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Scheidung Spekulationssteuer bei Immobilienverkauf

07.06.2015 00:06 |
Preis: ***,00 € |

Steuerrecht


Beantwortet von


Zusammenfassung: Bei Auszug des Alleineigentümers im Trennungsjahr, der seine Ex-Ehepartner in der Wohnung/Immobilie lässt, liegt eine Eigennutzung, die ein Spekulationsgeschäft ausschließt, nur dann noch vor, wenn noch im selben Jahr Nutzungen und Lasten übergehen.

Ich bin seit Anfang des Jahres von meiner Frau getrennt und bin vier Monate nach Trennung unter einem Dach ausgezogen. Meine Frau wohnt derzeit alleine in unserer ursprünglichen Ehewohnung. Ich bin alleiniger Eigentümer der Wohnung. So steht es im Grundbuch. Die Wohnung habe ich vor 5 Jahren gekauft.
Ich möchte, sobald meine Frau ausgezogen ist, die Wohnung verkaufen und ihr davon ihren Anteil des Zugewinnes (Zugewinngemeinschaft) ausbezahlen.
Da die Immobilienpreise in den 5 Jahren angestiegen sind, möchte ich wissen, ob ich wegen des Wertzuwaches Spekulationssteuer abführen muss, da ich nicht mehr in der Wohnung wohne, sondern nur noch meine Frau. Ich zahle meiner Frau auch ein Trennungsgeld, dass wir unter uns vereinbart hatten. Sie zahlt mir keine Miete.

Muss ich Spekulationssteuer bezahlen? Falls ja, wie kann ich dies verhindern?
07.06.2015 | 14:45

Antwort

von


(134)
Winsstraße 66
10405 berlin
Tel: 03040393365
Web: http://www.jahn-law.com
E-Mail:

Sehr geehrte Fragestellerin,

gerne beantworte ich Ihre Frage auf der Basis des gegebenen Sachverhaltes wie folgt.

Die „Spekulationssteuer" muss in dem Sachverhalt, der ja aus Sicht des Ehemannes geschrieben ist, der Alleineigentümer der Wohnung ist, dieser dann bezahlen, wenn Gewinn als sonstiges Einkommen aus dem privaten Veräußerungsgeschäft einer Immobilie entsteht, ohne dass die Haltefrist eingehalten ist (§23 EStG). Diese beträgt grundsätzlich zehn Jahre. Davon gibt es aber eine Ausnahme, wenn die Immobilie „im Zeitraum zwischen Anschaffung und Veräußerung ausschließlich zu eigenen Wohnzwecken genutzt wird oder im Jahr der Veräußerung und in den beiden voran gegangen Jahren zu eigenen Wohnzwecken genutzt wurde. (§ 23 Abs.1 Ziff.1 am Ende EStG)."

In dem von Ihnen geschilderten Fall ist nun allerdings bereits die sogenannte „Trennungsfalle" dabei zuzuschnappen, weil der Ehemann schon scheidungs/trennungsbedingt ausgezogen ist und jetzt nicht mehr veräußerungsbedingt ausziehen kann. „Nach dem Auszug eines Eigentümerehegatten liegt eine Eigennutzung i. d. R. nur vor, wenn noch im Jahr des Auszugs eine Veräußerung unter Übergang von Besitz, Nutzen und Lasten erfolgt" (Münch, Ehebezogene Rechtsgeschäfte, 4. Aufl. 2015, Abschnitt C , Rz. 425).

Daraus folgt, dass in Ihrem Beispiel die einzige Möglichkeit, die Haltefrist einzuhalten, darin besteht, die Wohnung noch bis Ende des Jahres 2015 zu veräußern, incl. Übergang von allen Lasten und Nutzen. In gewissen Umfang dürfte diese Frage aber auch vom Mandatsverhältnis Ihrer Scheidungsanwälte umfasst werden.

Beachten Sie bitte, dass z.B. die Fallgruppe, in der ein kindergeldberechtigtes Kind in der Wohnung verblieben ist, falls das hier der Fall sein sollte, wiederum anders gehandhabt wird.

Mit freundlichen Grüßen
Ra. Jahn


ANTWORT VON

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