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Scheidung im Ausland möglich?

| 01.07.2013 17:35 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Scheidung Ausland Voraussetzungen Anerkennung Staatsbürgerschaft

Sehr geehrte Damen und Herren,


ich habe 2006 in der Dominikanischen Republik eine Dominikanerin geheiratet. Sie ist dann mit mir nach Deutschland gezogen und hat 2011 sich einbürgern lassen und hat somit jetzt die Deutsche Staatbürgerschaft. Im August 2012 haben wir uns getrennt. Als meine Frau im April 2013 in der Dominikanischen Republik war hat sie hier die Scheidung eingeleitet. Jetzt habe ich beim googeln folgendes herausgefunden "Eine Scheidung im Ausland funktioniert nur, wenn mindestens einer der Ehepartner Staatsbürger des Landes ist, in dem die Scheidung durchgeführt werden soll."

Meine Frage: Kann man die Scheidung dann trotzdem in Deutschland anerkennen lassen oder macht das Probleme das meine Frau jetzt die deutsche Staatsangehörigkeit hat, dominikanischer Abstammung ist sie ja?


MFG

jo123mitglied

Einsatz editiert am 01.07.2013 17:50:10
01.07.2013 | 22:34

Antwort

von


(111)
Marburger Straße 5
10789 Berlin
Tel: 030 219 62 880
E-Mail:

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegeben Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Sofern Ihre Ehefrau nur die deutsche Staatsangehörigkeit hat und ihren gewöhnlichen Aufenthalt in Deutschland hat, wird ein Scheidungsurteil der Dominikanischen Republik hier nicht anerkannt werden. In Deutschland wird eine ausländische Ehescheidung nur anerkannt, wenn das ausländische Gericht auch aus deutscher Sicht zuständig war.

Daraus ergibt sich, dass wenn beide Ehegatten Deutsche sind und beide in Deutschland wohnen, eine Scheidung durch ein ausländisches Gericht nicht möglich ist. Nur wenn wenigstens einer der Ehegatten im Ausland wohnt oder einer der Eheleute Ausländer ist, sind meistens mehrere Gerichte zuständig. Es besteht dann die Wahl zwischen einer Scheidung im Ausland oder in Deutschland. Die ausländische Scheidung müsste dann hier durch ein Anerkennungsverfahren für wirksam erklärt werden.

Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen
Alexander Nadiraschwili, Rechtsanwaltt


Rechtsanwalt Alexander Nadiraschwili, LL.M.
Fachanwalt für Steuerrecht

Rückfrage vom Fragesteller 02.07.2013 | 14:55

Sehr geehrter Herr Nadiraschwili,

vielen Dank für ihre Antwort, so wie meine Frau sagt hat sie noch Ihren dominikanischen Pass, den Sie bei der Einbürgerung nicht abgeben musste und hätte somit eine doppelte Staatsbürgerschaft. Dann müsste eine Scheidung in der dominikanischen Republik und anschließend ein Anerkennungsverfahren in der BRD möglich sein?

Mit freundlichen Grüßen

jo123mitglied

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 02.07.2013 | 15:01

In diesem Fall verhält es sich so wie von Ihnen dargestellt - es wäre ein Anerkennungsverfahren durchzuführen (auch wenn eine doppelte Staatsangehörigkeit zumindest ungewöhnlich ist, da Sie nach deutschem Recht nur in Ausnahmefällen zulässig ist). Rechtsgrundlage hierfür ist § 107 Abs. 1 des Gesetzes über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit (FamFG). Zuständig für die Anerkennungsentscheidung sind grundsätzlich die Landesjustizverwaltungen. Deren Aufgaben können auch an die Präsidenten und Präsidentinnen der Oberlandesgerichte übertragen werden.

Örtlich zuständig ist die Justizverwaltung des Bundeslandes, in dem ein Ehegatte seinen gewöhnlichen Aufenthalt hat.

Ich hoffe Ihre Nachfrage zufriedenstellend beantwortet zu haben.

Mit freundlichen Grüßen

Alexander Nadiraschwili
Rechtsanwalt

Bewertung des Fragestellers 02.07.2013 | 15:25

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