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Scheidung Zugewinn


22.05.2006 11:37 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwältin Sylvia True-Bohle



Wir sind seit 1993 verheiratet,ohne Ehevertrag, leben seit Dez-04 getrennt.
Mein Mann bewohnt weiter das Haus, welches wir 2000 gebaut haben.
Wir stehen beide zur Hälfte im Grundbuch und die Vollfinazierung läuft auch auf beiden Namen, da wir bis zum Auszug zus.die Schulden getilgt haben.
Mein Mann hat im Jahr 2003/2004 durch den Tod seiner Eltern Geld in Höhe von ca. 85.000 Euro geerbt und es zu 2/3 zur Tilgung eines Kredites für das Haus benutzt,(der Rest ist in einem Sparvertrag auf seinen Namen angelegt). Steht mir von dem Erbe die Hälfte zu, da das Haus ja noch auf beiden Namen läuft?
Außerdem hat er eine dynamische Lebensversicherung,die vorher schon bestand,aber seit Eheschließung von uns beiden bezahlt wurde.Steht mir da ein Teil von zu?


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Sehr geehrte Ratsuchende,

der bei Ehescheidung wird der Zugewinnausgleich durchgeführt. Dazu werden zunächst die Vermögenswerte des sogenannten Angfangsvermögen und Endvermögen gegenübergestellt.

Anfangsvermögen ist das Vermögen, das die Eheleute jeweils zum Zeitpunkt der Eheschließung hatten. Endvermögen sind die Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Zustellung des Scheidungsantrages vorhanden sind.

Übersteigt das Endvermögen das Anfangsvermögen, hat der jeweilige Ehegatte einen Zugewinn erzielt. Nunmehr ist festzustellen, welcher Ehegatte mehr Zugewinn erzielt hat. Von diesem Betrag hat er dem anderen die Hälfte auszugleichen.

Nach Ihren Angaben ist Anfangsvermögen auf Seiten Ihres Mannes anzunehmen sein.

Zunächst ist der Rückkaufswert der Lebensversicherung, die ja schon bei Eheschließung bestanden hat, zum Zeitpunkt der Eheschließung zu ermitteln. Dieser Teil fällt in das Anfangsvermögen Ihres Mannes. Zum Zeitpunkt der Zustellung eines Scheidungsantrages muss dann noch einmal der Rückkaufsert dann zu diesem Zeitpunkt ermittelt werden. Dieser wird höher sein, so dass sich aus der Differenz beider Rückkaufswerte ein Zugewinn ergeben wird.

Im Rahmen des Zugewinnausgleiches kann man aber die Lebensversicherung nicht isoliert betrachten. Hinzu kommt ja auch noch die Vermögensauseinandersetzung des Hauses.

Hier sieht es wie folgt aus:

Da Ihnen das Haus je zu 1/2 gehört, ist auf beiden Seiten ein Endvermögen zu errechnen. Das ist jeweils der hälftige Wert des Hauses abzüglich der zum Stichtag vorhandenen Belastungen.

Diese sind durch die Sondertilung ja geringer geworden.

Aus Seiten Ihres Mannes ist als Endvermögen noch das Sparbuch anzunehmen.

Das bedeutet zunächst, dass als Endvermögen bei Ihnen "nur" das Haus anzunehmen ist, bei Ihrem Mann neben dem Haus aber auch der Sparvertrag und die Lebensversicherung.

Bei Ihrem Mann ist aber auch der Betrag aus der Erbschaft seinem Anfangsvermögen zuzurechnen. Das Anfangsvermögen Ihres Mannes besteht daher aus der Erbschaft und dem Rückkaufswert der Lebensversicherung.

Als Endvermögen sind auf seiner Seite der Sparvertrag, die Lebensversicherung und das Haus vorhanden.

Wie hoch nun genau der Zugewinn auf beiden Seiten sein wird, kann von hier nicht ohne konkrete Werte gesagt werden.

Sie ersehen aber, dass Ihnen von der Erbschaft nicht die Hälfte zusteht und auch die Lebensversicherung nicht direkt ausgeglichen wird. Beide Vermögenswerte fallen in die Berechnung.

Sie sollten an Hand konkreter Unterlagen zunächst mögliche Ansprüche von einem Kollegen vor Ort berechnen lassen. Möglicherweise finden sich auch andere Wege zum Vermögensausgelich, z.B. in der Form, dass Ihr Mann Ihre Haushälfte gegen Zahlung eines dann zu verhandelnden Betrages übernimmt.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle





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