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Scheidung in Spanien von Deutschland aus

14.02.2017 09:01 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Alex Park, LL.B.


Guten Tag, ich habe 1993 in Dänemark einen Spanier geheiratet. Wir haben in Mallorca gelebt, mein Mann bis zu Trennung 2008 und ich bis 2012 dort. Mein Mann lebt seit dem auf seiner Heimatinsel La Gomera, ich in Deutschland. Endlich möchten wir uns scheiden lassen. Einvernehmlich. Wir haben beide kaum Rentenansprüche (bis jetzt) Er ist seit vier Jahren Rentner Einkommen ca. 400 € (57 Jahre), ich (57 J) arbeite und da wir in der Zeit unserer Ehe nur für ihn in die spanische Sozialsversicherung habe ich auch kaum Ansprüche. Wir möchten von nichts von dem anderen. Ich habe, ohne Unterhalt von ihm, unseren Sohn (geb. 1994) 9 Jahre lang alleine großgezogen. Nun zur meiner Frage, soviel ich weiß ist die Scheidung in Spanien günstiger. Und da ich wieder alles alleine bezahlen muss, möchte ich die günstigste Möglichkeit. Soviel ich weiß, kann ich die Scheidung von hier aus einreichen. Mein Mann ist Trinker also werde ich mich alleine um den Ablauf kümmern müssen. Aber ich werde sicher eine, wenn nötig notariell beglaubigte Einverständniserklärung von ihm bekommen.
Wo und wie reiche ich die Scheidung ein? Ich benötige die Antwort nicht so schnell,aber es wäre gut, wenn es nicht länger als eine Woche dauern würde.

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen nach erster summarischer Prüfung der Rechtslage wie folgt beantworten:

Ihrem Vortrag nach hat Ihr Ehemann seinen gewöhnlichen Aufenthalt in Spanien, Sie in Deutschland. In Deutschland haben Sie zu keinem Zeitpunkt der Ehe einen gemeinsamen Hausstand gehabt.

Eine Scheidung in Deutschland wäre problemlos vor dem für Sie zuständigen Familiengericht möglich. Da sich auch Ihre Ehemann scheiden lassen möchte, wäre ein Erscheinen des Ehemannes vor dem Familiengericht in Deutschland nicht notwendig. Er könnte auch in Spanien gehört werden.

Schriftstücke würden in ihn in Spanien zugestellt werden, diese würden aber von Amts wegen übersetzt werden, dies dauert immer ein bisschen. Ansonsten wäre eine Scheidung unproblematisch in Deutschland zu erreichen.

Nach der Rom III - Verordnung können Sie sich aber auch problemlos in Spanien scheiden lassen, da Sie dort zuletzt Ihren gemeinsamen Aufenthalt hatten.

Hier erscheint es mir sinnvoll die Scheidung beim zuständigen Gericht der Kanarischen Inseln einzureichen. Es gibt im spanischen Recht kein Trennungsjahr mehr, Sie können also direkt zum Scheidungsantrag übergehen.

Sie können wählen bei den Gericht zwischen dem Gericht, welches für den Wohnsitz Ihres Mannes zuständig ist oder das Gericht Ihres letzten gemeinsamen Wohnsitzes in Spanien.

Das Gericht wird Ihrem Mann den Scheidungsantrag zustellen und um Äußerung bitten. Ihr Mann sollte Ihrem Antrag zustimmen, dies muss nicht notariell sein.

Auch in Spanien besteht bei Scheidungen meines Wissens nach Anwaltszwang. Sie werden also über eine spanische Rechtsanwaltskanzlei gehen müssen und so die Scheidung vorantreiben können. Bei einer einvernehmlichen Scheidung muss der Ehemann unter Umständen anwaltlich nicht vertreten sein, dies würde die Kosten senken.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 14.02.2017 | 21:25

Danke für die rasche Antwort, obwohl mir immer noch nicht ganz klar ist, wo es günstiger ist. Können Sie mir das beantworten?
Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 14.02.2017 | 21:55

Gerne beantworte ich auch Ihre Nachfrage.

Eine Scheidung in Spanien ist, da das Trennungsjahr entfällt, auf jeden Fall schneller zu bewerkstelligen.

Da auch in Spanien der Anwaltszwangs gilt, gehe ich nicht davon, dass eine Scheidung in Spanien deutlich billiger wäre.

Sie sagten, Ihr Mann werde sich nicht kümmern, daher erscheint es mir sinnvoller eine Scheidung in Spanien voran zu treiben.

Mit freundlichen Grüßen

Alex Park

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