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Scheidung mit Ehevertrag, ein Anwalt

| 30.08.2016 14:41 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle


Mein Ehemann möchte die Scheidung einreichen (Heirat August 2009, Trennung Juni 2015, keine gemeinsamen Kinder).
In einer notariellen Trennungsvereinbarung/Ehevertrag von 2015 wurde vereinbart:
- Ehemann wurde durch Rückzahlung des von mir investierten Geldes alleiniger Eigentümer des bis dahin gemeinsamen Hauses
- Gütertrennung
- Ausschluss von Versorgungsausgleich
- gegenseitiger Verzicht auf nachehelichen Unterhalt

Ich lege keinen Wert auf die Scheidung und möchte meine Kosten dafür so gering wie möglich halten.
Ehemann schlägt einen gemeinsamen Anwalt vor und möchte dazu mein Einverständnis. Nun habe ich recherchiert und verstanden, dass ein von ihm beauftragter "gemeinsamer" Anwalt rechtlich auch nur sein Anwalt ist und letztlich seine Interessen vertritt.

Frage:
Ist es möglich, dass ich auf einen Anwalt verzichte, wenn mein Ehemann einen Anwalt beauftragt, sodass ich nur die anteiligen Gerichtskosten und keine Anwaltskosten zu tragen habe? Falls ja, stellt dies trotz notarieller Vereinbarungen für mich ein Risiko dar?

Vielen Dank für Ihre schnelle Antwort!









Sehr geehrte Ratsuchende,

Sie müssen keinen Anwalt beauftragen.

Ihre Annahme, dass der vermeintlich gemeinsame Anwalt ohnehin der Anwalt Ihres Ehemannes ist, ist auch zutreffend. Der Anwalt kann nur eine Partei vertreten und das ist in diesem Fall Ihr Ehemann.

Die angedachte Vorgehensweise des Ehemannes ist durchaus nicht unüblich. Intern vereinbaren dann die Parteien, dass die Kosten des Anwalts und die Gerichtskosten geteilt und hälftig von jeder Partei getragen werden.

Sie müssen diese Vorgehensweise nicht wählen. Sie können dem Ehemann deutlich machen, dass Sie keinen Anwalt auch keinen "gemeinsamen" beauftragen werden.

Da in dem Ehevertrag, zumindest nach Ihrer Kurzdarstellung alles Wesentliche geregelt wurde, müssen Sie auch keinen Anwalt beauftragen.

Sie müssen im Termin nur darauf achten, dass das Gericht über die Kosten dergestalt entscheidet, dass diese gegeneinander aufgehoben werden. Mit dieser Kostenentscheidung müssen Sie dann nur die hälftigen Gerichtskosten tragen.

Sollte der Anwalt des Ehemannes beantragen, dass die Kosten hälftig getragen werden sollen, müssen Sie dagegegen argumentieren und auf § 150 FamFG verweisen. Diese Vorschrift sieht vor, dass in der Regel die Kosten gegeneinander aufgehoben werden.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin

Sylvia True-Bohle, Oldenburg

Bewertung des Fragestellers 30.08.2016 | 16:04

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