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Scheidung einer Ausländerin von einem Deutschen

02.03.2008 15:03 |
Preis: ***,00 € |

Ausländerrecht


Meine Frau(Thailänderin)und ich (Deutscher) sind seit dem 04.08.2006 verheiratet.Leider verstehen wir uns nicht mehr. Meine Frau hat jetzt im Internet einen anderen Herren kennen gelernt und ist zu ihm gezogen. Da zwieschen meiner Frau und mir keinerlei Gefühle mehr bestehen, hatte ich auch nichts dagegen.

Nun meine Frage.: wie sieht die Sache jetzt Rechtlich aus und wie nach dem § 31 AufenthG ?

Dann habe ich noch ein Problem:

Ich habe wieder eine Thailänderin kennen gelernt undwir und ihre Tochter 8 Jahre möchten sehr gerne zusammen ziehen und leben.Leider ist meine Freundin noch mit einem Deutsten seit dem 25.08.2006 verheiratet. Sie möchte sich auf jeden Fall trennen!! Nun dachten wir das meine Freundin und ihre Tochter Anfang August08 nach Thailand fliegen und ende August 08 zurück kommen, nur nicht mehr zu ihrem Mann sondern gleich zu mir.

Nun meine Frage an Sie:

Könnten wir das so machen (wegen § 31 AufenthG)? Sie hat ja dann ihre zwei Jahre Ehe schon hinter sich oder sehen wir das Falsch??

Mit freuntlichen Grüßen
Zimmermann

Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich wie folgt beantworten:

1. Situation hinsichtlich Ihrer jetzigen Ehe
Da die Zwei-Jahres-Frist des § 31 Abs. 1 AufenthG noch nicht verstrichen ist, hat Ihre Frau kein eigenständiges Aufenthaltsrecht erworben, es sei denn, es läge ein Härtefall vor, wofür sich in Ihrer Schilderung keine Anzeichen finden. Ihre Frau wird also Schwierigkeiten bekommen, sobald die Ausländerbehörde von dem Auszug Ihrer Frau aus der Ehewohnung erfährt. Sie wiederum sind verpflichtet, der Ausländerbehörde Mitteilung davon zu machen, dass Sie mit Ihrer Frau keine eheliche Lebensgemeinschaft mehr führen.

Einen Rat, wie Sie und Ihre Frau diese Konsequenzen vermeiden können, kann ich Ihnen leider nicht geben. Es bliebe nur eine Wiederherstellung der ehelichen Lebensgemeinschaft oder aber eine möglichst rasche Scheidung Ihrer Ehe, damit Ihre Frau ihren jetzigen Partner rasch heiraten kann und hierdurch ein neues Aufenthaltsrecht erwerben kann. Da einer Ehescheidung jedoch ein Trennungsjahr vorausgehen muss, gäbe es im letzteren Fall auch wieder Probleme mit der Ausländerbehörde, auch für Sie, da Sie ja anzeigen müssen, wenn Sie getrennt leben.

2. Situation hinsichtlich Ihrer jetzigen Bekannten
Ihre Bekannte muss, damit sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erwirbt, gleichfalls mit ihrem Ehemann mindestens zwei Jahre in ehelicher Lebensgemeinschaft in Deutschland gelebt haben. Diese Zwei-Jahres-Frist beginnt mit dem Zeitpunkt der Aufnahme der ehelichen Lebensgemeinschaft in Deutschland, also, wenn die Heirat im Ausland erfolgt ist, nicht zwingend mit dem Zeitpunkt der Eheschließung. Hierauf muss Ihre Bekannte zunächst achten.

Außerdem könnte die Ausländerbehörde ein Problem darin sehen, wenn Ihre Bekannte vor Ablauf der Zwei-Jahres-Frist einen Monat lang ohne ihren Ehemann Urlaub macht und anschließend die Trennung erklärt. Die Ausländerbehörde würde sicherlich den Verdacht äußern, dass die Ehe schon vor diesem Urlaub zerrüttet war und somit die Zwei-Jahres-Frist nicht eingehalten wurde. In diesem Fall sollte Ihre Bekannte anwaltlichen Beistand suchen, um adäquat gegenüber der Ausländerbehörde argumentieren zu können. Außerdem wird viel von der Sichtweise ihres bisherigen Ehemannes abhängen. Wenn dieser einen solchen Verdacht der Ausländerbehörde stützen sollte, hätte es Ihre Bekannte schwer.

Ich hoffe, ich konnte Ihnen eine erste rechtliche Einschätzung Ihrer Situation geben. Sämtliche Beteiligten bewegen sich in dieser Angelegenheit auf sehr dünnem Eis. Sie sollten zumindest dafür sorgen, dass Sie selbst mit keinen Schwierigkeiten kämpfen müssen, indem Sie der Ausländerbehörde von dem Scheitern Ihrer jetzigen Ehe Mitteilung machen. Was Ihre neue Beziehung anbetrifft, müssen Sie sich darüber im Klaren sein, dass die Sache heikel ist, was möglicherweise dazu führen kann, dass Ihre Vorstellungen von einem Zusammenleben in Deutschland nicht ohne Weiteres realisiert werden können. Das Gesetz beinhaltet klare Vorgaben für das Entstehen eines eigenständigen Aufenthaltsrechts ausländischer Ehegatten, die nicht einfach umgangen werden dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

Rückfrage vom Fragesteller 02.03.2008 | 18:57

Und wenn meie Freundin und ich noch bis zum ende September warten würden, ginnge dann die Trenung Problem los??

Mit freundlichen Grüßen
Zimmermann

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 03.03.2008 | 14:19

Ihre Freundin muss zwei Jahre eine eheliche Lebensgemeinschaft mit ihrem Ehemann geführt haben, damit sie ein eigenständiges Aufenthaltsrecht erwirbt. Wenn Ende September 2008 diese Zwei-Jahres-Frist erfüllt ist und es sich bei dem Zusammenleben Ihrer Frau mit ihrem Ehemann bis dahin wirklich um eine eheliche Lebensgemeinschaft gehandelt hat, steht es Ihrer Freundin frei, sich dann von ihrem Ehemann zu trennen. Die Ausländerbehörden prüfen in solchen Fällen aber oft genauer nach, ob tatsächlich zwei Jahre lang eine eheliche Lebensgemeinschaft geführt wurde oder ob eine solche nur scheinbar bestand. Ihre Freundin wird sich darauf einstellen müssen, dass entsprechende Nachforschungen der Ausländerbehörde erfolgen werden. Sofern dies der Fall sein sollte, sollte Ihre Freundin unbedingt anwaltlichen Beistand suchen. Im Zweifel ginge aber die Trennung problemlos.

Mit freundlichen Grüßen
Jana Laurentius
(Rechtsanwältin)

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