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Scheidung-Unterhalt-Zugewinn


30.10.2005 13:34 |
Preis: ***,00 € |

Familienrecht



1.) Wenn vor einer Scheidung das Umgangsrecht/Kind 8 Jahre,Unterhalt Kind/Mutter und der Zugewinn nicht geregelt ist, wird dann alles vom Scheidungsgericht festgelegt; was kosten das dann ca.?
2.) Ist ein durch die DEKRA für eine Eigentumswohnung in München festgestellter Verkehrswert für das Scheidungsgericht verbindlich oder kann er ignoriert werden und wie lang gilt so eine Wertfeststellung?
3.) Gibt es bei der Stadt München eine Wohnungs.-Verkehrswert-Gutachterstelle die vom Gericht anerkannt wird und evtl. günstiger ist als die DEKRA?,da die Stadtverwaltungen auf evtl. vorhandene gebietsbezogene Vorgutachten zurückgreifen können.

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Sehr geehrte(r) Rechtsuchende(r),

Ihre Anfragen lassen sich anhand Ihrer Angaben folgendermaßen beantworten:

1.
Über das Sorgerecht sowie über Unterhalts- und Zugewinnausgleichsansprüche entscheidet das mit der Scheidung befasste Familiengericht im Verbund nur auf Antrag einer der Parteien.

Es verbleibt somit die Möglichkeit eines gesonderten Verfahrens oder aber einer einvernehmlichen außergerichtlichen Regelung (außer in Bezug auf die elterliche Sorge, falls diese abgeändert werden soll. Hierüber muss das Familiengericht entscheiden).

Leben Eltern nicht nur vorübergehend getrennt, kann auch bereits vor der Einleitung des Scheidungsverfahrens über die elterliche Sorge und das Umgangsrecht entschieden werden.

Die Gerichts- und Anwaltskosten für alle Scheidungs- und Folgesachen zu ermitteln, ist ohne konkrete Angaben zu den Einkommens- und Vermögensverhältnissen schwer möglich.

Beträgt das monatliche Nettoeinkommen beider Eheleute beispielsweise insgesamt € 2.500, so würden für eine einverständliche Scheidung (inklusive Versorgungsausgleich für Rentenanwartschaften, aber ohne Regelung der Folgesachen) voraussichtlich € 362 an Gerichtskosten und für die anwaltliche vertretene Partei € 1.325,30 Anwaltsgebühren anfallen.
Wird im selben Verfahren noch über Zugewinnausgleichsansprüche in Höhe von beispielsweise € 50.000 sowie über das Umgangsrecht entschieden, entstünden voraussichtlich Gerichtskosten in Höhe von € 1.112 sowie für beide Seiten jeweils mindestens € 3.279,90 an Anwaltshonorar.

2.
Sofern die Gegenpartei die Höhe des von einer Partei z.B. durch Privatgutachten oder durch Vergleichswerte dargelegten Verkehrswertes bestreitet, muss immer ein unabhängiges, durch einen vom Gericht zu bestimmenden Sachverständigen zu erstellendes detailliertes Verkehrswertgutachten (Kosten liegen in der Größenordnung von ca. € 1.000 bis € 2.500) erstattet werden.

Somit können Sie zwar durchaus eine Schätzung des Verkehrswertes durch die DEKRA in das Scheidungsverfahren einbringen. Aber nur wenn der Wert nicht bestritten wird, ist das Gericht an die Wertfeststellung gebunden (unabhängig davon, ob die Schätzung auf aktuellen Daten beruht).

3.
Sie können daher in der Tat zunächst eine verhältnismäßig kostengünstige schriftliche Schätzung vornehmen lassen und sehen, ob nicht auf der Grundlage dieser Zahlen insoweit bereits eine Einigung über die Zugewinnfrage zustande kommt.

Hierzu können Sie sich in München z.B. an den Gutachterausschuss des städtischen Kommunalreferates wenden.

http://www.muenchen.de/Rathaus/kom/122708/gutachterausschuss@muenchen.de

Bedenken Sie, dass im Falle der Uneinigkeit eine Wertermittlung anhand von örtlichen Vergleichswerten nicht auseichend ist und eben deshalb ein detailliertes Gutachten erforderlich ist, das insbesondere zum konkreten Zustand der Immobilie ausführlich Aufschluss geben muss.

In Abzug zu bringen sind in jedem Fall noch die auf dem Grundstück bestehenden öffentlichen Lasten.


Ich hoffe, Ihnen mit dieser Antwort eine hilfreiche erste Orientierung gegeben zu haben.

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung. Gerne übernehme ich auch Ihre weitere Vertretung.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

Nachfrage vom Fragesteller 31.10.2005 | 17:12

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Geyer,
besten Dank für die schnelle und aufschlußreiche Antwort zu der ich aber noch als Ergänzung die Gültigkeitsdauer einer Bewertung benötige.
Wenn z.B. Anfang November 05 der Wert ermittelt wurde, wird er dann bei einer evtl. Scheidung Im Februar/März 2006 vom Familiengericht noch akzeptiert?

Antwort auf die Nachfrage vom Anwalt 31.10.2005 | 20:32

Sehr geehrter Rechtsuchender,

bei der von Ihnen angegebenen Zeitspanne wird sich noch keine so bedeutsame Änderung der wertbildenden Faktoren ergeben können, dass eine Wertermittlung ihre sachliche Gültigkeit verliert.

Eine allgemein verbindliche „Gültigkeitsdauer“ gibt es allerdings nicht. Vielmehr kommt es auf die tatsächliche Entwicklung von Größe, Lage, Zustand und Ausstattung der Eigentumswohnung an.

Im Übrigen erklärt das Gericht nicht von sich aus ein Wertgutachten oder eine Schätzung für „ungültig“, sondern wird erst auf entsprechendes Parteivorbringen hin unabhängigen Sachverständigenbeweis anordnen, wenn eine Partei die Wertangabe oder die Wertermittlung der anderen Partei substantiiert bestreitet.

Ich hoffe, Ihnen damit weiter geholfen zu haben.

Mit freundlichen Grüßen


Wolfram Geyer
Rechtsanwalt

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