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Scheidung: Unterhaltszahlung für schwerbehinderte Frau


06.10.2017 12:10 |
Preis: 35,00 € |

Familienrecht


Beantwortet von

Rechtsanwalt Steffan Schwerin



Hallo zusammen,

wir stehen kurz davor, unsere Ehe zu schließen und mich bewegen einige Fragen. Meine zukünftige Frau ist zu 60% schwerbehindert und wird im Verlauf ihrer Erkrankung mit sehr großer Wahrscheinlichkeit arbeitsunfähig werden. Sie verdient bis dahin etwa ein Drittel von meinem Gehalt. Ich bin derzeit Student und werde in einigen Jahren verbeamtet. Gemeinsam gehört uns eine Eigentumswohnung und meine Frau tritt in kurzer Zeit zusätzlich ein Erbe an (zu diesem Zeitpunkt werden wir aber schon verheiratet sein): eine Geldsumme sowie ein Einfamilienhaus. Ich frage mich, ob ich auf Grund ihres zukünftigen Besitzes trotzdem im Falle einer Scheidung unterhaltsverpflichtet bin und wie wir das vertraglich im Vorfeld eventuell umgehen bzw. reduzieren können. Welchen Einfluss würden eventuelle Kinder nehmen, wenn sie z.B. bei mir leben würden? Wäre ich auch noch unterhaltsverpflichtet, wenn meine Frau wieder in einer neuen Partnerschaft lebt?

Vielen Dank!

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Sehr geehrter Fragesteller,

Ihre Anfrage möchte ich Ihnen auf Grundlage der angegebenen Informationen verbindlich wie folgt beantworten:


Man kann Ansprüche auf nachehelichen Unterhalt auch per Ehevertrag ausschließen.

Da vorliegend der Krankheitsverlauf schon bekannt ist, könnte eine ehevertragliche Regelung, die den Unterhalt ausschließt, aber problematisch sein.

Man müsste es so regeln, dass Ihre Frau in der Ehe Gelegenheit erhält, für sich selbst für den Fall einer Trennung vorzusorgen.

Rechtlich wäre dies möglich.

Man kann auch regeln, wie mit den zu erwartenden Vermögenspositionen umgegangen werden soll.

Wenn es gemeinsame Kinder gibt, die im Fall einer Trennung bei Ihnen blieben, würde wahrscheinlich schon rechnerisch kein Anspruch mehr auf Unterhalt für die Frau bestehen.

Wenn die Frau nach einer Trennung wieder in einer neuen Partnerschaft lebt, kann ein Unterhaltsanspruch verwirkt sein. Heiratet sie neu entfällt der Unterhaltsanspruch. Scheitert die Ehe aufgrund einer neuen Partnerschaft der Frau und ist diese dann auch verfestigt, ist ein Unterhaltsanspruch verwirkt.


Ich hoffe, Ihre Frage verständlich beantwortet zu haben und bedanke mich für das entgegengebrachte Vertrauen. Bei Unklarheiten können Sie die kostenlose Nachfragefunktion benutzen.

Mit freundlichen Grüßen

Nachfrage vom Fragesteller 06.10.2017 | 13:01

Vielen Dank für die schnelle Antwort. Nochmal zum Thema Besitz: Wird im Vorfeld ausgemacht, dass das Haus an die Frau geht oder dass das Haus im Falle der Scheidung verkauft und das Geld aufgeteilt wird, hat das also Einfluss auf die Höhe des Unterhalts? Sprich: es wird nicht nur das Einkommen, sondern auch die Vermögenswerte der Frau nach der Scheidung in Betracht gezogen? Oder gibt es eine Vermögensgrenze, die meine Frau besitzen darf und wenn sie diese nicht überschreitet, muss trotzdem unterhält gezahlt werden?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 06.10.2017 | 13:12

Es gibt keine konkreten Grenzen für Vermögen.

Es empfiehlt sich hier, dass man im Ehevertrag regelt, wie mit Vermögen und Unterhalt im Fall von Trennung und Scheidung umgegangen wird.

Dann haben beide Seiten auch Planungssicherheit für den Fall der Trennung.

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