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Scheidung / Vaterschaft

13.04.2012 04:07 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von


Sehr geehrter Anwalt
Folgendes Problem möchte ich schildern..
1997 bin ich mit meiner "noch Frau" zusammen gekommen und habe ihr seither mehrmals (trotz gemeinsamer Wohnung) Mietverträge ausgestellt, damit sie sich Geld von Ämtern erschleichen konnte. Sprich Miete, Wohngeld, Lebensunterhalt...

Nach etwa 10 Jahren wurde sie schwanger und hat daraufhin den Kindsvater als unbekannt angegeben, um sich weiterhin finanziell abzusichern. Ein Jahr später habe ich ein Haus gekauft und kurze Zeit später haben wir geheiratet( wenn auch nur wieder aus kapitalistischen Gründen). Bis zur Heirat hat sie diesen Schein vor den Behörden gewahrt. Anschliessend hat sie nur noch den Unterhaltsvorschuss bezogen. Bis zur Hochzeit habe ich immer gearbeitet, verlor dann allerdings ein halbes jahr später die Arbeit.
Nach 2 Jahren Ehe und aufgrund meiner Arbeitslosigkeit standen wir kurz vor Hartz4.
Daraufhin hat sie mich verlassen und konnte mit der Begründung "besonderer Härtefall" wieder genug Geld beim Amt ergattern, um mit dem Kind( 5 jahre alt) ein neues Leben anzufangen. Nach und nach habe ich herausgefunden, dass sie auch mich aus kapitalistischen Gründen warm gehalten und lange Zeit die Liebe nur vorgegaukelt hat. Könnte erklären warum die Frau es nie weiter, bis auf Minijobs geschafft hat und selbst die wegen Diebstahl oder mir unerklärlichen Gründen gekündigt wurde.
Ich bin mir sicher, der Vater der Kleinen zu sein, allerdings hat sie mich aufgrund meiner Vorbestrafung aus Jugendzeiten unter Druck gesetzt, damit IHR Verbrechen nicht auffällt.
Scheinbar hat sie jemand dieses Jahr beim Jugendamt verpfiffen und dennoch hat sie wieder die Vaterschaft verleugnet, bzw angegeben nicht zu wissen, wer der Vater sei. Dabei hat sie mir ans Herz gelegt, bei der Story mitzuspielen, da sie sich sicher sei, ich könne die Konsequenzen nicht tragen.
Die Art und Weise wie sie sich mir und dem Umfeld gegenüber verhalten hat, musste ich mir immer wieder die Frage stellen, ob sie psychisch gesund ist. Durch unerklärbare und immer wiederkehrende Krankheiten (Bandscheibenvorfall, Lactoseintoleranz Ja/Nein, Glucose Ja/Nein etc. ) hat sie sehr viele, starke Schmerzmittel eingenommen, was sich deutlich auf ihre Psyche ausgewirkt hat.
Da wir nun länger als ein Jahr getrennt leben und ich meine Tochter nicht sehen darf, mache ich mir große Sorgen um das Wohl des Kindes, weil ich mir über die Macht der psychischen Gewalt der Frau im klaren bin.
Mittlerweile bin ich wieder in einem festen Arbeitsverhältnis und einer festen Beziehung. Da meine Partnerin über pädagogische Kenntnisse verfügt, konnte sie mich überzeugen, mit der Scheidung auch das alleinige Sorgerecht zum Wohle des Kindes einzuklagen.
Meine Frage betrifft die Vorgehensweise des Prozesses, da ich meine Tochter unbedingt aus dem Psychoterror der Mutter retten will, ich allerdings (aus Erfahrung) Angst habe, dass die Mutter mich wie angedroht auf "ihre" Art und Weise bereuen lässt, diesen Schritt überhaupt zu wagen.
Sie stellt sich ja seit der Trennung als Opfer häuslicher Gewalt und Unterdrückung dar, wobei ich ihr alles ermöglichte und sie in allem aus Liebe unterstützte.
Habe ich eine Chance der Tyrannei ein Ende zu setzen um meiner Tochter ein glückliches Leben zu ermöglichen?

Für all meine Argumente habe ich Belege, allerdings Angst etwas von ihr in die Schuhe geschoben zu bekommen.
Ich hoffe, sie können mir meine Zweifel nehmen, damit auch ich endlich meinen Frieden bekomme.

13.04.2012 | 06:10

Antwort

von


(2405)
Damm 2
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Tel: 0441 26 7 26
Web: http://WWW.RECHTSANWALT-BOHLE.DE
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Sehr geehrter Ratsuchender,

als aller Erstes muss Ihre Vaterschaft festgestellt werden, denn nur dann können Sie Ihre Rechte durchsetzen.

Die Mutter - so habe ich Sie verstanden - hat wohl erklärt, Sie seien nicht der Vater des Kindes. Das Kind ist nach Ihrer Darstellung auch vor der Eheschließung geboren, so dass Sie auch gesetzlich nicht als Vater angesehen werden ( § 1592 BGB ).

Die Vaterschaft müssen Sie nun feststellen lassen. Sie haben dazu die Möglichkeit dieses entweder im Einvernehmen mit der Mutter in Form eines Anerkenntnisses der Vaterschaft vorzunehmen. Da nach Ihrer Schilderung aber nicht davon auszugehen ist, werden Sie gerichtlich Ihre Vaterschaft feststellen lassen müssen.

Das ist unbedingt notwendig, da von dieser Feststellung das weitere Vorgehen abhängt.

Sie können im Scheidungsverfahren den Antrag stellen, dieses Verfahren zunächst ruhen zu lassen, bis Ihre Vaterschaft festgestellt ist. Das wird zwar das Scheidungsverfahren verzögern, ist aber notwendig, um zum Wohle des Kindes handeln zu können.

Liegt dann eine Entscheidung über Ihre Vaterschaft vor und steht diese fest gilt dann in den Verfahren folgendes:

Das genaue weitere Vorgehen hängt davon ab, was die Mutter in ihren Anträge vorgetragen hat. Sie sprechen davon, dass die Mutter die Übertragung des alleinige Sorgerechts für die Tochter beantragt hat.

Diesem Antrag MÜSSEN Sie nach Ihrer Darstellung unbedingt entgegentreten. Es ist nach Ihrer Darstellung nicht ersichtlich, dass es dem Wohl des Kindes entspricht, dass der Mutter das alleinige Sorgerecht übertragen wird. Dieses wäre nur dann Fall, wenn es tatsächlich dem Kindeswohl entsprechen würde. Das muss die Mutter begründen können, wenn Sie diesem Antrag entgegentreten. Das muss auf jeden Fall schriftsätzlich auch mit Begründung aus den Gesamtumständen vorgetragen werden. So muss auch vorgegangen werden, wenn die Mutter vorgetragen haben sollte, Sie wären mit einer Übertragung einverstanden.

Diese Verfahren werden einigen Zeit in Anspruch nehmen. In dieser Zeit ist absolut wichtig, dass Ihnen der Umgang mit dem Kind eingeräumt wird. Da wohl keine Einigung mit der Mutter möglich sein wird, werden und sollten Sie diesen Umgnag gerichtlich geltend machen.

Dieses gilt auch für die Zeit bis zur Feststellung der Vaterschaft. Da Sie offenbar mit dem Kind zusammengelebt haben, steht Ihnen bis zur Feststellung der Vaterschaft § 1685 BGB zur Seite.

Sie werden hier also zunächst zweigleisig verfahren müssen. Vaterschaftsfestellung und Umgangsrechtsverfahren.

Die Verfahren werden sicherlich nicht einfach werden, da doch mit erheblichen Widerstand und unwahren Behauptungen der Mutter zu rechnen ist. Diesem werden Sie sich für Ihr Kind stellen müssen und selber entsprechend über einen Anwalt vortragen lassen müssen.

Abschließend der Rat, sofort anwaltliche Hilfe vor Ort in Anspruch zu nehmen, damit schnellstmöglich die notwendigen Schritte eingeleitet werden können. Ein weiteres Warten ist zum Nachteil des Kindes und sollte daher unbedingt vermieden werden. Sie müssen nun Ihre Chance nutzen und wie oben geschildert vorgehen und um Ihr Kind kämpfen.

Ich wünsche Ihnen und Ihrem Kind alles Gute.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
Damm 2
26135 Oldenburg

Tel: 0441 / 26 7 26
Fax: 0441 / 26 8 92
mail: ra-bohle@rechtsanwalt-bohle.de


Rückfrage vom Fragesteller 13.04.2012 | 09:03

Habe das mit der Verleugnung des Vaters falsch vermittelt. Sie weiss genauso wie ich, dass ich der Vater bin. Ebenso wie das unser Umfeld, KiGa etc. wissen. Sie hat NUR bei den Behörden angegeben, das Kind sei bei einem alkoholisierten One-Night-Stand entstanden und sie wisse nicht, wer der "glückliche" sei.
Da käme NIEMAND sonst in Frage. Wir haben unser Familienleben daraufhin normal gelebt, es war nie ein Thema, das ganze in Zweifel zu wiegen. NUR das Amt wurde beschissen und wie gesagt, dieses Jahr, als sie jemand verpfiffen hat, hatte sie WIEDER angegeben nicht zu wissen, wer der Vater sei ( um möglichen Konsequenzen völlig aus dem Weg zu gehen)
Es wurde auch noch nichts von Sorgerecht beantragt. Nur bin ICH mir mittlerweile sicher, dass das Kind dort auf keinen grünen Zweig kommt. Und meine Tochter und ich hatten auch eine Bindung. Boykottiert wurde diese ja erst nach der Trennung der Mutter mit spielchen wie " Dein Papa hat uns nicht mehr lieb etc.." Ich habe erfolglos mehrere Versuche unternommen, wieder zu der Kleinen zurückzufinden, um ihr eben kein falsches Bild zu vermitteln. Ich möchte mich für Ihren Rat bedanken, denn es bestärkt mich in meiner Auffassung richtig zu handeln, wenn ich für das Kind kämpfe!

Antwort auf die Rückfrage vom Anwalt 13.04.2012 | 09:24

Sehr geehrter Ratsuchender,

der Kampf um ein Kind lohnt sich immer und Sie sind auf dem richtigen Weg.

Die Angabe bei den Behörden ist hier entscheidend.

Weder das Umfeld noch Sie spielen dabei eine Rolle, sondern allein der amtliche Eintrag ist wichtig.

Und um diesen falschen Eintrag abzuändern, sollten Sie die Vaterschaftsfeststellung gerichtlich durchsetzen. Den Weg habe ich ja oben schon beschrieben.

Hier sollten Sie auch nicht allzulange warten. Denn jeder weiterer Tag würde zur weiteren "Entfremdung" des Kindes führen.

Viel Glück.

Mit freundlichen Grüßen

Rechtsanwältin
Sylvia True-Bohle
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