Zwangsversteigerung veranlasse und angenommen ein Preis von 600.000 Euro erzielt wird, wieviel erhalte ich dann wenn die Restschuld dann 300.000 Euro beträgt ?

1 b) wieviel erhält Sie bei dem o.a. Szenario?

2. für wieviel könnte ich Ihren Anteil abkaufen bei demselben Szenario, also einer Teilungsversteigerung?

Vielen Dank-.

17.09.2019 | 12:24

Antwort

von


(576)
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63667 Nidda
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Sehr geehrter Fragesteller,

Ich beantworte Ihre Frage auf Grundlage der von Ihnen gemachten Angaben. Bitte beachten Sie, dass schon geringe Abweichungen im Sachverhalt zu einer anderen rechtlichen Bewertung führen können.

Ich gehe davon aus, dass die GmbH nicht nur nicht in Anspruch genommen werden darf, sondern wertmäßig ich dem Zugewinn entzogen wurde. Das heißt, dass alle Werte der GmbH nicht zum Ausgleich gebracht werden müssen.

Des Weiteren muss ich davon ausgehen, dass mit Ausnahme der Immobilie kein weiteres Vermögen vorhanden ist.

In diesem Fall wäre die Aufteilung folgendermaßen. Jeder erhält die Hälfte des Ertrags (erzielte Kaufpreis - Belastung). Jeder erhält also 150.000€. Das ist das Endvermögen. Sie machen also 50.000€ Verlust, Ihre Frau macht 115.000€ Gewinn. Ihre Frau müsste also 82.500€ an Sie zahlen. Dann haben Sie 232.500€ (Zugewinn von 32.500 €), ihre Frau hat 67.500€ (Zugewinn von 32.500€).

Wieviel Ihre Frau für Ihren Anteil verlangt, lässt sich juristisch nicht beantworten. Es gibt keine Summe der sie zustimmen muss. Angesichts des vergleichsweise geringen Gewinns den sie aus dem Verkauf zieht, sollte hier schon eine geringe Summe ausreichen. Andererseits kann sie natürlich auch auf der Zwangsversteigerung bestehen. Der Verlust bei Zwangsversteigerungen ist Recht hoch. Wenn Sie da 70% des Wertes erhalten, können Sie zufrieden sein.

Ich hoffe, Ihre Frage umfassend beantwortet zu haben. Sollten Rückfragen bestehen, nutzen Sie bitte die kostenlose Nachfragefunktion.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt


Rückfrage vom Fragesteller 17.09.2019 | 12:30

ok, danke erstmal. Wenn die Wohnung für 500.000 Euro versteigert wird muss sie aber doch nicht zustimmen oder? wieviel müsste ich dann hier bezahlen wenn mir schon die hälfte gehört?

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 17.09.2019 | 13:30

Sehr geehrter Fragesteller,

Einer Versteigerung deutlich unter Wert muss Ihre Frau im ersten Versuch nicht zustimmen. Wenn allerdings auch beim zweiten und dritten Zwangsversteigerungstermin kein höherer Wert erzielt werden kann, ist die Zustimmung nicht mehr erforderlich.

Bei einem erzielten Verkaufspreis von 500.000€ (Gewinn 200.000) stehen jedem 100.000€ zu. Sie machen also eine Verlust von 100.000, ihre Frau einen Gewinn von 65.000€ der Ausgleich wäre also rechnerisch wiederum 82.500€. Es gilt aber die Deckelung, dass niemand Schulden machen muss um seinen Zugewinn zu zahlen. Insoweit wäre also die Auszahlung auf den Wert der Immobilie beschränkt.

Sollten weitere Rückfragen bestehen, können Sie mich via E-Mail kontaktieren.

Mit freundlichen Grüßen

Krueckemeyer
Rechtsanwalt

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