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Scheidung / Vermögensaufteilung

13.07.2012 18:12 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


20:59

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich lebe im Trennungsjahr von meinem Mann.

Wir haben zusammen 1 Haus. Ich bin mit der gemeinsamen 5-jährigen Tochter ausgezogen, er wollte das Haus übernehmen, jetzt doch nicht - also läuft es auf einen Verkauf hinaus (Überfinanziert, d.h. für jeden ca. -30.000,- EUR bei Verkauf).

Ich habe eine Firma aufgebaut die zwischenzeitlich auch auf ihn angemeldet war. Im Februrar diesen Jahres wurde sie wieder ohne weiteres auf mich zurückübertragen.

Auf Trennungsunterhalt habe ich vorerst verzichtet da er ja das Haus übernehmen wollte.

Meine Fragen:
- Er fordert jetzt die Hälfte des Firmenwertes (Waren/Inventar-Wert ca. +50.000,- EUR). Steht ihm überhaupt etwas von der Firma zu?
- Er meint, dass der Wert dann mit den Restschulden des Hauses aufgerechnet werden sollen abzgl. des Trennungsunterhaltes.

Hat er ein Anrecht darauf? Die Firma ist meine Existenzgrundlage.

Das Sorgerecht ist geklärt. Es geht ihm nur ums Geld.

Ich bitte dringlichst um eine Antwort.
Vielen Dank

13.07.2012 | 19:12

Antwort

von


(2424)
Damm 2
26135 Oldenburg
Tel: 0441 26726
Web: http://www.rechtsanwalt-bohle.de
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Sehr geehrte Ratsuchende,


zunächst einmal ist festzuhalten, dass eine Verrechnung mit Unterhalt ausscheidet und nicht statthaft ist.

Im Trennungsjahr wird er auch keine Ansprüche auf die Firma geltend machen können.

Ein solcher Wertausgleich kann allenfalls bei der Scheidung im sogenannten Zugewinnausgleichsverfahren eine Rolle spielen. Im Rahmen dieses Verfahrens wird das Vermögen beider Ehepartner ermittelt und gegenüber gestellt. Zum Vermögen gehört auch der Firmenwert. Dieser ist jedoch genau zu ermitteln. Ein Wertzuwachs eines Ehepartners wäre dann auch auszugleichen, sofern nicht Billigkeitsgründe einem solchen Ausgleichsanspruch entgegenstehen.


Bei einem solchen Zugewinnausgleichsverfahren werden dann auch die beiderseitigen Schulden zu berücksichtigen sein. Aber auch insoweit ist die Billigkeit immer zu prüfen.


Insgesamt kann man Ihnen nur raten, unverzüglich - auch in Hinblick auf den möglichen Trennungsunterhalt - einen Rechtsanwalt zu beauftragen, um alle Ansprüche anhand der konkreten Zahlen und konkreten Gesamtumstände prüfen zu können.




Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de
http://www.rechtsanwalt-bohle.de/index.php?tarcont=content/e-mail.inc.php


Rückfrage vom Fragesteller 13.07.2012 | 19:43

Vielen Dank für Ihre Antwort die mir zumindest für die kommenden Monate etwas Luft zum planen verschafft.

Diese Ermittlung/Zugewinnausgleich beim scheidungsverfahren: betrifft dies auch den Gewinnzuwachs der Firma im Trennungsjahr? Das habe ich nicht so wirklich verstanden.

Vielen Dank nochmal.

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.07.2012 | 20:59

Sehr geehrte Ratsuchende,


ja, das ist in der Tat so; entscheidend ist der Tag, an dem der Scheidungsantrag zugestellt wird.

Auch hier wird aber eine Billigkeitsprüfung erfolgen, da ja vermutlich der Ehemann keinen Anteil am Zuwachs geleistet hat.


Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwalt
Thomas Bohle
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ANTWORT VON

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